Du hast bestimmt auch schon die ein oder andere Website mit Grauen wieder verlassen, oder? Natürlich kann es passieren, dass die Website einfach vom Angebot her nicht zu dir gepasst hat oder dich vom Inhalt her nicht angesprochen hat. Aber leider passiert es genauso häufig, dass die Informationen oder das Angebot genau das Richtige für dich wären, du es aber nie erfahren wirst – weil die Website einfach schlecht, unübersichtlich, unklar oder einfach fehlerhaft ist.

Damit dir das mit deiner Website nicht passiert, habe ich dir hier einmal die 13 No-Gos zusammengefasst, die du unbedingt vermeiden solltest:

1. Es ist nicht sofort klar, worum es bei dir und deinem Angebot geht.

Das Allerwichtigste auf deiner Website ist der Bereich ganz oben, der direkt geladen und ohne Scrollen angezeigt wird (der sogenannte Staging oder „Above the fold“ Bereich). Verschwende diesen am besten nicht mit „Herzlich Willkommen auf meiner Website“ und weiteren Texten und Bildern, die dem Besucher nichts sagen.
Klarheit ist hier wirklich King.

Sind die folgenden Fragen direkt auf den ersten Blick zu beantworten?

  • Wer schreibt hier? (Dein Logo/Name und ggf. Slogan)
  • Worum geht es? (Möglichst in einem Satz)
  • Wo finde ich mehr Infos? (Menüleiste)
  • Was soll ich als nächstes tun? (Button mit einer Handlungsaufforderung, z.B. in den Newsletter eintragen oder Beratungsgespräch vereinbaren) 

 2. Die Website ist auf dem Handy oder Tablet nicht schön oder nicht nutzbar

Vermutlich hast du es schon unzählige Male gehört, aber es ist wirklich wichtig, dass deine Website auch auf dem Handy oder Tablet optimal dargestellt wird. Dazu brauchst du ein WordPress Theme (Design), das „responsive“ ist, sich also je nach Gerät hübsch anpasst und z.B. die Zeilen und Spalten anders umbricht. Prüfe deine Website unbedingt am Handy oder Tablet auf „Herz und Nieren“ und versuche, die Buttons auch anzuklicken und Formulare auszufüllen und abzuschicken.

Hast du z.B. kein Tablet zu Hause, kannst du dies auch ganz einfach am Browser simulieren. Beim Google Chrome z.B. klickst du im Hauptmenü je nach Sprache auf View (oder Ansicht) -> Developer (Entwickler) -> Developer Toolbar und dann auf das kleine Handy- Tabletsymbol.

3. Lange Ladezeit

Studien zeigen: Bei mehr als 3 Sekunden werden viele Besucher schon sehr nervös 🙂 Dauert es noch länger, verlierst du die meisten Besucher schon, bevor sie sich deine Website überhaupt angeschaut haben!

Du kannst die Ladezeiten auf viele Wege optimieren; am besten schaust du dir deine Seite einmal über die Google PageSpeed Insights an, auf der dir schon viele gute Hinweise gegeben werden. Häufig hilft es schon, die Bilder zu verkleinern (siehe auch Punkt 9) und ein Plugin wie z.B. Autoptimize zu installieren. Mehr Infos hierzu findest du auch in meinem Blogartikel 5 Tipps, um deine Website schneller zu machen.

4. Unlesbare Kombination von Text und Hintergrund

Achte unbedingt darauf, dass der Text auf dem gewählten Hintergrund auch gut lesbar ist. Bei Farben ist dies oft einfach zu bewerkstelligen (hellgrau auf weiß geht halt nicht), bei Fotos kann dies etwas schwieriger sein. Ein häufig genutzter Trick ist es, den Text dann entweder auf eine farbige Box zu legen oder die Transparenz des Hintergrundbildes zu erhöhen.

Prüfe auch, wenn möglich, ob die Texte auf unterschiedlichen Bildschirmen gut lesbar sind, da die Farben und Kontraste je nach Gerät anders dargestellt werden.

