Backup mit WordPress erstellen – einfach, kostenlos und zuverlässig

Backup mit WordPress erstellen – einfach, kostenlos und zuverlässig

Wenn es dir auch schon einmal passiert ist, weißt du: Es gibt fast nichts Schlimmeres, als wenn deine mühsam mit Liebe erstellte Website auf einmal weg ist.

Passieren kann ja Einiges – deine Website wurde gehackt, nach einem Update funktioniert plötzlich gar nichts mehr, beim Webhoster lief etwas gehörig schief (sehr sehr selten), oder du hast aus Versehen etwas Wichtiges gelöscht.

In jedem Fall macht es Sinn, ein Backup, also eine Sicherungskopie, einzurichten. In diesem Artikel und zugehörigen Video zeige ich dir, wie du das ganz einfach und kostenlos in WordPress machen kannst und wie du das Backup so einrichtest, dass es regelmäßig automatisch ausgeführt wird (sonst hättest du ja wieder ein ToDo mehr auf der Liste „an ein Backup denken“ – nein, danke!).

Was ein Backup macht

WordPress besteht ja im Grunde aus verschiedensten Dateien in einer Ordnerstruktur. Das sind z.B. die Ordner:

  • Plugins – für die von dir installierten Plugins für zusätzliche Funktionen in WordPress
  • Themes – für die von dir installierten und vorinstallierten Themes, die das Design von deiner Website mit bestimmen
  • Uploads – für die von dir hochgeladenen Dateien – Bilder, PDF Dateien und mehr

Außerdem nutzt WordPress eine Datenbank, in der Informationen zu deiner Website und die eigentlichen Textinhalte für Blogartikel und Seiten, aber auch Benutzerdaten, Kommentare und vieles mehr in einer Art Tabellenform gespeichert sind. Fast alle Plugins nutzen einerseits Dateien, die die Funktionen bereitstellen (z.B. Kommentare schreiben), aber auch die Datenbank, um dort die Inhalte der Plugins zu speichern (z.B. die Kommentare selbst inkl. Zeitstempel, Autorenname und mehr).

Bei einem Backup können und sollten sowohl die Ordner als auch die Datenbank gespeichert werden, sodass man im Ernstfall alles wieder retten, also zurückspielen kann.

Das Plugin Updraft Plus installieren & einrichten

Eins der beliebtesten WordPress Plugins für Backups ist UpdraftPlus. Über Plugins -> Installieren kannst du das Plugin finden, installieren und aktivieren.

UpdraftPlus Backup Plugin in WordPress

Danach erscheint der Einrichtungsassistent, bei dem du „Drück hier, um zu starten!“ klicken kannst. Oder du rufst einfach auf der Plugin Übersichtsseite den Punkt „Einstellungen“ auf.

UpdraftPlus einrichten mit Assistenten

Bevor du dann direkt loslegen kannst, musst du den Tab „Einstellungen“ aufrufen.

Updraft Plus Einstellungen schedule und ziel

Im oberen Bereich kannst du festlegen, wie oft die Dateien und Datenbank gesichert werden sollen und wie viele Versionen beibehalten werden sollen, bevor alte Backups wieder von den neuen überschrieben werden. Was du hier wie auswählst, beschreibe ich näher im nächsten Abschnitt (Backup Schedule festlegen).

Im Bereich darunter wählst du aus, wohin deine Daten gesichert werden sollen. In der kostenlosen Version von UpdraftPlus gibt es ein paar Einschränkungen, aber die zwei von mir empfohlenen Varianten sind trotzdem möglich:

Variante 1: Google Drive – Die Variante, die ich mittlerweile immer nutze ist ein Backup auf dem Google Drive. Hier werden deine Daten unabhängig von deinem Webhoster gespeichert und sind auch dann verfügbar, falls mal etwas mit deinem Webhoster sein sollte. Ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie …
Wenn du Google Drive ausgewählt hast, musst du ganz nach unten scrollen und auf „Änderungen speichern“ klicken, danach öffnet sich ein gelbes Popup mit dem Hinweis „Remote-Speicher-Authentifizierung“, wo du den Links folgst und dein Google Konto verbindest.

Remote Speicher verbinden Google

Am Ende musst du nur dem Button „Complete Setup“ drücken, um wieder zu deinen UpdraftPlus Einstellungen zurückzukehren.

google setup updraft plus

Ab jetzt kannst du auch manuelle Backups machen, da alles richtig konfiguriert ist.
Falls du kein Freund von Google bist, kannst du dir natürlich auch eigens für den Zweck des Backups ein anonymes Konto einrichten (meintollesbackup123@gmail.com).

