7 ultimative Tipps für ein schnelleres WordPress

7 ultimative Tipps für ein schnelleres WordPress

„Die Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen ist mit 8 Sekunden geringer als die eines Goldfisches (9 Sekunden)“. Vielleicht hast du die Aussage, die übrigens nicht ganz der Wahrheit entspricht, schonmal gehört?

Was aber auf jeden Fall stimmt: Es ist wichtig, dass deine Website schnell – im Idealfall unter 3 Sekunden – geladen wird. 

Ladegeschwindigkeit ist nicht nur für deine Besucher wirklich entscheidend, um deine Seite nicht genervt wieder zu verlassen. Sie ist auch eine der wichtigsten Rankingfaktoren für die Suchmaschinen und entscheidet, ob du mit deiner Website ganz oben in den Ergebnissen landen kannst.

Eine Ladezeit von max. 3 Sekunden ist hierbei optimal – dauert es noch länger, springen viele Besucher schon wieder ab.

In diesem Blogeintrag zeige ich dir, wie du mit einfachsten Mitteln die  Ladegeschwindigkeit deiner Website verbessern kannst.

Analyse

Bevor du dich gleich daran machst, in WordPress direkt etwas zu verändern, solltest du die Ladegeschwindigkeit deiner Website prüfen – z.b. über Pingdom Website Speed Test oder Google Pagespeed Insights (kostenlos).

Bei den Google Pagespeed Insights werden dir auch gleich Vorschläge dazu gemacht, wie du deine Seite schneller machen kannst. Gib hierzu einfach die Adresse deiner Website ein und schau, welche Punktzahl (von 0-100) deine Seite Mobil und in der Desktopversion erreicht. 100 ist hierbei die beste Punktzahl.

Im unteren Bereich werden die Empfehlungen vorgestellt, die das Laden verbessern können, z.B. „Bilder in modernen Formaten bereitstellen“. So weißt du erst einmal ,wo du stehst, und ob es direkt schon etwas gibt, was du relativ einfach beheben kannst.

PageSpeed1
PageSpeed2

Backup (Sicherungskopie) anlegen

Bevor du an deiner Website jetzt grundlegende Änderungen vornimmst, mach unbedingt erst einmal ein Backup vom Status Quo – hier findest du eine Anleitung dazu.

Caching Plugin einrichten

Mit einem Caching Plugin wird, wie der Name andeutet, ein Cache, also Zwischenspeicher deiner Website erstellt. Ruft ein Besucher deine Website auf, können die Daten aus diesem Zwischenspeicher wesentlich schneller aufgerufen werden, als wenn sich die Seite nochmal einzeln aus vielen kleinen Teilen zusammenladen muss (hier ein Bild, da eine Datenbankabfrage, da eine Schrift nachladen – ist alles schon vorher geschehen).

Kostenlose Caching Plugins sind z.B.: 

  • WP Optimize
  • WP Fastest Cache
  • W3 Total Cache

Ganz ganz wichtig: Bitte nur EIN Caching Plugin nutzen – sonst kommt es zu konflikten und unerwünschten Ergebnissen! 

Dass du ein Caching Plugin aktiviert hast, siehst du daran, dass. du ganz oben in der schwarzen Leiste in WordPress etwas mit „Cache löschen“ oder „Cache leeren“ finden kannst, z.B.: 

 

WP Optimize Cache leeren

Im Plugin selbst musst du meist die Caching Funktion erst noch mit einem Klick aktivieren. So sieht dies z B. in WP Optimize aus: 

WP Optimize Caching aktivieren

Bilder verkleinern

Ein großer Faktor für die Ladegeschwindigkeit deiner Website sind außerdem die Bilder.

Je größer sie sind (Dateigröße und entsprechend Abmessungen), desto mehr Daten müssen beim Laden von der Website zum Besucher übertragen werden. Hier werden schnell kostbare Sekunden verschwendet, ohne dass eine unglaublich gute Druckqualität überhaupt für den Computerbildschirm, geschweige denn für ein Handydisplay, benötigt wird.

Vor dem Hochladen solltest du die Bilder z.B. mit tinyPNG verkleinern. Falls dein Bild keinen transparenten Hintergrund benötigt (wie es bei einem Logo häufig der Fall ist) und du. esnachträglich nicht bearbeiten musst, ist das Format JPG besser geeignet als PNG.

In diesem Blogartikel findest du noch weitere Infos zum Bilder optimieren für deine Website.

Für WordPress gibt es außerdem viele gute Plugins, meist mit kostenlosen (abgespeckten) Versionen, die deine Bilder ebenfalls im Hintergrund verkleinern, z.B. EWWW Image Optimizer.

Falls du sehr viele Bilder verwendest und nicht. die Zeit und Muße hast, sie alle zu verkleinern, kannst du dich auf die Bilder konzentrieren, die direkt im oberen Bereich deiner Hauptseiten (Start, Über Mich, Angebote etc.) sichtbar sind. Im Rahmen des Verkleinerns kannst du den Bildern auch gleich sprechende Namen geben – das hilft nochmal bei der Suchmaschinenoptimierung

Dazu machst du dir am besten gleich den nächsten Tipp zunutze: 

Lazyload aktivieren

Lazyload – also „faules Laden“ – heißt es, wenn die einzelnen Seiten immer nur so weit geladen werden, wie gerade sichtbar ist. Öffnet jemand also z.B. die Startseite, ist nur der obere Bereich direkt geladen – alles weitere wird erst nachgeladen, wenn. der Besucher anfängt zu scrollen. 

Auch das kannst du mit dem kostenlosen Plugin EWWW Image Optimizer aktivieren – einfach mit einem Häkchen bei dieser Einstellung: 

EWWW Image Optimizer

Teste danach am besten einmal, ob deine Website noch überall fluffig geladen wird. Falls es zu Problemen kommt, deaktiviere die Option wieder. 

WordPress aufräumen

Halte dein WordPress sauber! Dazu gehört auch, dass du alle Plugins und Themes löschst, die nicht benötigt werden. Bei der Auswahl deines WordPress Theme solltest du zudem die Geschwindigkeit im Hinterkopf behalten – je mehr fancy Features es enthält, desto langsamer ist es meist auch insgesamt.

11 schnelle, kostenlose WordPress Themes sind Hello Elementor, Neve, Astra, Generate Press, Page Builder Framework, OceanWP, Zakra, Customify, Twenty Twenty, Responsive und Sydney (siehe ausführlichen Geschwindigkeitstest dazu hier).

WordPress speichert außerdem jede Überarbeitung deiner Seiten und Beiträge. Dies ist natürlich praktisch, wenn du aus Versehen etwas gelöscht hast, oder doch lieber zu einer älteren Version zurückkehren möchtest, allerdings kann dies bei hunderten von Revisionen die Datenbank ganz schön groß machen.  Ich empfehle dir, die Anzahl an Revisionen auf z.B. 5 oder 10 zu begrenzen.

Dies kannst du mit Plugins wie z.B. wp-revisions-control vornehmen.

WordPress Scripte kleiner machen

Zusätzlich zu den vorherigen Tipps können einige Plugins nochmal einen Geschwindigkeitsboost geben, in dem sie die Scripte kleiner machen.

Sie optimieren, komprimieren, fassen einige der WordPress Dateien zusammen, die dann schneller zusammen ausgeliefert werden können, als wenn für jede einzelne Mini Datei eine eigene Anfrage gestellt werden muss.

  • Autoptimize
    Es gibt viele Anleitungen zu den optimalen Einstellungen, die du durchprobieren kannst, falls du Zeit und Lust hast 😉 Ich habe mit den folgenden Einstellungen eine sehr gute Optimierung erreicht:

    • JavaScript-Code optimieren
    • JS-Dateien zusammenfügen
    • CSS-Code optimieren
    • CSS-Dateien zusammenfügen
    • CSS-Dateien zusammenfügen
    • HTML-Code optimieren
  • WP-Optimize – Clean, Compress, Cache – hiermit lassen sich auch die vorher erwähnten Revisionen bereinigen und insgesamt die Datenbank optimieren, Bilder und Code komprimieren (wie auch mit Autoptimize) und Caching aktivieren.

Einstellungen bei deinem Webhoster

Die Wahl deines Webhosters hat auch Auswirkungen auf die Geschwindigkeit deiner Website! Mein Favorit ist nach wie vor all-inkl.com* (affiliate link), die auch im ausführlichen Webhoster Test von blogmojo sehr gut abgeschnitten haben.