5. Zu viele und zu unklare Texte

Am besten ist es, pro Seite ein klares Ziel vor Augen zu haben. Auf der Seite für deine Newsletter Anmeldung (auch Landingpage genannt) macht es keinen Sinn, noch andere tolle Produkte und Blogartikel von dir vorzustellen – der Besucher wird dadurch leicht abgelenkt und ist eher dazu geneigt, weiterzuklicken, statt sich einzutragen.

Falls du auch WordPress mit dem DIVI Theme nutzt, kannst du bei den Seiten-Attributen ganz einfach von „Standard-Template“ auf „Blank“ umschalten und hast damit das Menü und andere ablenkende Elemente deaktiviert. Falls nicht, kannst du dir z.B. das Landing Page Builder Plugin kostenlos installieren.

Geh deine Seiten nochmal gezielt danach durch, was du auf der jeweiligen Seite vermitteln (Information) und erreichen (Aktion) möchtest und optimiere dies ggf. nochmal.

6. Unvorteilhafte (Stock-) Fotos

Gute Fotos sind unheimlich wichtig. Sie transportieren Emotionen und verstärken, worum es auf der Website gehen soll.

Stockfotos, die jeder schon kennt und noch schlimmer, wo der Text gar nicht zum Bild passt, solltest du unbedingt vermeiden. Aber auch von dir selbst solltest du am besten Fotos verwenden, auf und mit denen du dich auch wohlfühlst, denn das wird auch ausgestrahlt.

Wenn du es dir zutraust, versuche, Fotos von Kaffeetassen und Computern doch einfach selbst zu machen 🙂 Es gibt mittlerweile auch tolle Fotografen, die individuelle Fotos (Stillleben & Co.) für einen erstellen und auch in Portraitfotos von dir solltest du unbedingt einmal etwas Geld investieren, denn es lohnt sich wirklich.

7. Bilder sind nicht optimiert

Wenn du nun ein paar schöne Fotos und Infografiken für deine Website hast, solltest du noch die Extrameile gehen und die Fotos fürs Web optimieren. Dies spart viel Ladezeit, ohne, dass sichtbare Qualitätsverluste auftreten.

Für Fotos solltest du immer JPGs nehmen, die wesentlich kleiner sind als PNGs. PNGs dagegen bieten sich vor allem für Logos, Vektor- und Infografiken mit transparenten Hintergründen an. Die Bilder sollten genau die Größe haben, die auch für die Website benötigt werden: Wenn du z.B. einen Bereich hast, in den ein 800×600 Pixel großes Bild passt, sollte dein Bild schon vor dem Hochladen auch auf 800×600 Pixel zugeschnitten oder verkleinert werden und nicht ultra-hochauflösend hochgeladen und einfach nur kleiner dargestellt werden, da sonst das sehr große Bild trotzdem geladen werden und dann noch verkleinert werden muss (doppelter Zeitverlust). 

Wenn du mit Photoshop arbeitest, ist eine Funktion fürs Komprimieren von Bildern bereits enthalten. Ansonsten kannst du deine Bilder einfach noch über den kostenlosen (bis 5 MB) Webdienst TinyPNG verlustfrei verkleinern. WordPress Plugins wie z.B. EWWW Image Optimizer helfen ebenfalls dabei, deine Bilder noch weiter zu komprimieren, ohne, dass sie schlechter aussehen. 
Schau dir für mehr Infos dazu auch meinen Blogartikel an: Wie optimiere ich meine Bilder für meine Website?

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8. Automatisch laute Musik spielen

Es ist fast nie eine gute Idee, Musik oder ein Video ungefragt beim Besuch einer Website loszuspielen. Der Besucher könnte die Seite z.B. im Büro ohne Kopfhörer öffnen (peinlich), oder Kopfhörer auf sehr laut gestellt haben (aua), oder viele viele Tabs geöffnet haben und muss dann erst einmal auf die Suche gehen (oh, wo kommt denn der Sound jetzt her?). Es ist einfach sehr benutzerunfreundlich und wird heutzutage echt nicht mehr gemacht. Binde gern ein Video von deiner Arbeit oder deiner Katze ein, dann lass es aber bitte nur dann abspielen, wenn der Besucher gezielt auf den Play Button klickt.