Variante 2: FTP – Du wählst FTP als Ziel aus und trägst die FTP Daten von deinem Webhoster ein. Die Daten werden dann am gleichen Platz gesichert, wo auch deine WordPress Daten liegen. Da der Webhoster aber auch regelmäßig Backups machst, ist es sehr sehr unwahrscheinlich, dass im Falle eines Hackerangriffs wirklich alles gelöscht wird. Falls du das FTP Backup einrichten möchtest, kannst du die FTP Daten nachschauen oder anlegen, in dem du je nach Webhoster im Verwaltungsbereich beim Punkt „FTP“ deine Zugangsdaten ausliest, oder einen neuen Account dafür einrichtest:

FTP Account einrichten bei all inkl

Im Video ganz unten zeige ich dir die Einrichtung mit der Variante 1.

 

Backup Schedule festlegen

Da ein Backup immer nur zu einem bestimmten Zeitpunkt gemacht wird, sind im Notfall die allerletzten Änderungen vielleicht noch nicht gespeichert und man verliert trotzdem ein paar Daten. Falls dein Backup z.B. einmal pro Woche am Sonntag ausgeführt wird, du aber am Dienstag an der Website gearbeitet hast und diese am Mittwoch durch ein Update „zerstört“ wurde, wirst du nur den Stand von Sonntag wiederherstellen können. Trotzdem ist das natürlich immer besser, als komplett bei 0 anzufangen.

Im Einstellungstab kannst du festlegen, wie häufig deine Dateien und deine Datenbank gesichert werden sollen und wie viele Sicherungen jeweils aufbewahrt werden sollen, bevor sie gelöscht werden. Wenn du z.B. als Rhythmus wöchentlich wählst und Aufbewahren von 4 Sicherungen, dann wird deine Sicherung von vor 5 Wochen gelöscht, sobald die 5. neue Sicherung erstellt wird. Du hast damit zu jedem Zeitpunkt maximal 4 Versionen vorliegen.

Was genau du hier einstellst, ist eine individuelle Entscheidung und hängt unter anderem davon ab, wie häufig du an deiner Website arbeitest.

  • Du solltest eine tägliche Sicherung der Dateien in Betracht ziehen, wenn du täglich Plugins updatest (oder automatisch updaten lässt).
  • Du solltest eine tägliche Sicherung der Datenbank in Betracht ziehen, wenn du täglich neue Inhalte (Seiten, Blogbeiträge) erstellst, oder bestehende bearbeitest.
  • Bei der Kombination aus „Ich arbeite täglich an der Seite, prüfe sie im Detail aber nicht so oft“, kannst du auch ruhig mehr als 4 Versionen speichern lassen. Dies belegt dann halt mehr Speicherplatz bei Google oder auf dem Webserver.
  • Wenn du deine Website fertig gestellt hast und automatische Updates nicht aktiviert sind, kannst du auch eine 14-tägige oder sogar monatliche Häufigkeit einstellen. Ich würde dir dann empfehlen, nach 14 Tagen bzw. einem Monat auch deine Updates und Themes zu aktualisieren und einmal zu prüfen, ob auf deiner Website alles so aussieht und funktioniert, wie es sollte.

Als Standard empfehle ich immer eine wöchentliche Sicherung mit 4 Versionen beibehalten.

Backup händisch machen

Du kannst neben dem geschedulten Backup auch immer manuell ein Backup machen. Manuelle Backups empfehle ich dir immer:

  • bevor du Updates installierst, gerade wenn es größere Updates sind (z.B. WordPress auf eine neue Version aktualisiert werden kann)
  • bevor du größere Einstellungen an deiner Seite bearbeiten möchtest (z.B. das Theme bearbeiten, um dein Layout anzupassen)
  • bevor du umfangreiche Arbeiten an deiner Website vornimmst, etwas neu strukturierst o. Ä.
  • bevor du etwas von deiner Website löschst – Artikel, Seiten, Plugins & Co.

Für ein händisches Backup rufst du Updraft Plus über Einstellungen -> Updraft Plus Sicherungen auf.

Du klickst dann auf den Button „Jetzt sichern„. Das funktioniert nur, wenn du vorher unter den Updraft Plus Einstellungen ein Ziel (Ordner, Google Drive, …) für dein Backup eingerichtet hast.

Updraft Plus manuell sichern

Im nächsten Schritt öffnet sich ein Fenster, in dem du die voreingestellten Haken alle so lassen kannst. Falls du möchtest, dass die Sicherung nicht automatisch durch dein regelmäßiges Backup überschrieben wird, hake auch noch ganz unten den Punkt an:
  Erlaube nur das manuelle Entfernen dieser Sicherung (behalte es z. B., auch wenn Aufbewahrungsfristen überschritten sind).