Mit drei weiteren Einstellungen für technisch Fortgeschrittene lässt sich die Geschwindigkeit deiner Website in der Regel noch weiter verbessern:

  • Komprimierung aktivieren. Hierzu gibt es verschiedene Anleitungen im Internet, in den meisten fügst du einen bestimmten Code in die .htaccess Datei auf deinem Webserver im Hauptverzeichnis ein, z.B.:
    <FilesMatch “\.(js|css|html|htm|php|xml)$”>
    SetOutputFilter DEFLATE
    AddOutputFilterByType DEFLATE text/html text/plain text/xml
    </FilesMatch>
    

    zum Glück brauchst du das nicht händisch zu machen, wenn du all-inkl als Webhoster nutzt – dort ist es schon aktiviert. Außerdem hat das Plugin WP Optimize mittlerweile auch eine Einstellung für die Gzip Komprimierung mit dabei – Häkchen setzen und gut ist! 🙂

  • PHP 7 oder 8 nutzen. Wenn du eine veraltete PHP Version nutzt, ist deine Website nicht nur unsicherer, sondern auch langsamer. Du kannst die Version in vielen Fällen bei deinem Webhoster direkt im Adminbereich umstellen (in diesem Blogartikel in Schritt 6 zeige ich dir das für all-inkl.com), oder du schreibst deinem Webhoster eine E-Mail.
  • HTTP/2 benutzen. Für das schnellere HTTP/2 musst du auf jeden Fall SSL Verschlüsselung für deine Website aktiviert haben. Ab Apache 2.4 wird HTTP/2 unterstützt. Welche Version bei deiner Website aktiv ist und wie dies umgeschaltet werden kann, ist wieder je nach Webhoster ganz unterschiedlich. Bei all-inkl.com ist ggf. eine E-Mail an den Support notwendig, falls bei dir noch eine ältere Version aktiv ist. Bei mir war alles auf dem neuesten Stand 🙂 Du kannst dies nachschauen, in dem du eine phpinfo Datei erstellst:
    Erzeuge eine neue, leere Textdatei und füge den folgenden Inhalt ein:

    <?php
    phpinfo();
    ?>

    Nenne die Datei z.B. info.php und lade sie dann auf deinen Webserver über FTP hoch. Wenn sie im Hauptverzeichnis ist, kannst du sie über www.deinDomainname.de/info.php einfach im Browser aufrufen und bekommst dann viele Infos über die Konfiguration deines Webservers angezeigt. Lösche die Datei danach am besten wieder, damit sie nicht von potentiellen Angreifern genutzt werden kann.
    Beispiel Inhalt php Info Seite:

phpInfo

Bonustipp: Rundum sorglos Plugin WP Rocket

Mit dem kostenpflichtigen Plugin WP Rocket* kannst du noch mehr Geschwindkeit herausholen als mit den kostenpflichtigen Varianten.

Es kombiniert alles, was wichtig ist – Caching, Komprimieren von Dateien und Bildern, Lazyload – und bietet großartigen Support an, wenn mal etwas nicht so funktioniert wie gewünscht. 

Ich hoffe, dass du hier den ein oder anderen Tipp umsetzen und die Ladegeschwindigkeit deiner Website etwas erhöhen konntest. Falls ich dir dabei helfen kann, dass deine Seite schneller lädt, schau dir gern meine Supportpakete an. 

Schreibe mir gern, wie sich die Geschwindigkeit vor und nach dem Umsetzen der Tipps verändert hat! 

WordPress Einführung: 8 erste Schritte mit WordPress

WordPress Einführung: 8 erste Schritte mit WordPress

Wenn du das erste Mal mit WordPress zu tun hast, kann der ganze Funktionsumfang ganz schön erschlagend sein. 

Damit du dich besser zurecht findest, stelle ich dir hier 8 einfache Schritten vor, die dich mit WordPress vertrauter machen. 

Im Dashboard anmelden

Es gibt bei einer WordPress Webseite zwei Hauptbereiche – die eigentliche Website, die man als Besucher sieht (auch „Frontend“ genannt) und das „Backend“, offiziell „Dashboard“ genannt.

Das Dashboard ist der Verwaltungsbereich, in dem man alle Einstellungen vornehmen und Inhalte erstellen kann. Das Dashboard selbst ist für Besucher nicht sichtbar.

In diesem Dashboard kannst du z.B.:

  • Seiten erstellen
  • Blogbeiträge schreiben
  • Mediendateien hochladen und verwalten (Bilder, Videos, MP3s)
  • Benutzer anlegen
  • Funktionalitäten (Plugins) installieren und konfigurieren
  • ein Design (Theme) für deine Seite auswählen
  • das Menü erstellen und anpassen

und vieles mehr.

Wenn deine Internetseite https://www.meineseite.de lautet, ist das Backend von WordPress fast immer über https://www.meineseite.de/wp-admin und https://www.meineseite.de/wp-login erreichbar und fragt dich nach Benutzernamen und Passwort.

Beispiel vom Backend einer WordPress Seite:

 

WordPress Dashboard
Auf der linken Seite findest du alle Menüpunkte, die dich zu den jeweiligen Funktionen bringen (Beiträge, Medien, Seiten, etc.). Im Hauptbereich rechts stehen verschiedene Informationen zu den von dir installierten Funktionalitäten und direkte Links zu möglichen nächsten Schritten.

Seiten bearbeiten und erstellen im Dashboard

 

Klickst du im Dashboard auf der linken Seite auf Seiten Alle Seiten wird dir eine Übersicht der vorhandenen Seiten angezeigt:

Alle Seiten Übersicht

Seite bearbeiten

Wenn du mit der Maus über einen der Seitennamen gehst, erscheinen kleine Menüpunkte unter dem Seitennamen – Bearbeiten, QuickEdit, Papierkorb und Anschauen. Klicke auf Bearbeiten, um die Seite im Bearbeitungsmodus aufzurufen.

Die Seite öffnet sich dann mit dem Block Editor, mit dem du deine Inhalte – wie der Name schon sagt –  in Blöcken hinzufügen kannst. 

Über das Pluszeichen wird dir ein Auswahlfenster angezeigt, worüber du dann aussuchen kannst, ob du als nächstes auf der Seite Text (Absatz), ein Bild, eine Überschrift etc. einfügen möchtest. 

Block Editor in WordPress

Falls du den Classic Editor installiert hast, der mittlerweile (leider) standardmäßig vom Block Editor abgelöst wurde, sieht die Seite im Bearbeitungsmodus ungefähr so aus:

Classic Editor in WordPress
Hier kannst du wie in einem gewöhnlichen Texteditor, z.B. Word, den Text einfügen und bearbeiten.

Wenn du das Divi Theme oder einen anderen Editor wie z.B. den Elementor Website Builder installiert hast, sieht der Editor anders aus. Wie du mit dem Divi Builder deine Inhalte bearbeiten kannst, zeige ich dir in diesem Blogbeitrag

Neue Seite erstellen

Eine neue Seite erstellst du in der Seitenübersicht (Seiten Alle Seiten) über den Button Erstellen ganz oben neben dem Text Seiten. 

Seite in WordPress erstellen

Seiten ins Menü einfügen

Das Menü deiner Webseite bearbeitest du über Design Menüs. Zuallererst ist noch gar kein Menü erstellt. Du kannst dein erstes Menü erstellen und jederzeit von der linken Seite aus weitere Unterseiten, Blogbeiträge, individuelle Links und Kategorien hinzufügen:

Menü erstellen in WordPress

Nachdem du das Menü erstellt hast, musst du in deinem Theme (Design) noch angeben, dass dies von nun an das Hauptmenü auf deiner Webseite sein soll. Wie genau dies funktioniert, ist leider je nach Theme unterschiedlich. Im Normalfall geht es aber so:

1.) Klicke auf Design Customizer

2.) Suche einen Punkt „Menüs“ oder „Menu

Theme Customizer

3.) Wähle dein vorher erstelltes Menü als Hauptmenü (auch dieser Dialog kann je nach gewähltem Theme anders aussehen):

Menü wählen

4.) Klicke auf den blauen Veröffentlichen Button, damit deine Änderungen übernommen werden.

Dein Website-Fahrplan für den Überblick

Der Fahrplan zeigt dir mit welchen Schritten und in welcher Reihenfolge du deine Business-Website mit WordPress erstellst.

  • inklusive Checkliste
  • inklusive häufig gestellter Fragen & Antworten zum Website-Start

Texte direkt auf der Webseite bearbeiten

Wenn du dich im Dashboard angemeldet hast (siehe Schritt 1 – Anmelden) kannst du oben links mit der Maus über das Häuschen gehen und im Untermenü den Punkt Zur Webseite aufrufen.

 

Zur-Webseite

Gehe dann auf deiner Webseite einfach auf die Seite, die du bearbeiten möchtest und klicke oben im Menü auf Seite bearbeiten, um wieder in den Text Editor zu gelangen.

