5 Tipps, um deine Website schneller zu machen

5 Tipps, um deine Website schneller zu machen

Geschwindigkeit ist einer der wichtigsten Rankingfaktoren für die Suchmaschinen und – noch viel wichtiger – für deine Besucher wirklich entscheidend, um deine Seite nicht genervt wieder zu verlassen. Angeblich soll eine Ladezeit von max. 3 Sekunden ein optimales Ergebnis sein.

In diesem Blogeintrag zeige ich dir 5 Stellschrauben, mit denen du die Ladegeschwindigkeit deiner Website verbessern kannst.

1. Analyse

Bevor du dich gleich daran machst, in WordPress direkt etwas zu verändern, solltest du die Ladegeschwindigkeit deiner Website prüfen – z.b. über Pingdom Website Speed Test oder Google Pagespeed Insights (kostenlos).

Bei den Google Pagespeed Insights werden dir auch gleich Vorschläge dazu gemacht, wie du deine Seite schneller machen kannst. Gib hierzu einfach die Adresse deiner Website ein und schau, welche Punktzahl (von 0-100) deine Seite Mobil und in der Desktopversion erreicht. 100 ist hierbei die beste Punktzahl.

Im unteren Bereich werden die Empfehlungen vorgestellt, die das Laden verbessern können, z.B. „Bilder in modernen Formaten bereitstellen“. So weißt du erst einmal ,wo du stehst, und ob es direkt schon etwas gibt, was du relativ einfach beheben kannst.

2. Bilder nicht größer als nötig

Ein großer Faktor für die Ladegeschwindigkeit deiner Website sind die Bilder. Je größer sie sind (Dateigröße und Maße), desto mehr Daten müssen beim Laden von der Website zum Besucher übertragen werden. Hier werden schnell kostbare Sekunden verschwendet, ohne dass eine unglaublich gute Druckqualität überhaupt für den Computerbildschirm, geschweige denn für ein Handydisplay, benötigt wird.

Vor dem Hochladen solltest du die Bilder z.B. mit tinyPNG verkleinern. Falls dein Bild keinen transparenten Hintergrund benötigt (wie es bei einem Logo häufig der Fall ist), ist das Format JPG besser geeignet als PNG. Für WordPress gibt es außerdem viele gute Plugins, meist mit kostenlosen (abgespeckten) Versionen, die deine Bilder ebenfalls im Hintergrund verkleinern, z.B. EWWW Image Optimizer.

3. Aufräumen

Halte dein WordPress sauber! Dazu gehört auch, dass du alle Plugins und Themes löschst, die nicht benötigt werden. Bei der Auswahl deines WordPress Theme solltest du zudem die Geschwindigkeit im Hinterkopf behalten – je mehr fancy Features es enthält, desto langsamer ist es meist auch insgesamt. 11 schnelle, kostenlose WordPress Themes sind Hello Elementor, Neve, Astra, Generate Press, Page Builder Framework, OceanWP, Zakra, Customify, Twenty Twenty, Responsive und Sydney (siehe ausführlichen Geschwindigkeitstest dazu hier).

WordPress speichert außerdem jede Überarbeitung deiner Seiten und Beiträge. Dies ist natürlich praktisch, wenn du aus Versehen etwas gelöscht hast, oder doch lieber zu einer älteren Version zurückkehren möchtest, allerdings kann dies bei hunderten von Revisionen die Datenbank ganz schön groß machen.  Ich empfehle dir, die Anzahl an Revisionen auf z.B. 5 oder 10 zu begrenzen.

Dies geht entweder händisch, in dem du die wp-config.php Datei deines WordPress Hauptverzeichnisses bearbeitest: 

Füge nach der Zeile

* @package WordPress
*/

die Zeile

define('WP_POST_REVISIONS', 5);

ein, um jeweils bis zu 5 Revisionen zu speichern (und mache bitte vorher ein Backup der wp-config.php Datei, falls etwas schieflaufen sollte).

Alternativ kannst du die gleiche Einstellung auch mit einem Plugins wie z.B. wp-revisions-control vornehmen.