 

Wie du ein Backup zurückspielen kannst

Auch das ist bei UpdraftPlus super einfach:

Du scrollst auf der Übersichtsseite nach unten zu den bestehenden Sicherungen und wählst – in den meisten Fällen – die aktuellste Sicherung aus, die ganz oben steht. Falls du weißt, dass du eine frühere Version benötigst, suchst du die Sicherung mit dem entsprechenden Datum heraus.

Updraft Plus Sicherung wiederherstellen

Nach einem Klick auf den blauen Button „Wiederherstellen“ kannst du auswählen, welche Komponenten wiederhergestellt werden sollen. Wenn du dir unsicher bist, wähle alle aus, und klicke dann auf Weiter:

Komponenten für Backup auswählen

Im nächsten Schritt siehst du, wie die Sicherung zurückgeschrieben wird:

Backup wird zurueckgesichert

Wenn dies abgeschlossen ist, musst du im letzten Schritt nochmal bestätigen, dass du auch wirklich wirklich das Backup zurückhaben möchtest – damit wird ja die aktuelle Version deiner Seite überschrieben.

Mit dem Klick auf „Wiederherstellen“ beginnt dann der eigentliche Prozess.

Backup zuruecksichern

Wenn alles abgeschlossen ist, sollte dir ein „Restore Successfull“ angezeigt werden.

Updraft Plus - Wiederherstellung erfolgreich

Du kannst dann auf den Button klicken: „Zur UpdraftPlus-Konfiguration zurückkehren“, um wieder zur Übersichtsseite zu gelangen.

 

Video zur Einrichtung des Backup

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SSL Zertifikat für WordPress Website ganz einfach einrichten

SSL Zertifikat für WordPress Website ganz einfach einrichten

Vermutlich hast du es beim Surfen auch schonmal gesehen, dass oben in der Adressleiste Not Secure oder Nicht Gesichert steht. Das liegt daran, dass auf der entsprechenden Website keine SSL Verschlüsselung aktiviert ist: 

SSL Zertifikat fehlt - not secure

Die ist allerdings wichtig und laut der DSGVO auch Pflicht, damit die Daten gesichert übertragen werden, falls du z.b. ein Kontaktformular ausfüllst, eine Bestellung tätigst oder sonstige Daten von dir übertragen werden.

Eine nicht mit SSL verschlüsselte Seite ist über eine Adresse mit http:// vorne aufrufbar, also z.B. https://stefaniemotiwal.de.
Wenn die Seite mit SSL verschlüsselt ist, steht nicht mehr http:// da sondern https:// – https://stefaniemotiwal.de 

Wenn du WordPress nutzt und deine Seite mit SSL verschlüsseln möchtest, gehst du wie folgt vor:

 

  • Du loggst dich bei deinem Webhoster ein und prüfst, ob du schon ein SSL Zertifikat für deine Domain (Webadresse hast) –  bei All-inkl kannst du im KAS System prüfen, ob sich neben deiner Domain ein Schloßsymbol befindet:
SSL Zertifikat
  • Ist dies nicht der Fall, müsstest du eine SSL Verschlüsselung aktivieren oder beantragen. Je nach Webhoster kostet dies evtl. auch eine monatliche Gebühr. Bei All-Inkl sind ab dem Privat Plus Tarif alle SSL Zertifikate für beliebig viele Adressen kostenlos mit dabei (sonst 1€ pro Monat), bei Strato und Ionos sind es pro Domain ca. 4 Euro monatlich, die extra anfallen. Prüfe also hier einmal, wie die Konditionen bei dir sind.
  • Wenn du auf den Bearbeiten Button neben deiner Domain klickst, kannst du hier ein SSL Zertifikat beantragen:
SSL Schutz bearbeiten

Klicke auf „deaktiviert, bearbeiten“ um ein SSL Zertifikat zu erzeugen.

Lets Encrypt Zertifikat beziehen

Wähle Haftungsausschluss akzeptieren und klicke auf den Button.

SSL erzwingen

Es gibt noch die Option „SSL erzwingen“, damit alle alten Aufrufe der http:// Adresse automatisch an https:// weitergeleitet werden. Dies solltest du aktivieren. 

Wenn alles geklappt hat, loggst du dich als Administrator in WordPress ein und öffnest das Dashboard. 

Nun rufe die Einstellungen -> Allgemein auf und ersetze die WordPress-Adresse (URL) und die Website-Adresse (URL) mit der https Adresse: 

Neue Adresse eingeben 1

Vorher – die Adressen stehen noch mit http eingetragen

Neue Adresse eingeben 2

Nachher – die Adressen stehen jetzt mit https eingetragen

Danach musst du dich nochmal neu einloggen. 