Seite-bearbeiten

Nutzt du das Divi Theme oder einen anderen Editor, ist dies ggf. wieder anders – ich zeige dir in diesem Blogartikel, wie es mit Divi geht. 

Wenn du mit deinen Änderungen fertig bist und mit dem blauen Aktualisieren Button (rechts) gespeichert hast, kannst du auf den Permalink direkt unter dem Seitentitel klicken, um wieder zur vorherigen Seite zurückzukommen.

Permalink im Editor

Bilder hochladen

Ohne Bilder sind auch die besten Texte nach einer Weile ziemlich langweilig. Um also mehr Pepp und Auflockerung in deine Texte zu bringen, öffnest du die Seite wieder im Bearbeitungsmodus wie in Schritt 2 oder Schritt 4 beschrieben.

Im Classic Editor klickst du zum Bilder hochladen ganz einfach auf den Button Dateien hinzufügen. 

Dateien hinzufügen

Damit öffnet sich ein neues Fenster und die bereits hochgeladenen Dateien aus deiner Mediathek werden dir angezeigt. Wechsle hier zu Dateien hochladen und wähle eine Datei von deinem Computer aus.

Dateien hochladen

Nach dem Hochladen klickst du auf den Button In die Seite einfügen. Bilder können in verschiedenen Größen eingefügt werden und z.B. links- oder rechtsbündig ausgerichtet werden, um den Text zu umfließen.

Die ganze Mediathek kannst du verwalten, in dem du im Backendbereich auf Medien -> Medienübersicht klickst.

Mediathek

Design auswählen

Womit sich bei WordPress mit Abstand am meisten Zeit vertrödeln lässt, ist die Wahl des Designs (Theme).
Ein Design bestimmt das Aussehen deiner Seite – wie Elemente angeordnet sind, welche Farben und Schriftarten verwendet werden, aber auch welche Elemente überhaupt auf der Seite vorhanden sind.
Mit den identischen Inhalten kann eine frisch installierte WordPress Seite z.B. so aussehen:

Du findest bei einer frischen WordPress Installation eine kleine Auswahl an vorinstallierten kostenlosen Themes, zwischen denen du hin- und herswitchen kannst.

Gehe dazu im Backend auf Design Themes und klicke auf das von die gewünschte Theme, und dann auf den Aktivieren Button. Beim Aufruf deiner Webseite siehst du dann direkt die Änderungen.
Theme Vorschau
Jedes Theme lässt sich auch noch weiter über den Customizer anpassen; häufig kann man hiermit das Banner, ein Logo, ein Headerbild etc. einstellen.
Viele Themes bringen zudem großartige Demo Inhalte mit, die du per Klick einfach nachinstallieren kannst. Die Demoinhalte zeigen dir nochmal genau, welche Sachen du wie mit dem Theme einstellen kannst.
Großartige kostenlose Themes sind z.B. Hello (Elementor), Astra oder Ocean WP.
Ansonsten arbeite ich mittlerweile nur noch mit dem Divi Theme, welches sehr einfach zu bedienen ist und wirklich keine Wünsche offen lässt.

 

Plugins installieren

Um WordPress von den Funktionen her zu erweitern, kannst. duals nächstes noch sogenannte Plugins installieren. Es gibt z.B. Plugins für ein Cookie Banner, für einen Online Kurs auf deiner Seite, für ein schnelleres Laden deiner Website und vieles mehr.

Eine ausführliche Anleitung mit meinen besten kostenlosen Pluginempfehlungen findest du in diesem Blogartikel.

Blog einrichten

Die beste Möglichkeit, um über Suchmaschinen gefunden zu werden UND das Vertrauen deiner BesucherInnen zu gewinnen ist ein Blog mit regelmäßigen Beiträgen über dich und deine Arbeit.

Um Blogbeiträge zu erstellen gehst du ganz ähnlich wie bei den Seiten vor. Allerdings musst du im Dashboard auf den Bereich Beiträge statt Seiten klicken. Am besten richtest du vorher auch Kategorien für deinen Blog ein, damit sich deine Beiträge besser einteilen und filtern lassen.

Wie genau du den Blog einrichtest und im Menü verlinkst zeige ich dir in diesem Beitrag.

WordPress Einführungsvideo

In diesem Video zeige ich dir das WordPress Dashboard und seine Funktionen:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die besten kostenlosen WordPress Plugins

Die besten kostenlosen WordPress Plugins

WordPress selbst bietet dir natürlich schon einige wichtige Features an – du kannst Texte und Bilder veröffentlichen, Kommentare schreiben und mit Themes das Design deiner Website anpassen.

Alle weiteren Funktionen – wie z.B. einen Newsletter, eine Cookie Abfrage, Sicherungsmöglichkeiten und vieles mehr – fügst du über sogenannte Plugins hinzu.

Ich bin generell ein Fan davon, nur so wenige Plugins wie nötig zu installieren. Weniger Plugins zu haben erhöht die Sicherheit (weniger Angriffsfläche) und Performance deines WordPress und hilft natürlich auch dabei, es übersichtlicher zu halten. Trotzdem gibt es wirklich hilfreiche Plugins, von denen ich dir hier meine kostenlosen Favoriten vorstellen möchte.

Neben den besten Plugins zeige ich dir in diesem Blogartikel auch, wie du Plugins überhaupt installierst und worauf du vor der Installation achten solltest.


 

Die folgenden Plugins kann ich dir sehr empfehlen und die meisten davon nutze ich selbst:

Elementor Pagebuilder zum Bearbeiten deiner Seiten

(Disclaimer: Nur benutzen, falls dein Theme keinen eigenen Pagebuilder mitbringt)

Elementor ist ein Pagebuilder in WordPress – und was für einer!
Mit ihm lassen sich selbst in der kostenlosen Version schon richtig großartige Seiten erstellen und zwar viel einfacher und schöner als mit dem vorinstallierten Block Editor von WordPress selbst.

Die Pro Version bietet für rund 50€/Jahr noch so viele extra Funktionen, dass alle Wünsche erfüllt werden. Du kannst z.B. vorgefertigte Layouts für ganze Seiten (z.B. eine „Über Mich“ Seite) importieren und musst dann auf der Seite nur noch deinen Text und deine Bilder einfügen.

Alle Elemente – Textblöcke, Bilder, Buttons, Newsletteranmeldungen und vieles mehr – lassen sich ganz einfach per Drag & Drop auf die Seite ziehen und vom Inhalt & Style her anpassen.

Einziger Nachteil (aller Pagebuilder) ist, dass es die Seite langsamer machen kann, wenn man exzessiv alles Mögliche an Features (aus)nutzt.

 

Fast alle WordPress Themes unterstützen Elementor (einige kostenpflichtige Themes kommen nur mit anderen Pagebuildern klar).

Auf die Website lassen sich einzelne Blöcke – Elemente (daher der Name) – per Drag & Drop hinzufügen, z.B. Überschriften, Text, Bilder, Buttons etc:

Die Inhalte der einzelnen Elemente lassen sich dann weiter bearbeiten und stylen:

Falls du also noch am Anfang stehst mit deiner Website oder noch gar keine Website hast, behalte Elementor auf jeden Fall im Hinterkopf und probier ihn doch mal aus!

Statify – für (minimalistische) datenschutzkonforme Besucherstatistiken

Wenn du umfangreiche Statistiken erfassen möchtest, ist das immer ein Fall für die „Datenschutzpolizei“.
Mit dem meistgenutzten Tool Google Analytics kann ziemlich viel gemessen werden – auf welchen Unterseiten der Besucher wie lange verweilt, von wo er kommt, mit welchem Gerät er unterwegs ist etc. – und vielen ist das zu viel (außerdem wird gerade heiß diskutiert, ob Google Analytics in Europa überhaupt noch legal genutzt werden darf – vermutlich eher nicht).

Mit dem kostenlosen Plugin Statify dagegen kannst du direkt in deinem WordPress Dashboard zumindest einmal grob sehen, wie viele Besucher du so hattest, welche Seiten sie bei dir aufgerufen haben (/ steht dabei für die Startseite) und von welchen Seiten (Quellen) sie zu dir gekommen sind.

Da Statify rein gar nichts an persönlichen Daten speichert, muss es auch nicht in der Datenschutzerklärung oder im Cookie Plugin erwähnt werden – sehr praktisch!
Ich nutze es für eine kurze Übersicht auch zusätztlich zu Google Analytics. Noch ein weiterer Vorteil: Bei Google Analytics werden nur die Besucher gezählt, die auch bei deinem Cookie Banner alle Statistik-Cookies akzeptiert haben. Bei Statify dagegen werden tatsächlich alle Besucher gezählt. Die große Schwester des Plugins – Statify – Extended Evaluation – fügt im WordPress Dashboard noch einen Menüpunt hinzu, unter dem du die Besucherstatistiken etwas ausführlicher (trotzdem noch recht minimalistisch) analysieren kannst.