9. Werbung auf Businessseiten

Werbung in Form von Bannern und vor allem Popups nervt eigentlich jeden und wirkt gerade auf Businessseiten unprofessionell. Ich würde sie komplett weglassen und rate auch von Newsletter Popups ab. Wenn du unbedingt Werbung schalten musst, dann frage dich: Welche Art und Form von Werbung würde mich selbst am wenigsten stören?

10. Ein schlechtes Menü

Das Menü ist der Wegweiser auf deiner Website. Auch wenn du deine Seiten und Unterseiten in- und auswendig kennst – auf deine Besucher trifft dies höchstwahrscheinlich nicht zu. Damit sie sich schnell und unkompliziert zurechtfinden können, solltest du dein Menü unbedingt klein und übersichtlich halten. Nicht mehr als 7 (besser 5) Hauptmenüpunkte und nicht mehr als 1 Untermenülevel sind empfohlen.

Achte außerdem auf eine klare Schrift und überlass Schnörkelschriften lieber andere Plätze auf deiner Website. Auch die Namensgebung sollte sich an gängige Konventionen halten; wenn du die Seite statt „Über mich“ (oder sowas in der Art) einfach „Wer hat an der Uhr gedreht“ nennst, ist das vielleicht lustig, aber niemand weiß, was sich dahinter verbirgt. Und das wollen wir beim Hauptmenü definitiv nicht.

11. Datenschutz ignorieren

Hast du schon mal jemanden getroffen, der zu dir gesagt hat „Mensch, die DSGVO finde ich großartig“? Ich nicht. Trotzdem benötigst du auf deiner Website eine Impressumseite, eine Datenschutzerklärung (beides kostenlos über e-recht24.de zu generieren) und ein Cookie Banner (z.B. von Borlabs Cookies). 

Für den Newsletter darfst du in der Regel nur die E-Mail-Adresse abfragen, restliche Felder (z.B. Vorname) müssen freiwillige Felder bleiben. Ein Hinweis darauf, welche Inhalte und wie häufig der Newsletter erscheint, müssen bei der Anmeldung sichtbar sein. Und natürlich muss man beim Einbinden von Bildern darauf achten, dass das Urheberrecht nicht verletzt wurde. Einen ganz tollen kostenlosen Datenschutzkurs findest du auf digistore24.

12. Texte, die nur für dich geschrieben sind

Es ist sehr schön, wenn du auf deiner Website über dich und deine Arbeit erzählst. Aber mach dies immer unter dem Gesichtspunkt, ob dies überhaupt relevant für deinen Besucher ist. Schreibe die Texte am besten so, als würdest du mit deinem Wunschkunden gerade beim Kaffee trinken sitzen und ihm etwas erzählen.

Und noch ein kleiner Verkaufstipp: Verkaufe nicht den Bohrer (das Coaching, die Dienstleistung x), sondern verkaufe das Ergebnis – das Loch in der Wand oder noch besser das hübsche Bild, dass dein ganzes Wohnzimmer zum Strahlen bringt. Habe dabei immer im Hinterkopf, dass du nicht einfach jeder x-beliebigen Person etwas aufschwatzen willst, was sie nicht braucht, sondern dass du von deinem Produkt überzeugt bist (wenn nicht: Arbeite daran!) und damit auch wirklich Menschen helfen kannst.

13. Seite nicht aktuell halten

Auch wenn Suchmaschinen es lieben: Als Mama von zwei kleinen Kindern schaffe ich es selbst nicht immer, regelmäßig neue Blogbeiträge zu erstellen. Trotzdem ist es wichtig, die Seiten zumindest so aktuell zu halten, dass dort keine veralteten Informationen stehen.

Stefanie Motiwal
Stefanie Motiwal

Hey, ich bin Stefanie und helfe Frauen, die mit ihrem Online Business durchstarten wollen, mit ihrer Website.
Zwar habe ich schon lange mit WordPress gearbeitet, aber musste dann schnell feststellen, dass zu einer guten Website viel mehr dazugehört, als nur die Technik.
Von mir lernst du daher nicht nur, wie du Einstellungen in WordPress bei Plugins & Themes vornimmst, sondern auch, worauf es bei Design, Struktur, Text & Layout ankommt.
Dabei ist es mir wichtig, dass der Spaß nicht auf der Strecke bleibt und du ganz viel für dich und dein Business mitnehmen kannst!

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