Wenn du Glück hast, ist jetzt schon alles korrekt verschlüsselt, was du im Browser am Schloßsymbol erkennst: 

Korrekte Verschlüsselung

Im folgenden Video zeige ich dir die Schritte noch einmal: 

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Better Search Replace

Falls du im Browser neben der Adresse dann trotzdem auf einer Unterseite noch Info or Not Secure angezeigt bekommst:

Info or not secure
sind noch einige Ressourcen – vermutlich Bilder – über http statt https eingebunden. Entweder kannst du deine Bilder nochmal neu hochladen und auf der jeweiligen Seite mit der Fehlermeldung neu einbinden, oder du nutzt das kostenlose WordPress Plugin Better Search Replace dafür.

Wie du hier vorgehst, zeige ich dir im folgenden Video:

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Wenn alles geklappt hat, loggst du dich als Administrator in WordPress ein und öffnest das Dashboard. 

Nun rufe die Einstellungen -> Allgemein auf und ersetze die WordPress-Adresse (URL) und die Website-Adresse (URL) mit der https Adresse: 

Neue Adresse eingeben 1

Vorher – die Adressen stehen noch mit http eingetragen

Neue Adresse eingeben 2

Nachher – die Adressen stehen jetzt mit https eingetragen

Danach musst du dich nochmal neu einloggen. 

Wenn du Glück hast, ist jetzt schon alles korrekt verschlüsselt, was du im Browser am Schloßsymbol erkennst: 

Korrekte Verschlüsselung

Im folgenden Video zeige ich dir die Schritte noch einmal: 

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Better Search Replace

Falls du im Browser neben der Adresse dann trotzdem auf einer Unterseite noch Info or Not Secure angezeigt bekommst:

Info or not secure
sind noch einige Ressourcen – vermutlich Bilder – über http statt https eingebunden. Entweder kannst du deine Bilder nochmal neu hochladen und auf der jeweiligen Seite mit der Fehlermeldung neu einbinden, oder du nutzt das kostenlose WordPress Plugin Better Search Replace dafür.

Wie du hier vorgehst, zeige ich dir im folgenden Video:

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Ich hoffe, dass deine Website nun korrekt verschlüsselt ist und alles gut geklappt hat. Falls nicht, schreib mir gern und wir schauen uns das Ganze einmal zusammen an! 

Theme Customizer (in WordPress) übernimmt die Einstellungen nicht – was tun?

Theme Customizer (in WordPress) übernimmt die Einstellungen nicht – was tun?

Wenn du regelmäßig mit WordPress arbeitest und mehr machst als einfach nur Texte und Bilder einzustellen, triffst du früher oder später auf Fehler, Bugs, Probleme, Herausforderungen. (Oder wie auch immer du es nennen magst, wenn etwas nicht so funktioniert wie du es möchtest.)

Ein unglaublich nerviger Fehler, der mir erst kürzlich untergekommen ist:

Wenn der Theme Customizer, in dem du Einstellungen wie Schriftart, Farben, Logo etc. für dein WordPress Theme vornimmst, deine Änderungen zwar anzeigt, aber sie dann beim Speichern nicht übernommen werden.

 

Einstellung für das Veröffentlichen prüfen

Nachdem ich alles was mir einfiel ausprobiert und das halbe Internet leergesucht habe (auf deutsch und englisch wohlgemerkt) fand ich durch Zufall die wohl einfachste Lösung:

Neben dem Veröffentlichen Button für die Einstellungen gibt es ein Zahnrad. Und hinter diesem unscheinbaren Zahnrad verbirgt sich die Möglichkeit, umzustellen, dass die Änderungen nicht direkt veröffentlicht, sondern erstmal nur als Entwurf gespeichert werden. Quasi genau wie sich dies auch bei WordPress Seiten und Beiträgen machen lässt: 

Falls dies aus Versehen auf Speichern umgeschaltet wurde, werden die Änderungen nicht veröffentlicht, egal, wie oft du den Veröffentlichen Button drückst. 

Plugins deaktivieren

Falls dies bei dir nicht der Fall war, ist es an der Zeit, auf ausführliche Fehlersuche zu gehen. Als erstes empfehle ich immer, ein Backup zu erstellen (z.B. mit dem Plugin Updraft Plus), damit du zur Not alles wieder rückgängig machen kannst, was du jetzt anstellst. 