EWWW Image Optimizer zum Verkleinern deiner Bilder

Dieses Plugin komprimiert deine hochgeladenen Bilder, damit sie weniger Speicherplatz wegnehmen und schneller geladen werden können.
Zum Komprimieren kannst du die Massenoptimierung über die Mediathek aufrufen:

Außerdem bietet das kostenlose Plugin eine Lazy Load Option – damit wird immer nur der Bereich deiner Website geladen, zu dem der Besucher gerade scrollt. Ein super Speed Booster!
Ich könnte noch viel mehr grandiose Features aufzählen – automatisches Skalieren auf eine bestimmte Maximalgröße, WebP Konvertierung (ein noch komprimierteres Bildformat), Entfernung von Metadaten, … – auf jeden Fall lohnt es sich, das Plugin zu nutzen, wenn du kein anderes Plugin zur Bildoptimierung einsetzt.
Hier die optimalen Einstellungen für maximale Verbesserung der Ladegeschwindigkeit deiner Website:


Kennst du den EWWW Image Optimizer schon, oder nutzt du etwas anderes zur Bildoptimierung? Weißt du, wie man das Plugin ausspricht? 😉

Broken Link Checker – funktionieren alle deine Links noch?

Mit dem Plugin „Broken Link Checker“ kannst du auf deiner Website ganz automatisch prüfen, ob Links zu internen oder externen Seiten nicht mehr funktionieren.

Es ist kostenlos und lässt sich so einstellen, dass deine ganze Website regelmäßig abgesucht wird (Standard: alle 72 Stunden und sobald ein neuer Link von dir auf einer Seite oder in einem Blogartikel eingetragen wird).

Du erhältst eine Benachrichtigung, falls etwas nicht mehr stimmt und kannst die Links direkt reparieren.

Denn kaputte Links sind nicht nur für deine Besucher ärgerlich – sie werden auch von Suchmaschinen abgestraft!

RankMath – damit deine Website besser bei Google gefunden wird

Mit RankMath kannst damit umfangreiche SEO Einstellungen für deine Website vornehmen, für jede Unterseite den „Schnipsel“ anpassen, mit dem sie in den Suchergebnissen (z.B. bei Google) angezeigt wird, und dir für Blogartikel zahlreiche Hilfestellungen anzeigen lassen – Textlänge, Beschreibungen für Bilder, Keywords und vieles mehr.

Hier mal ein Beispiel für einen Blogartikel mit Verbesserungsvorschlägen von RankMath:


Einzelne Unterseiten lassen sich auch von Suchmaschinen ausschließen, ohne dass du sie löschen musst (falls z.B. dein Impressum oder deine Newsletter „Danke für die Anmeldung“ Seite nicht unbedingt in Google erscheinen soll).

Die Pro Version bietet für rund 60€/Jahr (Stand März 2022) noch weitere Features wie z.B. die Überwachung von 500 Suchbegriffen für deine Website. Du kannst damit dann sehen, auf welcher Position deine Website für diesen Suchbegriff gelistet wird.

Falls du noch kein SEO Plugin verwendest, kann ich dir RankMath wärmstens empfehlen, auch schon in der kostenlosen Version!

Shariff Wrapper – zum Teilen deiner Blogartikel (und Seiten) auf Social Media

Normalerweise übertragen die Social-Media-Teilen-Buttons schon beim Aufrufen des Blogartikels Daten von dir (Nutzerverhalten) an die sozialen Netze. Shariff macht dies allerdings erst, wenn du aktiv auf den Teilen Button klickst.

Mit praktischen „Shortcodes“ (kleinen Textschnipseln) kannst du das Plugin auch nur unter einzelne Blogartikel einbauen, falls es nicht überall erscheinen soll.

Autoptimize – damit deine Website schneller geladen wird

Mit Autoptimize kannst du die Ladegeschwindigkeit deiner Website kostenlos verbessern.

Nur wenige Klicks machen schon einen merkbaren Unterschied aus.
Wenn du dir bei der Konfiguration nicht sicher bist, setze einfach die Haken bei:
* JavaScript-Code optimieren
* CSS-Code optimieren
* HTML-Code optimieren

Falls du kein anderes Plugin für LazyLoad verwendest, schalte im Reiter „Bilder“ auch den Punkt „Bilder verzögert laden“ an.

Am besten misst du mit den Google Page Speed Insights deine Ladegeschwindigkeit vor und nach der Optimierung und erfreust dich hoffentlich an einer schnelleren Website!

Mailpoet – für unkomplizierten Newsletterversand direkt aus dem WordPress Dashboard

Es ist blitzschnell direkt in WordPress integriert – du musst dich also nicht extra bei einem anderen Anbieter einloggen – und ganz einfach zu bedienen.

Bis zu 1000 Abonnenten zahlst du gar nichts, kannst dafür aber Grundfunktionen nutzen:

* Newsletter aus Vorlagen oder ganz neu per Drag & Drop erstellen
* Willkommenssequenzen (ab März 2022 leider nur noch in der Bezahlversion ab 8$/Monat nutzbar):

* automatisch neueste Blogbeiträge einfügen
* Analyse (wie viele haben den Newsletter geöffnet, wie viele haben geklickt und auf welche Links)
* Double Opt In
* eigene Anmeldeseiten, Dankeseiten, 
* wer die Mails nie öffnet wird automatisch nach einiger Zeit auf inaktiv gesetzt


Vorlagen für einen neuen Newsletter

In den Einstellungen lässt sich auch die Bestätigungsmail anpassen:


Falls du mit einem Newsletter starten möchtest und dich die großen, teuren Anbieter eher abschrecken, dann versuch es doch mal mit MailPoet! 🙂

404 Seite – Wenn ein Link nicht mehr funktioniert

Wenn ein Besucher einen abgelaufenen / fehlerhaften Link auf deiner Website aufruft, wird ihm eine Fehlerseite angezeigt. Standardmäßig ist die nicht besonders hübsch oder hilfreich, es steht dann dort:

Keine Ergebnisse gefunden
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Um den Text anzupassen und z.B. Links zu deinen wichtigsten Seiten anzubieten, damit Benutzer eher auf deiner Seite bleiben statt abzuwandern, kannst du das kostenlose Plugin „404 Page“ verwenden.

Schreib doch vielleicht etwas Witziges oder etwas, was deine Besucher neugierig macht, füge ein lustiges Bild von dir hinzu, einen Link zur Startseite und vielleicht zu deinen Blogartikeln und schon ist es gefühlt viel weniger schlimm, wenn man einen Link angeklickt oder eingegeben hat, der nicht funktioniert.

Hier mal 3 nette Beispiele von 404 Seiten:

airbnb.com:

xing.com:

rankingcoach.de:

Und, hat dich das auf eine gute Idee für deine eigene 404 Fehlerseite gebracht? 🙂

UpdraftPlus – für regelmäßige Sicherungskopien

Das Plugin UpdraftPlus ist hierfür bestens geeignet – du suchst dir aus, wie häufig Dateien und Datenbank gespeichert werden sollen und wohin genau und schon übernimmt es automatisch deine Sicherungen.
Im Notfall schreibst du einfach eine Sicherungskopie zurück und alles ist wieder gut!

Hier findest du hierzu eine ausführliche Anleitung inkl. Video zur Einrichtung.

WP SMTP – damit deine E-Mail nicht verloren gehen

E-Mails, die von deinem WordPress aus verschickt werden – z.B. über ein Kontaktformular, Benutzerregistrierung, Shop Verkauf etc. – werden standardmäßig von einer Funktion (PHP Mail) auf dem System deines Hostinganbieters verschickt.

Dies ist in vielen Fällen nicht korrekt konfiguriert, sodass E-Mails häufig im Spam Ordner landen oder gar nicht erst zugestellt werden können. Wenn du die Zuverlässigkeit der Mailzustellung erhöhen möchtest, kannst du das kostenlose Plugin WP Mail SMTP einrichten.

Du gibst hier einfach die E-Mail Zugangsdaten deiner Mailadresse ein (das ist sehr gut dokumentiert, ein Einrichtungsassistent unterstützt bei der Einrichtung) und schon werden die Mails aus WordPress heraus immer korrekt authentifiziert. Und du hast eine Sorge weniger 🙂

Viele der genannten Plugins bieten auch jeweils eine kostenpflichtige Version mit erweiterter Funktionalität an. In den meisten Fällen reichen die kostenlosen Varianten völlig aus.

Ein sehr wichtiges – kostenpflichtiges – Plugin ist eins für dein Cookie Banner. Da hier kein einfacher Hinweis „Ich nutze Cookies und wenn du auf der Seite bleibst, gehe ich von deinem Einverständnis aus“ erlaubt ist, empfehle ich dir auf jeden Fall in Borlabs Cookies oder in DSGVO Pixelmate (beide je 39€) zu investieren.