4. Plugins:

Natürlich gibt es auch für die Geschwindigkeitsoptimierung einige kostenlose WordPress Plugins 🙂 Empfehlen möchte ich an dieser Stelle:

  • a3 Lazy Loadmit diesem Plugin werden bestimmte Inhalte deiner Seite erst beim Herunterscrollen geladen. Somit muss wirklich nur der kleine obere Bereich, der sofort sichtbar sein soll, komplett geladen werden und alles andere kommt dann erst nach Bedarf.
  • Autoptimize optimiert, komprimiert, fasst einige der WordPress Dateien zusammen, die dann schneller zusammen ausgeliefert werden können, als wenn für jede einzelne Mini Datei eine eigene Anfrage gestellt werden muss.
    Es gibt viele Anleitungen zu den optimalen Einstellungen, die du durchprobieren kannst, falls du Zeit und Lust hast 😉 Ich habe mit den folgenden Einstellungen eine sehr gute Optimierung erreicht:
    • JavaScript-Code optimieren
    • JS-Dateien zusammenfügen
    • CSS-Code optimieren
    • CSS-Dateien zusammenfügen
    • CSS-Dateien zusammenfügen
    • HTML-Code optimieren
  • EWWW Image Optimizer oder Smush für Grafiken. Diese Plugins können im Hintergrund deine hochgeladenen Bilder komprimieren, damit diese verkleinert und somit schneller geladen werden.
  • WP Super Cache – Durch ein Caching Plugin wird ein Zwischenspeicher erstellt, sodass viele Daten der Website auf dem Gerät des Besuchers zwischengespeichert werden können, und nicht immer wieder neu geladen werden müssen. Das WP Super Cache Plugin kann einerseits so einen Cache bereitstellen, und fasst andererseits die Anfragen auf viele kleine Dateien deiner Website in eine größere Anfrage zusammen, sodass die Seite insgesamt schneller geladen werden kann.
  • WP-Optimize – Clean, Compress, Cache – hiermit lassen sich auch die in Punkt 3 erwähnten Revisionen bereinigen und insgesamt die Datenbank optimieren, Bilder komprimieren und Caching aktivieren. Bitte achte darauf, dass du nicht mehrere Plugins mit Caching Funktion gleichzeitig laufen hast, da sich diese gegenseitig behindern und zu Fehlern auf der Seite führen können.

5. Hosting Einstellungen

Die Wahl deines Webhosters hat auch Auswirkungen auf die Geschwindigkeit deiner Website! Mein Favorit ist nach wie vor all-inkl.com* (affiliate link), die auch im ausführlichen Webhoster Test von blogmojo sehr gut abgeschnitten haben.

Mit drei weiteren Einstellungen für technisch Fortgeschrittene lässt sich die Geschwindigkeit deiner Website in der Regel noch weiter verbessern:

  • Komprimierung aktivieren. Hierzu gibt es verschiedene Anleitungen im Internet, in den meisten fügst du einen bestimmten Code in die .htaccess Datei auf deinem Webserver im Hauptverzeichnis ein, z.B.:
    <FilesMatch “\.(js|css|html|htm|php|xml)$”>
    SetOutputFilter DEFLATE
    AddOutputFilterByType DEFLATE text/html text/plain text/xml
    </FilesMatch>
  • PHP 7 benutzen. Wenn du eine veraltete PHP Version nutzt, ist deine Website nicht nur unsicherer, sondern auch langsamer. Du kannst die Version in vielen Fällen bei deinem Webhoster direkt im Adminbereich umstellen (in diesem Blogartikel in Schritt 6 zeige ich dir das für all-inkl.com), oder du schreibst deinem Webhoster eine E-Mail.
  • HTTP/2 benutzen. Für das schnellere HTTP/2 musst du auf jeden Fall SSL Verschlüsselung für deine Website aktiviert haben. Ab Apache 2.4 wird HTTP/2 unterstützt. Welche Version bei deiner Website aktiv ist und wie dies umgeschaltet werden kann, ist wieder je nach Webhoster ganz unterschiedlich. Bei all-inkl.com ist ggf. eine E-Mail an den Support notwendig, falls bei dir noch eine ältere Version aktiv ist. Bei mir war alles auf dem neuesten Stand 🙂 Du kannst dies nachschauen, in dem du eine phpinfo Datei erstellst:
    Erzeuge eine neue, leere Textdatei und füge den folgenden Inhalt ein:
    <?php
    phpinfo();
    ?>

    Nenne die Datei z.B. info.php und lade sie dann auf deinen Webserver über FTP hoch. Wenn sie im Hauptverzeichnis ist, kannst du sie über www.deinDomainname.de/info.php einfach im Browser aufrufen und bekommst dann viele Infos über die Konfiguration deines Webservers angezeigt. Lösche die Datei danach am besten wieder, damit sie nicht von potentiellen Angreifern genutzt werden kann.
    Beispiel Inhalt php Info Seite:
    phpInfo

Ich hoffe, dass du hier den ein oder anderen Tipp umsetzen und die Ladegeschwindigkeit deiner Website etwas erhöhen konntest. Schreibe mir gern, wie sich die Geschwindigkeit vor und nach dem Umsetzen der Tipps verändert hat!