Danach deaktivierst du am besten einmal alle Plugins und prüfst, ob der Fehler immer noch auftritt. Ist das nicht der Fall? Okay super, dann verursacht scheinbar eins der Plugins den Fehler. Dann kannst du ein Plugin nach dem anderen wieder aktivieren und jeweils testen, ob sich die Customizer Änderungen speichern lassen oder nicht. Sobald es nicht mehr funktioniert, hast du das schuldige Plugin gefunden und kannst dich nach einer Alternative dafür umschauen. 

Theme prüfen

Falls deine Plugins nicht für den Fehler verantwortlich sind, könntest du als nächstes ein anderes Theme aktivieren. Hierfür nutzt du am besten eins der standardmäßig mitinstallierten, schlanken Themes, z.B. Twenty Twenty. Lassen sich. die Theme Customizer Änderungen jetzt speichern? Dann liegt der Fehler in deinem Theme und du müsstest dich ggf. an die Entwickler wenden, wenn du für dein Theme einen Supportvertrag hast. 

Notlösung

Weitere Hinweise habe ich auf mögliche Datenbankfehler gefunden. Dass man z.B. in der wp_options Tabelle den Primärschlüssel nochmal neu setzen müsste in einigen Fällen. Diese und viele weitere „Bastellösungen“ würde ich dir an dieser Stelle jedoch nicht empfehlen.

Wenn also die vorher vorgeschlagenen Aktionen nicht geholfen haben gibt es noch die Möglichkeit, WordPress komplett neu zu installieren und deine alten Einstellungen, Seiten und Beiträge zu exportieren und zu importieren. Über Werkzeuge -> Daten exportieren lassen sich deine Beiträge, Seiten und Bilder exportieren. Über Plugins wie z.B. Customizer export/import kannst du auch die Einstellungen aus deinem Theme Customizer exportieren.

Wie genau du für den kompletten Export und Import deines WordPress am besten vorgehst, erfährst du in einer der nächsten Anleitungen 🙂 

Wie du ein Logo in WordPress einfügst und anpasst (mit und ohne Divi Theme)

Wie du ein Logo in WordPress einfügst und anpasst (mit und ohne Divi Theme)

Ein ganz wichtiger Teil deines Online Auftritts ist natürlich dein einzigartiges Logo. Es sorgt neben deinen Markenfarben und -schriften für den Wiedererkennungswert und gibt – im Idealfall – gleich auf den ersten Blick Preis, wer du bist und was du anbietest. Oder vermittelt ein Gefühl und eine Persönlichkeit und wirkt ansprechend auf deine Zielgruppe.
Trotzdem ist es nicht notwendig, dass du gleich beim Start deines Business schon ein perfektes Logo für viel Geld erstellen lässt. Gerade in der Findungsphase ändert sich ja auch häufig noch die Zielgruppe und die Richtung deines Business, während du dich weiterentwickelst. Es spricht also nichts dagegen, dein Logo zunächst selbst zu erstellen, z.B. in Form eines Schriftzugs.

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, worauf es bei deinem Logo ankommt und auf welche Weise du dein Logo auf deiner WordPress Website einbinden kannst.

Logo erstellen (lassen)

Wenn du noch kein Logo hast, kannst du es dir z.B. mit Canva selbst erstellen. Dazu legst du dir einen Account an und klickst dann bei Design erstellen auf Logo. 

Praktischerweise bietet Canva auch eine sehr große Auswahl an Vorlagen, die du dann auch weiter anpassen kannst – ersetze die Farben mit deinen Brandingfarben, nutze deine Schriftarten, füge ggf. eigene Grafikelemente oder Fotos ein – alles ist möglich. 

Falls dir das zu viel Arbeit ist oder du das Logo lieber Profis überlassen möchtest, gibt es neben richtig guten Designern (immer die erste Wahl, wenn man. essich leisten kann) Services wie z.B. designenlassen.de oder logomax.de. Hier erhältst du für einen bestimmten Betrag nach einem Briefing mehrere Logos zur Auswahl nur für dich gestaltet, kannst ggf. noch weitere Anpassungen vornehmen lassen und dir dann den Favoriten kaufen. 

 

Welches Format soll das Logo haben?

Idealerweise speicherst du dein Logo als .png Datei mit transparentem Hintergrund ab, damit es sich nahtlos in die Leiste deines Website Menüs einfügt. Ansonsten ist es natürlich auch möglich, die Hintergrundfarbe deines Menüs als Hintergrundfarbe bei deinem Logo einzustellen. Dein Logo sollte, da es auf jeder Unterseite erscheint und auch als Erstes geladen wird, eine möglichst kleine Dateigröße haben, idealerweise unter 50 KB. Die Maße sind bei WordPress von Theme zu Theme unterschiedlich und mit einem Seitenverhältnis von 4:3 oder 16:9 liegst du meist richtig. Das Querformat macht beim Logo Sinn, damit es sich vom Platz her besser in ein Website Menü einfügt und noch gut lesbar ist.