Wie installiere ich ein Plugin?

Kostenlose Plugins findest du direkt über die Suchfunktion auf der Plugins Seite in deinem WordPress Backend (Plugins -> Installieren). Hast du das gewünschte Plugin gefunden, klickst du erst auf Jetzt Installieren, danach auf Aktivieren.

Schau dir hier in einem kurzen Video an, wie du den Elementor Website Builder installieren kannst:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kostenpflichtige Plugins musst du dir in der Regel auf der Herstellerseite herunterladen oder du bekommst sie per E-Mail zugeschickt. Die gespeicherte Datei kannst du dann über den Plugin hochladen Button hochladen und installieren. 

Worauf sollte ich bei Plugins achten?

 

Auf der Plugin Seite werden dir für jedes Plugin wichtige Informationen angezeigt:

  1. Ist das Plugin überhaupt mit deiner WordPress Version kompatibel?
  2. Wann wurde es zuletzt aktualisiert? Ist dies schon lange her, wird es vielleicht gar nicht weiterentwickelt, was sowohl vom Sicherheitsaspekt her schlecht ist, als auch bedeutet, dass entdeckte Bugs (Fehler) vermutlich nicht mehr behoben werden.
  3. Wie oft ist das Plugin im Einsatz (und wie gut wird es bewertet)? Ist es häufig installiert, kannst du davon ausgehen, dass es gut ist.

Hast du noch weitere Tipps für richtig gute, kostenlose Plugins? Dann lass mir gerne einen Kommentar da!

Wie deine Website besser gefunden wird – die wichtigsten Schritte zur Suchmaschinenoptimierung

Wie deine Website besser gefunden wird – die wichtigsten Schritte zur Suchmaschinenoptimierung

Mit klopfendem Herzen und schweißnassen Händen sitzt du vor deinem Computer und drückst den Veröffentlichen Knopf.
Am nächsten Morgen erwartest du voller Vorfreude die ersten 50 Buchungen für dein Coaching und mindestens 20 Kommentare unter deinem ersten Blogartikel. Stattdessen liegt in deinem E-Mail Postfach nur eine Spam E-Mail und eine E-Mail deiner Mutter.
Tja, was ist da passiert? Warum wird dein Angebot, dein Blogartikel, deine Website nicht gefunden?
Geh mit mir die folgenden Schritte durch und ich zeige dir die wichtigsten Stellschrauben – sowohl technisch als auch inhaltlich – , um das zu ändern. Gleich vorweg: Du darfst hierbei geduldig sein, denn die Änderungen werden selten sofort Ergebnisse bringen. Suchmaschineoptimierung ist vielmehr ein Marathon, kein Sprint. Dafür wird es dir auch langfristig helfen, mehr Besucher auf deine Seite einzuladen – im Gegensatz zu Social Media, wo deine Beiträge schon nach kurzer Zeit im Nirwana verpuffen. Ah – noch ganz kurz vorweg. SEO steht für search engine optimization, also der englische Begriff für die Suchmaschinenoptimierung. Und Keyword bezeichnet einfach nur den Suchbegriff. Wenn du bei Google eintippst „Burnout Coach finden“ dann ist das ein Keyword (welches aus 3 Worten besteht). Indexieren in Bezug auf Google bedeutet nichts anderes als das Google dich in sein virtuelles Karteikartensystem aufgenommen hat und finden kann.
Alles klar? Dann mal los:

Analyse – Wo stehe ich überhaupt?

Bevor du dich wie wild in irgendwelche Maßnahmen stürzt, solltest du prüfen, wo genau du mit deiner Website stehst:

Ist meine Website bei Google zu finden?

Geh hierfür zur Google Suchseite und gib in das Suchfeld site:deinedomain ein, also z.B. site:stefaniemotiwal.de
Du wirst dann sehen, ob deine Seite erscheint, welche Unterseiten sich (unter anderem) im Index befinden und welche Vorschau der Suchende angezeigt bekommt:

Ist das abgehakt? Super, dann geht es weiter. Falls nicht, schau im übernächsten Schritt (Falls deine Website nicht bei Google ist) nach.

Werde ich für ein bestimmtes Suchwort schon gefunden?

Ob deine Website für ein bestimmtes Suchwort unter den ersten 100 Ergebnissen bei Google gefunden wird kannst du auf derdigitaleunternehmer im Google Ranking Check kostenlos testen:

Falls deine Website nicht bei Google ist: Hast du WordPress „richtig“ eingestellt?

In deinem WordPress Dashboard musst du unter Einstellungen -> Allgemein unbedingt den Haken entfernen „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“. Ich erwähne das nochmal explizit hier, weil es wirklich häufig vergessen wird. Während die Website über Tage, Wochen oder Monate erstellt wird, erinnerst du dich mit der Zeit nicht mehr daran, dass du dies zu Beginn vielleicht eingestellt hast – oder jemand anderes, wenn du die Seite nicht selbst eingerichtet hast. Schau also hier zunächst nach, ob die Einstellung korrekt ist und passe sie ggf. an.

Website mit der Google Search Console verbinden

Die Google Search Console ist ein klasse Tool, um deine Website mit Google zu verheiraten. Du kannst hierbei unter anderem sehen:

  • wie viele Besucher deine Website hat
  • von welcher Seite aus sie kommen
  • unter welchem Suchbegriff sie dich gefunden haben
  • ob deine Website Fehler aufweist (ob z.B. in der mobilen Version Buttons nicht angeklickt werden können)

Eine Anleitung zur Einrichtung der Google Search Console findest du z.B. bei Hubspot (externer Link), ich kann dich dabei auch gern unterstützen.

Ladegeschwindigkeit optimieren

Wie schnell deine Website geladen wird ist super wichtig für deine Position bei Google. Einerseits, weil Google selbst deine Website höher rankt, wenn deine Website schnell lädt und andererseits, weil Besucher einfach wieder abspringen, wenn sie länger als ein paar Sekunden auf das Ergebnis warten müssen (abspringende Besucher geben Google dann wiederum das Signal, dass die Seite nicht so gut war). Ideal wäre es, wenn deine Website in unter 2 Sekunden geladen wird.
Neben optimierenden Plugins (Autoptimize, Ewww Image Optimizer, a3 Lazy Load, … ) kannst du für schnellere Ladezeiten schon vor dem Hochladen der Fotos jpg statt png Bilder verwenden (wenn keine transparenten Hintergründe notwendig sind) und deine Bilder über tinypng (kostenlos) verkleinern. Schau dir auch meinen Blogartikel „5 Tipps, um deine Website schneller zu machen“ für weitere Tipps an.

SSL Zertifikat einrichten

Deine Website sollte verschlüsselt sein, d.h. ein gültiges SSL Zertifikat besitzen – zu sehen am Schloßsymbol neben deiner Webadresse.

In dieser Anleitung beschreibe ich, wie du das SSL Zertifikat einrichten kannst.

RankMath nutzen

Das kostenlose WordPress Plugin RankMath hilft bei der Optimierung von Keywords für Blogartikel und Seiten und gibt zugleich noch Tipps zur Verbesserung der Lesbarkeit:

Du kannst mit diesen Plugins auch den Text („Snippet“) bearbeiten, der bei Google als Suchergebnis für deine Seite angezeigt wird:

Außerdem bietet das Plugin zahlreiche Einstellungen zu deiner Website – welche Bereiche überhaupt in die Suchmaschine aufgenommen werden sollen, wie genau die Ergebnisse angezeigt werden sollen, du kannst hiermit Weiterleitungen einrichten, deine Keywords überwachen (limitiert in der kostenlosen Version) und vieles mehr:


Eine ausführliche RankMath Anleitung findest du demnächst auf meinem Blog.

Tipps fürs Optimieren des Snippets:

Wenn du dein Snippet für Blogartikel und Seiten nicht händisch optimierst, nimmt Google einfach irgendwas aus deinem Text. Das regt leider oft nicht dazu an, auch wirklich auf den Link zu klicken.

RankMath - Snippet bearbeiten

Wenn du den Snippet optimierst, achte auf Folgendes:

  • Halte dich wenn irgendwie möglich an die Zeichenvorgaben (der Rest wird sonst abgeschnitten)
  • Die Überschriften sollten möglichst kurz, prägnant und aussagekräftig sein und am besten das Hauptkeyword enthalten
  • Das Snippet sollte zum Klicken animieren und nicht einfach nur ein „langweiliger“ Titel sein (z.B. eher „Lerne mit 5 konkreten Tipps, wie du mehr Fische fängst – www.angelseite.de“ statt „Angeln, Fischen, Tipps, Angelrouten)
  • Zahlen funktionieren sehr gut (z.B. x Tipps / Fehler / Mythen, …)
  • Die Worte einfach, schnell, überraschend, verblüffend, ultimativ, effektiv, neu … sollen scheinbar auch zum Klicken animieren

Je ansprechender du hier den Titel und Vorschautext gestaltest, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Seite auch angeklickt wird. Schau auch ruhig nach Snippets der Konkurrenz und wie du dich von ihnen abheben könntest.