Breiter als 300 Pixel braucht dein Logo meist nicht zu sein, und eher noch schmaler, wenn es sich ohne große Platzverschwendung in die Menüleiste einfügen soll. Bedenke auch, dass ein sehr hohes Logo, wenn es in die Menüleiste am oberen Rand eingebaut wird, die Menüleiste entweder sehr hoch macht, oder sehr stark verkleinert wird und evtl. nicht so gut lesbar ist. Teste die Darstellung unbedingt auch auf Mobilgeräten – hier wird dein am Desktop gut erkennbares Logo vielleicht zu klein und unleserlich dargestellt.   

 

Wo positioniere ich das Logo?

Du kannst dein Logo bei vielen (nicht allen!) Themes an verschiedenen Positionen anzeigen lassen.

Beim Divi Theme sind die möglichen Positionen zum Beispiel: links neben dem Menü (so ist es bei den meisten Websites),  mittig über dem Menü, mittig im Menü, oder auch in einem vertikalen Menü an der linken oder rechten Seite. Um das Ganze mal grafisch zu verdeutlichen:

 

Logo links (Bei den meisten Websites zu finden): 

Logo links

mittig über dem Menü:

Logo zentriert über Menü

Logo zentriert im Menü:

Logo zentriert im Menü

Vertikales Menü mit zentriertem Logo:

Vertikales Menü mit zentriertem Logo

Jede Position hat ihre Vor- und Nachteile:
Ein zentriertes Logo über dem Menü kommt z.B. sehr gut zur Geltung, macht allerdings die Menüleiste auch recht hoch, sodass ein Teil des wichtigen oberen Platzes deiner Website, wo du normalerweise ein Titelbild und deinen Vorstelltext zeigst, „verschenkt“ wird.

Für ein Logo in der Mitte des Menüs macht es Sinn, dass du auf beiden Seiten gleich viele Menüpunkte hast, damit es symmetrisch bleibt. Außerdem wird das Menü dadurch ein wenig zerrissen und der Besucher hat es etwas schwerer, alle Punkte auf einen Blick zu erfassen.

Ein Logo links vom Menü ist der Standard, und gerade beim Menü solltest du keine großen Experimente wagen, da sich hier Besucher einfach nur schnell zurechtfinden wollen. Allerdings kann dein Logo an der Stelle etwas mehr untergehen, und der Fokus wird stärker auf die Menüpunkte als auf das Logo gelenkt – was aber auch gut sein kann.

Ein vertikales Menü mit Logo lenkt die Aufmerksamkeit auf sich und passt zum Trend, dass mehr und mehr Besucher deine Website mit einem mobilen Gerät besuchen (auf dem das Menü aber nochmal anders dargestellt wird, dazu später). Gerade wenn du mehr als 5, 6 Hauptmenüeinträge unterbringen willst, kann das vertikale Menü eine gute Lösung sein. Allerdings wird auch hier viel Platz von deiner Website verschenkt, wenn sich das Menü nicht automatisch einklappt.

 

Verlinkung beim Logo

Bei den meisten Websites wirst du auf die Startseite geleitet, wenn du auf das Logo klickst. Sofern du einen Link bei deinem Theme angeben kannst, solltest du diese Konvention auf jeden Fall beibehalten.

 

Wo kann ich ein Logo einfügen, ersetzen und anpassen?

Wie du dein Logo einfügen und anpassen kannst, hängt von deinem WordPress Theme ab. Ich werde hier auf einige gängige Themes eingehen:

Logo hochladen in kostenlosen WordPress Themes (Beispiele Astra, OceanWP, Twenty Twenty-One)

Bei den meisten kostenlosen WordPress Themes kannst du das Logo über den Theme Customizer hochladen. Ich beziehe mich hier als Beispiel (aus zig Tausend) nur auf die drei kostenlosen Themes Astra, OceanWP und das von WordPress automatisch mitinstallierte Theme Twenty Twenty-One. Bei den meisten anderen Themes ist es jedoch an ähnlicher Stelle zu finden und zu tauschen.

Den Theme Customizer kannst du über zwei verschiedene Wege erreichen, wenn du dich als Administrator im WordPress Dashboard eingeloggt hast:

1.) Im Dashboard unter Design -> Customizer.

2.) Wenn du schon im Dashboard auf der Design -> Themes Seite bist mit Klick auf den Customizer Button beim aktuell aktivierten Theme:

 

Customizer auswählen in OceanWP

 

Bei vielen Themes ist das Logo direkt im Theme Customizer unter dem ersten Punkt Website-Informationen zu finden:

Logo auswählen im Customizer

Bei Ocean WP findest du das Logo im Customizer unter Header -> Logo.
Du kannst dort neben dem Standard Logo auch zusätzlich ein Retina Logo in doppelter Größe hochladen, extra für Retina Displays mit ganz hoher Auflösung.

Beim Astra Theme kannst du das Logo entweder auch im Theme Customizer bearbeiten, unter Header Builder -> Logo. Oder du öffnest im Dashboard unter Design -> die Astra Optionen und klickst neben dem Header Builder auf Logo hochladen (was dich eigentlich auch nur zurück zum Theme Customizer befördert):

 

Astra Theme Optionen

Logo hochladen und anpassen mit dem kostenpflichtigen Divi Theme

Wenn du das Divi Theme nutzt und dein Logo einbauen möchtest, kannst du im WordPress Dashboard unter Divi -> Theme-Optionen gleich an erster Stelle dein Logo hochladen. 

divi logo hochladen

Weitere Anpassungen kannst du dann wieder über den Theme Customizer vornehmen. Bei Header & Navigation lässt sich bei Headerformat die Position des Logos festlegen und bei Primäre Menüleiste die Größe des Menüs und des Logos:

divi logo settings 1

Einstellungen unter Headerformat

divi logo settings 2

Einstellungen unter Primäre Menüleiste

Logo individuell anpassen mit dem Divi Theme Builder

Wem die Standard Positionen nicht ausreichen, der kann sich die Logo-Menüleiste komplett selber bauen. Hierzu kann man unter Divi -> Theme Builder eine Globale Kopfzeile hinzufügen und diese so gestalten, wie man auch sonst die Unterseiten mit dem Divi Builder gestaltet. 

Dies kann z.B. nützlich sein, wenn du noch weitere Elemente in deine Headerleiste einfügen möchtest (Social Icons, weitere Bilder, Text), oder wenn du spezielle Anpassungen für Mobilgeräte vornehmen möchtest. 

divi globale kopfzeile hinzufügen
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Logo hochladen in anderen kostenpflichtigen Themes (Beispiele Bridge und soledad)

Bridge

Das Bridge Theme ist eins der meistgekauften Themes auf Themeforest – einer großen Plattform für WordPress Themes und Website Templates. Nach der Installation des Themes und eines zugehörigen Bridge Plugins findest du zahlreiche Logo Bearbeitungsmöglichkeiten im Dashboard unter Qode Options -> Logo:

 

Soledad

Bei vielen kostenpflichtigen Themes wie z.B. soledad, einem hübschen Blog Theme, findest du die Logo Einstellungen im Theme Customizer. Die Einstellungen sind teilweise so umfangreich, dass man hier entweder ausprobieren muss, was die Einstellung genau macht, oder sich durch die Dokumentation lesen sollte:

 

Du siehst schon: Viele Wege führen nach Rom und da sich die Logo Bearbeitung je nach Theme stark unterscheiden kann, schau im Zweifelsfall in der Dokumentation des jeweiligen Themes nach. Meist wirst du aber direkt im Theme Customizer fündig werden.

Schreib mir doch gern in den Kommentaren, ob dir dieser Beitrag geholfen hat und wie du dein Logo eingebunden hast! Hast du dir dein Logo selbst erstellt, oder es erstellen lassen?

Wie funktioniert der Divi Builder? Eine kurze Einführung

Wie funktioniert der Divi Builder? Eine kurze Einführung

Schau dir in meinem kurzen Video an, wie du mit dem DIVI Builder in WordPress ganz einfach neue Elemente – Texte, Bilder, Videos & Co. – in deine Website einfügen kannst. 

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Die besten kostenlosen WordPress Plugins

Die besten kostenlosen WordPress Plugins

WordPress selbst bietet dir natürlich schon einige wichtige Features an – du kannst Texte und Bilder veröffentlichen, Kommentare schreiben und mit Themes das Design deiner Website anpassen.

Alle weiteren Funktionen – wie z.B. einen Newsletter, einen Cookie Hinweis, Backupmöglichkeiten und vieles mehr – fügst du über sogenannte Plugins hinzu.

Ich bin ja generell ein Fan davon, nur so wenige Plugins wie nötig zu installieren. Weniger Plugins zu haben erhöht die Sicherheit und Performance deines WordPress und hilft natürlich auch dabei, es übersichtlicher zu halten. Trotzdem gibt es wirklich hilfreiche Plugins, von denen ich dir hier meine kostenlosen Favoriten vorstellen möchte.