Eintrag bei Google My Business erstellen

Gerade für kleine Unternehmen kann es ein großer Boost sein, wenn du dir bei Google My Business einen kostenlosen Account erstellst. Du wirst dann automatisch bei Menschen in deiner Umgebung angezeigt, wenn sie nach deinem Beruf / Namen / Angebot googeln (bei mir z.B. wenn jemand aus der Nähe „WordPress Support“ sucht).

google my business

Schreib für Menschen, nicht für Google

Dieser Punkt wird immer wichtiger, da Google auch immer intelligenter arbeitet. Optimiere deine Seite für den Besucher, nicht (nur) für die Suchmaschine! Das heißt konkret, dass du gute Lesbarkeit und Mehrwert bieten solltest. Je mehr Menschen dein Suchergebnis anklicken, desto besser wird deine Seite – für dieses Suchergebnis – eingestuft und erscheint somit höher im Ranking.

Auch das sogenannte Nutzerverhalten ist sehr wichtig: Halte die Besucher durch interessanten, passenden Inhalt möglichst lange auf deiner Seite. Kommen sehr sehr viele Besucher auf deine Website, springen dann aber sofort wieder ab, kann dies sogar eher schlecht für dein Ranking sein.

Als Grundregel ist es wichtig, dass du die Suchenden, die ein Problem haben, welches du lösen kannst:

  • durch eine ansprechende Suchergebnisvorschau (Snippet) auf deine Seite lockst und dann
  • möglichst lange – durch ansprechende Inhalte – bei dir behältst.

Hat man dabei früher noch zwanghaft versucht, das Suchwort möglichst oft in den Text reinzuzwängen, gilt heute, dass man einfach ganz natürlich schreiben soll.

Basics für die Text- und Bildoptimierung

Nutze nur einzigartige Texte, kopiere nichts von anderen Seiten. Verwende viele Links, besonders innerhalb deiner Website, um z.B. auch in deinen Blogartikeln auf weiterführende Seiten und Artikel von dir zu verweisen. Von jeder deiner Seiten soll aber auch ein Link zu einer anderen Seite gehen (nicht nur über das Menü), bis alle Seiten hierdurch abgedeckt sind. Das macht es Google einfacher, deine gesamte Website zu indexieren.

Noch ein paar Grundregeln für deine Text- und Bildoptimierung:

  • Verstecke wichtige Inhalte (z.B. Titel, Überschriften) nicht in Bildern – diese können nicht durchsucht werden. Wenn du unbedingt ein Bild an einer wichtigen Stelle nutzen musst, binde den Text über das Attribut Alternativtext ein
  • Nicht nur die Blogartikel, sondern auch alle einzelnen Seiten der Website sollten optimiert werden. Hier gilt als Faustregel: Ein Hauptkeyword pro Seite, auf die man die ganze Seite dann optimieren kann. Das Hauptkeyword kommt in den Titel und verwandte Keywords auch gern in weitere Überschriften auf der Seite, wenn dies passt.
  • Jede deiner Seiten und Unterseiten kann für ein Keyword optimiert und dadurch besser gefunden werden. OnePager bieten somit viel weniger „Optimierungsfläche“ als eine Standard Website und sind daher aus SEO Sicht nicht unbedingt zu empfehlen. Am besten für die Auffindbarkeit ist eine Website mit mehreren Unterseiten und ein Blog, auf dem regelmäßig Keyword optimierte Artikel erscheinen.
  • Die URLs, also das, was du in der Adresszeile des Browsers lesen kannst, sollte auf all deinen Seiten und Unterseiten lesbar und nicht kryptisch sein – z.B. www.deineadresse.de/tomaten-pflegen statt www.deineadresse.de/article.php?id=5234.
    Bei WordPress musst du hierzu zum Glück nur einmal die Einstellungen anpassen (Einstellungen -> Permalinks: Beitragsname) und du kannst diesen sogenannten Permalink für jede Seite und jeden Artikel aber nochmal händisch nachbearbeiten.
    permalink bearbeiten
    Falls du diese Einstellung nachträglich bearbeitest, musst du unbedingt eine Weiterleitung von der alten zur neuen Adresse einrichten, damit die Besucher nicht auf einer Fehlerseite landen.

Blog / Podcast / Videos mit Mehrwert anbieten

Generell hast du eine sehr gute Chance, wesentlich mehr Besucher auf deine Seite zu locken, wenn du einen Blog betreibst. Jeder einzelne Blogartikel bietet nämlich die Möglichkeit, viele wichtige Begriffe und Fragestellungen, nach die der Besucher sucht, unterzubringen. Auch ein Podcast und Youtube Videos sind generell dafür geeignet, wenn du sie als Blogartikel mit etwas Text dazu (oder sogar dem Script) veröffentlichst.

Keywordsuche – eine kleine Einführung

Deine Erwartungen sollten bei der ganzen Suchmaschinenoptimierung optimistisch bleiben – dass du beim Suchbegriff „Coaching“ bei Google auf Seite 1 landest ist so gut wie unmöglich.  Daher zeige ich dir hier ganz kurz, wie du für eine sinnvolle Keywordsuche vorgehen kannst. Ganz viel Insiderwissen hierzu findest du bei der großartigen SEO-Expertin Jane von Klee im Blog, Newsletter und ihrem Programm „Die SEO Schatzkarte“.

Welche Keywords gibt es?

Man spricht ganz grob gesagt bei den verschiedenen Keywords von Short Tail und Long Tail Keywords. Short Tail sind kurze Suchbegriffe, die oft nur aus einem Wort bestehen (z.B. „Friseur“). Längere Keywords – Long Tail – sind dagegen z.B. „Welcher Friseur färbt mit Naturhaarfarbe“. Je kürzer das Keyword ist, desto mehr wird es gesucht, aber desto mehr Konkurrenz gibt es. Je länger das Keyword ist, desto weniger Menschen suchen insgesamt danach, dafür hast du auch weniger Konkurrenz. Eigentlich ganz logisch, oder?

Da es aber ziemlich schwierig bis unmöglich ist, seine Website für die kurzen Keywords zu optimieren, konzentieren wir als kleine Selbständige / Unternehmer uns eher auf mittlere und lange Suchbegriffe. Ich würde z.B. nie für den Begriff „Webdesign“ bei Google auf Platz 1 landen, dafür gibt es da draußen einfach viel größere Unternehmen, die seit 1000 Jahren am Markt sind, ein riesiges Marketingbudget haben und eine Abteilung, die den ganzen Tag nur die Website für Google optimiert.

Was ist die Suchintention?

Die Suchintention drückt aus, was mit deiner Suche erreichen werden soll, also die Absicht dahinter. Wenn jemand sucht „Welcher Friseur färbt mit Naturhaarfarbe“ ist es sehr wahrscheinlich, dass er/sie dann bei einem Friseur einen Termin machen möchte, um sich die Haare mit Naturhaarfarbe färben zu lassen. Sucht jemand dagegen einfach nur nach „Friseur“ ist noch gar nicht klar, was genau die Absicht dahinter ist. Möchte der Suchende nur schauen, welche Friseure es in der Nähe gibt? Ob ein Friseur geöffnet ist? Wie man Friseur werden kann? Was genau ein Friseur ist?

Das ist ein Vorteil für uns – je klarer die Suchintention ist, je spezifischer die Suchanfrage, desto besser kannst du auch eine Antwort darauf liefern – mit einem Blogartikel zum Beispiel. Sucht jemand nach „Wie binde ich ein Logo in WordPress ein“ und ich habe einen Blogartikel mit einer Anleitung dazu geschrieben, ist der Besucher vermutlich ganz happy mit der Antwort, bleibt länger auf der Seite und liest sich alles in Ruhe durch – ein super Signal an Google, dass mein Blogartikel die Lösung auf die Frage bietet und dem Besucher gefällt.

Wie wähle ich Keywords für meine Website aus bzw. wo kann ich sehen, was wie oft gesucht wird?