Neben den besten Plugins zeige ich dir in diesem Blogartikel auch, wie du Plugins überhaupt installierst und worauf du vor der Installation achten solltest.


Kostenlose WordPress Plugins

 

Die folgenden Plugins kann ich dir sehr empfehlen und die meisten davon nutze ich selbst:

Allgemeine Plugins: 

  • YoastSEO oder RankMath (nicht beide gleichzeitig!) für die Suchmaschinenoptimierung
  • Elementor Website Builder als PageBuilder, zum einfachen Aufbau deiner Seiten per Drag & Drop:
  • Classic Editor für ganz einfache Textbearbeitung, wenn du keinen PageBuilder (oder den standardmäßig installieren Block Editor) nutzen möchtest.
  • MailPoet für einen einfachen Newsletter. Hiermit kannst du auch E-Mails personalisieren, E-Mail Serien verschicken und eine einfache Statistik anschauen. Kostenlos bis 1000 Abonnenten, also prima für den Anfang!

Für Sicherheit: 

  • Updraft Plus / BackWPup – für ein automatisiertes, regelmäßiges Backup deiner Website.
  • iThemes Security, Ninja Firewall oder Wordfence Security um generelle Attacken auf deine Website zu verhindern.
  • Easy Update Manager – für automatisiertes Aktualisieren von WordPress, Plugins, Themes und Übersetzungen.
  • WPS Hide Login – Macht deinen WordPress Administrationsbereich unter einer beliebigen anderen Adresse erreichbar, z.B. www.deinedomain.de/hallo23 statt dem Standardlogin www.deinedomain.de/wp-admin. Dies erhöht die Sicherheit und schützt vor Angriffen auf deine Website.

Für die Seitenoptimierung: 

  • a3LazyLoad – Sorgt dafür, dass bestimmte Elemente (z.B. Bilder) erst geladen werden, wenn der Besucher zu den Elementen heruntergescrollt hat und nicht schon sofort beim Aufrufen der Seite. Dies erhöht die Ladegeschwindigkeit.
  • Autoptimize – Bietet verschiedene Optimierungsmöglichkeiten für eine verbesserte Ladegeschwindigkeit.
  • EWWW Image Optimizer – Verkleinert die Bilder deiner Website, je nach Einstellungen auch ganz ohne Qualitätsverlust. Auch dies sorgt für eine verbesserte Ladegeschwindigkeit.

Viele der genannten Plugins bieten auch jeweils eine kostenpflichtige Version mit erweiterter Funktionalität an. In den meisten Fällen reichen die kostenlosen Varianten völlig aus.

Ein sehr wichtiges – kostenpflichtiges – Plugin ist eins für dein Cookie Banner. Da hier kein einfacher Hinweis „Ich nutze Cookies und wenn du auf der Seite bleibst, gehe ich von deinem Einverständnis aus“ erlaubt ist, empfehle ich dir auf jeden Fall in Borlabs Cookies oder in DSGVO Pixelmate (beide je 39€) zu investieren.

Wie installiere ich ein Plugin?

Kostenlose Plugins findest du direkt über die Suchfunktion auf der Plugins Seite in deinem WordPress Backend (Plugins -> Installieren). Hast du das gewünschte Plugin gefunden, klickst du erst auf Jetzt Installieren, danach auf Aktivieren.

Schau dir hier in einem kurzen Video an, wie du den Elementor Website Builder installieren kannst:

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Kostenpflichtige Plugins musst du dir in der Regel auf der Herstellerseite herunterladen oder du bekommst sie per E-Mail zugeschickt. Die gespeicherte Datei kannst du dann über den Plugin hochladen Button hochladen und installieren. 

Worauf sollte ich bei Plugins achten?

 

Auf der Plugin Seite werden dir für jedes Plugin wichtige Informationen angezeigt:

  1. Ist das Plugin überhaupt mit deiner WordPress Version kompatibel?
  2. Wann wurde es zuletzt aktualisiert? Ist dies schon lange her, wird es vielleicht gar nicht weiterentwickelt, was sowohl vom Sicherheitsaspekt her schlecht ist, als auch bedeutet, dass entdeckte Bugs (Fehler) vermutlich nicht mehr behoben werden.
  3. Wie oft ist das Plugin im Einsatz (und wie gut wird es bewertet)? Ist es häufig installiert, kannst du davon ausgehen, dass es gut ist.

Hast du noch weitere Tipps für richtig gute, kostenlose Plugins? Dann lass mir gerne einen Kommentar da!