Bevor du dich an die Analyse machst, empfehle ich dir, eine Excel Liste anzulegen mit allen möglichen Problemen, die deine (potentiellen) Kunden haben und wie genau sie wohl danach suchen könnten. Schreib ruhig erstmal alles auf, streichen kannst du später auch noch. Und dann geht es an die Auswertung:

Vor einigen Jahren gab es noch viele kostenlose Keywordtools, die dir bei der Auswahl der Keywords geholfen haben. Leider ist dies mittlerweile fast nicht mehr der Fall. Einige bieten eine kostenlose Testversion an oder haben eine eingeschränkte Version, mit der man z.B. 3 Suchanfragen pro Tag ausführen kann. Bekannte Tools sind z.B.:

Du kannst bei diesen Tools einen Suchbegriff eingeben, der zu dir und deinem Thema passt, der deinen Kunden weiterhelfen könnte und zu dem du mit deiner Erfahrung eine Lösung bieten kannst und willst. Nehmen wir mal an, viele meiner potentiellen Kunden möchten wissen, wie man eine Website von einem zum anderen Webhoster umziehen kann. Dafür könnte ich dann eine Anleitung schreiben. Damit diese auch gefunden wird, begebe ich mich auf die Keyword Suche.

Beispiel mit keyword-tools.org:

Keyword Suche Beispiel 1

Hier sehe ich nun, welche Keywords gesucht werden, wie oft (Suchvolumen), den CPC (cost per click, kannst du an dieser Stelle ignorieren) und den Wettbewerb.
Aus dieser Liste wählst du nun am besten die Keywords aus, die ein hohes Suchvolumen haben, aber keinen großen Wettbewerb (unter 30 wäre für den Anfang optimal).

Wenn du feststellst, dass dies für dein Keyword nicht möglich ist, suchst du weiter und probierst aus, ob du ggf. konkreter werden musst, ähnliche Worte nutzen könntest (viele sagen z.B. Homepage statt Website) oder ob du mehrere Suchbegriffe in einem Blogartikel kombinieren könntest, um durch mehrere Keywords mit kleinen Suchvolumen trotzdem ein ganz gutes gesamtes Suchvolumen zu erreichen.

Und was mache ich dann mit den gefundenen Keywords?

Wenn alles geklappt hat, hast du am Ende ein oder mehrere gute Keywords gefunden, die zu deiner Zielgruppe und deiner Website passen, spezifisch sind, keine zu hohe Konkurrenz aufweisen und zumindest ein mittleres regelmäßiges Suchvolumen haben. Je nach Einsatzzweck (also ob du daraus einen Blogartikel schreiben möchtest oder deine ganze Website dafür optimieren möchtest) kannst du das Keyword an folgenden Stellen unterbringen:

  • Domainname (wenn deine Domain www.hasenzuechter.de ist, hast du damit schonmal gute Chancen, bei der Suche nach dem Wort „Hasenzüchter“ ganz vorn zu liegen. Der Domainname verliert allerdings langsam an Wichtigkeit für die Suchmaschinen)
  • Titel der Website an sich (z.B. „WordPress ganz easy“), den du im Dashboard bei Einstellungen -> Allgemein vornehmen kannst
  • Titel der Seiten (z.B. „Über mich“)
  • Meta Description (die sogenannte Metabeschreibung legst du auf der jeweiligen WordPress Seite oder im Blogartikel fest, hierbei kann dir ein Plugin wie z.B. RankMath helfen)
  • Überschriften (H1, die größte Überschrift, rankt hierbei am besten, also hat die größte Wichtigkeit, H2 sollte das Keyword im Optimalfall auch noch mind. 1x enthalten)
  • Ankertexte von Links (also der Text, den du verlinkst)
  • Bilder (Bildtitel, Bildadresse, Alt Attribut für Alternativtext)
  • Fließtext
  • bestimmte Textformatierungen (z.B. fettgedruckt)

Ein kleines Fazit:

Die Keywordsuche ist vor allem Erfahrungssache, Ausprobieren, Analysieren und Korrigieren. Du musst dich hier auch auf keinen Fall sklavisch dran halten, verzweifeln, deine Sprache verbiegen, nur damit deine Artikel „keywordoptimiert“ sind. Sieh sie einfach als guten Anhaltspunkt an, in welcher Richtung es vor allem Sinn macht, mehr zu schreiben – vielleicht findest du ja die ein oder andere Lücke in deinem Thema, die du dann ausnutzen kannst.

SEO an sich ist kein Wundermittel. Eine Optimierung für Suchmaschinen ist wichtig und sinnvoll, aber eine liebevoll geschriebene Website mit Ausrichtung an deinen Wunschkunden ist mindestens genauso wichtig. Außerdem musst du dich nicht auf Suchmaschinen allein verlassen, um Besucher zu generieren – verfasse Kommentare und Gastartikel auf anderen Websites, frage andere nach Verlinkungen zu deiner Website und sei auch auf Social Media aktiv, wenn du es zeitlich und nervlich unterbringen kannst.

Nach einer Suchmaschinenoptimierung kann es übrigens auch noch mehrere Monate dauern, bis die durchgeführten Maßnahmen eine Änderung bringen. Hier heißt es also: Geduldig bleiben!

Jetzt aber ganz viel Spaß und Erfolg beim Optimieren deiner Website 🙂

Blog mit WordPress erstellen – die einfachste Anleitung

Blog mit WordPress erstellen – die einfachste Anleitung

Falls du bisher nur mit „statischen“ Seiten in WordPress gearbeitet hast und nun einen Blog starten möchtest, habe ich hier eine ganz einfache Anleitung für dich, wie sich das umsetzen lässt.

  1. Logge dich in dein WordPress Dashboard ein (deine Adresse und dahinter /wp-admin)
  2. Klicke auf Beiträge -> Kategorien und erstelle die Kategorie „Blog“ 
  3. Klicke auf Beiträge -> Erstellen und erstelle deinen ersten Blogbeitrag. Hierzu musst du einen Titel vergeben und einen Inhalt einfügen (Texte, Bilder)
  4. In der rechten Spalte hast du dann unter Beitrag den Punkt „Kategorien“. Wähle hier „Blog“ aus und klicke auf „Veröffentlichen“, wenn du den Blogbeitrag fertig gestellt hast.Unter „Beitragsbild“ kannst du ein Blog Vorschaubild einrichten.
    Blog in WordPress erstellen
  5. Klicke im Dashboard auf Design -> Menüs 
  6. Füge unter Kategorien die „Blog“ Kategorie ins Menü hinzu
  7. Klicke auf „Menü speichern

Das war es schon! Du findest von jetzt an die von dir erstellten Blogbeiträge – wenn du sie der Kategorie „Blog“ zuweist – unter dem Menüpunkt „Blog“.
Wenn du die Ansicht der Blogartikel anpassen möchtest, kannst du dies in der Regel über den Theme Customizer tun (Design -> Customizer).

Im Video zeige ich dir die Schritte nochmal direkt:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Backup mit WordPress erstellen – einfach, kostenlos und zuverlässig

Backup mit WordPress erstellen – einfach, kostenlos und zuverlässig

Wenn es dir auch schon einmal passiert ist, weißt du: Es gibt fast nichts Schlimmeres, als wenn deine mühsam mit Liebe erstellte Website auf einmal weg ist.

Passieren kann ja Einiges – deine Website wurde gehackt, nach einem Update funktioniert plötzlich gar nichts mehr, beim Webhoster lief etwas gehörig schief (sehr sehr selten), oder du hast aus Versehen etwas Wichtiges gelöscht.

In jedem Fall macht es Sinn, ein Backup, also eine Sicherungskopie, einzurichten. In diesem Artikel und zugehörigen Video zeige ich dir, wie du das ganz einfach und kostenlos in WordPress machen kannst und wie du das Backup so einrichtest, dass es regelmäßig automatisch ausgeführt wird (sonst hättest du ja wieder ein ToDo mehr auf der Liste „an ein Backup denken“ – nein, danke!).

Was ein Backup macht

WordPress besteht ja im Grunde aus verschiedensten Dateien in einer Ordnerstruktur. Das sind z.B. die Ordner:

  • Plugins – für die von dir installierten Plugins für zusätzliche Funktionen in WordPress
  • Themes – für die von dir installierten und vorinstallierten Themes, die das Design von deiner Website mit bestimmen
  • Uploads – für die von dir hochgeladenen Dateien – Bilder, PDF Dateien und mehr

Außerdem nutzt WordPress eine Datenbank, in der Informationen zu deiner Website und die eigentlichen Textinhalte für Blogartikel und Seiten, aber auch Benutzerdaten, Kommentare und vieles mehr in einer Art Tabellenform gespeichert sind. Fast alle Plugins nutzen einerseits Dateien, die die Funktionen bereitstellen (z.B. Kommentare schreiben), aber auch die Datenbank, um dort die Inhalte der Plugins zu speichern (z.B. die Kommentare selbst inkl. Zeitstempel, Autorenname und mehr).

Bei einem Backup können und sollten sowohl die Ordner als auch die Datenbank gespeichert werden, sodass man im Ernstfall alles wieder retten, also zurückspielen kann.

Das Plugin Updraft Plus installieren & einrichten

Eins der beliebtesten WordPress Plugins für Backups ist UpdraftPlus. Über Plugins -> Installieren kannst du das Plugin finden, installieren und aktivieren.

UpdraftPlus Backup Plugin in WordPress

Danach erscheint der Einrichtungsassistent, bei dem du „Drück hier, um zu starten!“ klicken kannst. Oder du rufst einfach auf der Plugin Übersichtsseite den Punkt „Einstellungen“ auf.

UpdraftPlus einrichten mit Assistenten

Bevor du dann direkt loslegen kannst, musst du den Tab „Einstellungen“ aufrufen.

Updraft Plus Einstellungen schedule und ziel

Im oberen Bereich kannst du festlegen, wie oft die Dateien und Datenbank gesichert werden sollen und wie viele Versionen beibehalten werden sollen, bevor alte Backups wieder von den neuen überschrieben werden. Was du hier wie auswählst, beschreibe ich näher im nächsten Abschnitt (Backup Schedule festlegen).

Im Bereich darunter wählst du aus, wohin deine Daten gesichert werden sollen. In der kostenlosen Version von UpdraftPlus gibt es ein paar Einschränkungen, aber die zwei von mir empfohlenen Varianten sind trotzdem möglich:

Variante 1: Google Drive – Die Variante, die ich mittlerweile immer nutze ist ein Backup auf dem Google Drive. Hier werden deine Daten unabhängig von deinem Webhoster gespeichert und sind auch dann verfügbar, falls mal etwas mit deinem Webhoster sein sollte. Ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie …
Wenn du Google Drive ausgewählt hast, musst du ganz nach unten scrollen und auf „Änderungen speichern“ klicken, danach öffnet sich ein gelbes Popup mit dem Hinweis „Remote-Speicher-Authentifizierung“, wo du den Links folgst und dein Google Konto verbindest.

Remote Speicher verbinden Google

Am Ende musst du nur dem Button „Complete Setup“ drücken, um wieder zu deinen UpdraftPlus Einstellungen zurückzukehren.

google setup updraft plus

Ab jetzt kannst du auch manuelle Backups machen, da alles richtig konfiguriert ist.
Falls du kein Freund von Google bist, kannst du dir natürlich auch eigens für den Zweck des Backups ein anonymes Konto einrichten (meintollesbackup123@gmail.com).

Variante 2: FTP – Du wählst FTP als Ziel aus und trägst die FTP Daten von deinem Webhoster ein. Die Daten werden dann am gleichen Platz gesichert, wo auch deine WordPress Daten liegen. Da der Webhoster aber auch regelmäßig Backups machst, ist es sehr sehr unwahrscheinlich, dass im Falle eines Hackerangriffs wirklich alles gelöscht wird. Falls du das FTP Backup einrichten möchtest, kannst du die FTP Daten nachschauen oder anlegen, in dem du je nach Webhoster im Verwaltungsbereich beim Punkt „FTP“ deine Zugangsdaten ausliest, oder einen neuen Account dafür einrichtest:

FTP Account einrichten bei all inkl

Im Video ganz unten zeige ich dir die Einrichtung mit der Variante 1.

 

Backup Schedule festlegen

Da ein Backup immer nur zu einem bestimmten Zeitpunkt gemacht wird, sind im Notfall die allerletzten Änderungen vielleicht noch nicht gespeichert und man verliert trotzdem ein paar Daten. Falls dein Backup z.B. einmal pro Woche am Sonntag ausgeführt wird, du aber am Dienstag an der Website gearbeitet hast und diese am Mittwoch durch ein Update „zerstört“ wurde, wirst du nur den Stand von Sonntag wiederherstellen können. Trotzdem ist das natürlich immer besser, als komplett bei 0 anzufangen.

Im Einstellungstab kannst du festlegen, wie häufig deine Dateien und deine Datenbank gesichert werden sollen und wie viele Sicherungen jeweils aufbewahrt werden sollen, bevor sie gelöscht werden. Wenn du z.B. als Rhythmus wöchentlich wählst und Aufbewahren von 4 Sicherungen, dann wird deine Sicherung von vor 5 Wochen gelöscht, sobald die 5. neue Sicherung erstellt wird. Du hast damit zu jedem Zeitpunkt maximal 4 Versionen vorliegen.

Was genau du hier einstellst, ist eine individuelle Entscheidung und hängt unter anderem davon ab, wie häufig du an deiner Website arbeitest.

  • Du solltest eine tägliche Sicherung der Dateien in Betracht ziehen, wenn du täglich Plugins updatest (oder automatisch updaten lässt).
  • Du solltest eine tägliche Sicherung der Datenbank in Betracht ziehen, wenn du täglich neue Inhalte (Seiten, Blogbeiträge) erstellst, oder bestehende bearbeitest.
  • Bei der Kombination aus „Ich arbeite täglich an der Seite, prüfe sie im Detail aber nicht so oft“, kannst du auch ruhig mehr als 4 Versionen speichern lassen. Dies belegt dann halt mehr Speicherplatz bei Google oder auf dem Webserver.
  • Wenn du deine Website fertig gestellt hast und automatische Updates nicht aktiviert sind, kannst du auch eine 14-tägige oder sogar monatliche Häufigkeit einstellen. Ich würde dir dann empfehlen, nach 14 Tagen bzw. einem Monat auch deine Updates und Themes zu aktualisieren und einmal zu prüfen, ob auf deiner Website alles so aussieht und funktioniert, wie es sollte.

Als Standard empfehle ich immer eine wöchentliche Sicherung mit 4 Versionen beibehalten.

Backup händisch machen

Du kannst neben dem geschedulten Backup auch immer manuell ein Backup machen. Manuelle Backups empfehle ich dir immer:

  • bevor du Updates installierst, gerade wenn es größere Updates sind (z.B. WordPress auf eine neue Version aktualisiert werden kann)
  • bevor du größere Einstellungen an deiner Seite bearbeiten möchtest (z.B. das Theme bearbeiten, um dein Layout anzupassen)
  • bevor du umfangreiche Arbeiten an deiner Website vornimmst, etwas neu strukturierst o. Ä.
  • bevor du etwas von deiner Website löschst – Artikel, Seiten, Plugins & Co.

Für ein händisches Backup rufst du Updraft Plus über Einstellungen -> Updraft Plus Sicherungen auf.

Du klickst dann auf den Button „Jetzt sichern„. Das funktioniert nur, wenn du vorher unter den Updraft Plus Einstellungen ein Ziel (Ordner, Google Drive, …) für dein Backup eingerichtet hast.

Updraft Plus manuell sichern

Im nächsten Schritt öffnet sich ein Fenster, in dem du die voreingestellten Haken alle so lassen kannst. Falls du möchtest, dass die Sicherung nicht automatisch durch dein regelmäßiges Backup überschrieben wird, hake auch noch ganz unten den Punkt an:
  Erlaube nur das manuelle Entfernen dieser Sicherung (behalte es z. B., auch wenn Aufbewahrungsfristen überschritten sind).

 

Wie du ein Backup zurückspielen kannst

Auch das ist bei UpdraftPlus super einfach:

Du scrollst auf der Übersichtsseite nach unten zu den bestehenden Sicherungen und wählst – in den meisten Fällen – die aktuellste Sicherung aus, die ganz oben steht. Falls du weißt, dass du eine frühere Version benötigst, suchst du die Sicherung mit dem entsprechenden Datum heraus.

Updraft Plus Sicherung wiederherstellen

Nach einem Klick auf den blauen Button „Wiederherstellen“ kannst du auswählen, welche Komponenten wiederhergestellt werden sollen. Wenn du dir unsicher bist, wähle alle aus, und klicke dann auf Weiter:

Komponenten für Backup auswählen

Im nächsten Schritt siehst du, wie die Sicherung zurückgeschrieben wird:

Backup wird zurueckgesichert

Wenn dies abgeschlossen ist, musst du im letzten Schritt nochmal bestätigen, dass du auch wirklich wirklich das Backup zurückhaben möchtest – damit wird ja die aktuelle Version deiner Seite überschrieben.

Mit dem Klick auf „Wiederherstellen“ beginnt dann der eigentliche Prozess.

Backup zuruecksichern

Wenn alles abgeschlossen ist, sollte dir ein „Restore Successfull“ angezeigt werden.

Updraft Plus - Wiederherstellung erfolgreich

Du kannst dann auf den Button klicken: „Zur UpdraftPlus-Konfiguration zurückkehren“, um wieder zur Übersichtsseite zu gelangen.

 

Video zur Einrichtung des Backup

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden