Website mit KI erstellen: 5 Wege im Praxis-Check und was ich dir empfehle

Website mit KI erstellen: 5 Wege im Praxis-Check und was ich dir empfehle

Wie traumhaft wäre das: Du schreibst in ein KI-Tool, wer du bist und was du anbietest, drückst auf den Zauberknopf und schwupps – kommt eine fertige, perfekte Website raus, die dir am laufenden Band Kund*innen bringt.

Die erste Hälfte dieses Traums ist inzwischen Realität. Claude, ChatGPT und Co. bauen dir in wenigen Minuten eine Website, die - auf den ersten Blick - oft ziemlich gut aussieht. Die zweite Hälfte (die Kund*innen am laufenden Band) liefert dir leider noch kein Tool mit.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich bin keine KI-Gegnerin. Ich arbeite regelmäßig mit Claude und ChatGPT und habe auch getestet, eine Website komplett von der KI erstellen zu lassen Mein Ziel ist es, dir die Arbeit, das Marketing, die Technik soweit zu erleichtern, wie möglich - aber ohne, dass das Ergebnis darunter leidet. Gerade deshalb möchte ich dir zeigen, wo dir KI beim Website-Erstellen Zeit spart und wo dich die Abkürzung am Ende mehr Zeit kostet, als sie dir bringt.

Website mit KI erstellen: Warum der Zauberknopf nicht reicht

Hinter einer Website, die Kund*innen gewinnt, stecken unzählige Entscheidungen. Bevor die erste Seite steht, klärst du unter anderem diese Fragen:

  • Wer sind deine Wunschkund*innen und was beschäftigt sie gerade?
  • Welches Angebot steht im Mittelpunkt und welches Problem löst es?
  • Was unterscheidet dich von den vielen anderen, die etwas Ähnliches anbieten?
  • Welche Unterseiten brauchst du?
  • Welchen Weg gehen Besucher*innen bis zur Anfrage?
  • Welche Farben, Schriften und Fotos passen zu dir und deiner Marke?
  • Welche Tools hängen dran: Newsletter, Terminbuchung, Zahlungsanbieter?

Für diese Fragen brauchst du Zeit. Viele Antworten findest du erst, wenn du über dein Business nachdenkst, mit Kund*innen sprichst oder dein Angebot ein paar Mal verkauft hast. Eine KI kann dich dabei als Sparringspartnerin begleiten, die Antworten musst du aber letztlich selbst finden, damit sie auch wirklich zu dir passen.

Und hier liegt der Haken: Gibst du der KI diese Entscheidungen nicht mit, trifft sie sie für dich. Sie wählt dabei das Wahrscheinlichste, und das ist das, was sie in unzähligen anderen Websites gesehen hat - heraus kommt also ein ziemlich gewöhnlicher Durchschnitt. Genau das, was du im Marketing bei einem sehr vollen Markt NICHT möchtest.

KI-Websites: Schön reicht einfach nicht aus

Bei meinem eigenen Test war das Ergebnis eindeutig: Ohne viel Aufwand, Hintergrundinfos und richtig guten Input sah die Website langweilig und generisch aus - wenn du schon mehrere KI-Websites gesehen hast, wird dir das Muster schnell auffallen.

Aber fast noch schlimmer sind meist die Texte: Du liest dir einen Abschnitt durch und es hört sich vielleicht ganz gut an, aber nach dem Lesen denkst du dir "Äh... was möchte die Person damit eigentlich konkret sagen?"

Äh.... bitte was?

Ganz besonders schlimm finde ich persönlich diese Häufung von Worten wie "trägt" oder "ehrlich" - oft in Zusammenhängen, in denen sie einfach gar keinen Sinn machen und mittlerweile von der KI einfach inflationär gebraucht werden.

Ein "ehrlicher" Impuls? Gibt es also auch unehrliche Impulse?

Das ist ein Problem: Alle haben Zugriff auf dieselben Tools. Erstellen viele Selbstständige ihre Website auf diese Weise, sehen die Ergebnisse sehr ähnlich aus und klingen auch so. Deine Besucher*innen denken „Ahja, nett“ - aber buchen nichts. Denn bei der Masse an Angeboten reicht „nett“ einfach nicht mehr aus, damit sich jemand für dich entscheidet.

Nicht so. Nicht so. Sondern so - wir alle können es mittlerweile nicht mehr lesen, oder?

Die größere Gefahr sehe ich aber sogar noch woanders: Eine KI-Website sieht auf den ersten Blick gut aus, du denkst dir dann als Anbieterin „Wow, super!“, hakst das Thema Website gedanklich ab und kümmerst dich um andere Aufgaben. Dass deine Website nicht für dich arbeitet, merkst du oft erst Monate später, wenn überhaupt. In der Zwischenzeit lässt sie Besucher*innen verwirrt zurück und/oder holt sie nicht ab. Aber genau diese Menschen hätten deine Wunschkund*innen werden können.

Die KI scheint oft zu probieren, wie kurz Sätze wohl werden können...

Design-Fails

Der Name WebDESIGN kommt nicht von ungefähr - gerade mit Farben, Schriften, Anordnung, Abständen, Hintergründen, Bildern, Hierarchie lässt sich so unfassbar viel übermitteln, was weit über das geschriebene Wort hinausgeht. Wenn du dein Branding mit eine*r Branddesigner*in ausarbeitest, wird unter anderem berücksichtigt, welche Zielgruppe du hast, was deine Persönlichkeitsmerkmale sind, wie du auftreten möchtest, was du anbietest, was dich besonders macht und von anderen unterscheidet - all das wird dann übersetzt in ein stimmiges Design, was einfach schon auf den ersten Blick vermittelt "hier bin ich richtig" - und zwar den richtigen Kund*innen!

Gerade das kann die KI einfach noch nicht leisten (und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie hier nie so gut werden wird wie Designer*innen mit Erfahrung und Wissen) und sowohl was ich bei Kontrasten als auch bei Gradienten, Farbverläufen schon gesehen habe ist teilweise ganz schön krass:

Kannst du das etwa gut lesen? Also ich persönlich hätte da eine weiße Schrift gewählt... Kontraste sind wichtig für Barrierefreiheit!

Hui, da wurden die Farbverläufe aber wirklich unpassend zusammengestellt..

Fazit: Was eine Website unverwechselbar macht, kann die KI sich nicht einfach ausdenken (bzw. sollte sie bitte nicht). Es kommt aus dir und deinem Business:

  • deine Haltung und deine Meinung zu Themen deiner Branche
  • echte Beispiele und Ergebnisse aus der Arbeit mit deinen Kund*innen
  • die Worte, mit denen deine Kund*innen ihr Problem beschreiben
  • deine Geschichte und der Grund, warum du tust, was du tust
  • eigene Fotos statt Stockbilder

Gibst du der KI dieses Material mit, wird das Ergebnis deutlich besser. Dafür musst du es allerdings erst einmal erarbeitet haben - die Basis kannst du also nicht überspringen, egal wie sehr du dir das wünschst.

Du musst das Ergebnis beurteilen können

Deine Steuererklärung würdest du auch nicht von einer KI erstellen lassen und auf gut Glück abschicken (hoffe ich zumindest). Bei deiner Website gilt dasselbe: Die KI liefert dir ein Ergebnis, das auf den ersten Blick vielleicht überzeugend aussieht. Ob alles aber nach Design-, Copywriting-, Datenschutz-, und Sicherheitsaspekten Sinn macht und korrekt ist, kann sie dir allerdings nicht garantieren. Diese Prüfung bleibt an dir hängen und ist oft wesentlich schwieriger bei neu erstellten KI-Dateien durchzuführen als bei etablierten Systemen wie z.B. WordPress, bei denen du unzählige Anleitungen und Expert*innen findest.

Diese Punkte solltest du bei jeder Website prüfen können, die eine KI für dich erstellt hat:

Datenschutz: Impressum und Datenschutzerklärung brauchst du als Selbstständige auch auf einer KI-Website. Außerdem bindet KI-generierter Code ggf. externe Dienste direkt ein, zum Beispiel Google Fonts, YouTube-Videos, ein Newsletter-Anmeldeformular oder Analyse-Tools. Ohne Einwilligung deiner Besucher*innen wird das datenschutzrechtlich heikel.

Sicherheit: Eine reine HTML-Seite ohne Formulare bietet an sich noch relativ wenig Angriffsfläche. Kritisch wird es aber, sobald Kontaktformulare, Logins oder Skripte auf dem Server dazukommen. Diesen Code hat die KI geschrieben, und außer dir hält ihn niemand aktuell. Im Zweifelsfall öffnest du damit Angreifern Tür und Tor, um Schadcode zu verbreiten. Bei WordPress kannst du mit einigen Maßnahmen (Sicherheitsplugins, regelmäßigen Updates, Backups) schon die größten Sicherheitslücken schließen und trotzdem den großen Funktionsumfang an getesteten, etablierten Plugins genießen.

Mobile Version: Teste jede Seite auf deinem eigenen Handy und am besten auch auf dem Tablet. Lässt sich das Menü bedienen? Sind Schrift und Buttons groß genug (die KI arbeitet sehr gerne mit Ameisenschrift)? Bricht ein Bild oder eine Tabelle aus dem Layout?

Barrierefreiheit: Reichen die Kontraste? Haben alle Bilder Alternativtexte? Stimmt die Reihenfolge der Überschriften? Kannst du die Seite mit der Tastatur bedienen?

SEO: Hat jede Seite einen eigenen Titel und eine Meta-Beschreibung? Gibt es eine Sitemap? Hast du die Website in der Google Search Console angemeldet? Wie du außerdem in KI-Suchmaschinen sichtbar wirst, liest du in meinem Artikel GEO statt SEO.

Bist du bei einigen dieser Fragen unsicher, ist das kein Grund zur Panik. Du weißt jetzt, wo du dir Wissen aneignen solltest, bevor du die KI für dich arbeiten lässt.

Daneben gibt es die größeren Fragen rund um KI: Urheberrecht, Datenschutz bei den KI-Anbietern selbst und die Umweltkosten. Sarah Osenberg hat dazu einen lesenswerten Artikel geschrieben: KI und GenAI kritisch betrachtet.

Fehler, Fails, lustige und weniger lustige Probleme: In diesem Artikel sind weltweite Fehler der KI auf Websites gezeigt, wie zu teilweise größeren Problemen geführt haben. Auch hier gilt natürlich: Bitte prüfe jede Information, bevor du sie einfach so übernimmst oder online stellst - die KI tut das nämlich nicht sondern bietet dir Texte an, die erstmal plausibel klingen, egal ob sie es wirklich sind oder nicht.

5 Wege, KI für deine Website zu nutzen (kleiner Praxis-Check)

KI kann dir auf sehr unterschiedliche Arten beim Website-Erstellen helfen. Diese fünf Wege habe ich mir genauer angeschaut.

Weg 1: Website mit Claude oder ChatGPT als Code erstellen

Du beschreibst der KI deine Website, und sie schreibt dir den Code dafür: HTML für die Inhalte, CSS für das Design und oft etwas JavaScript. Diese Dateien lädst du bei deinem Webhoster hoch, und deine Website ist online. Das geht schnell, und gestalterisch hast du alle Freiheiten.

Die Haken zeigen sich, sobald du mit der Website arbeiten willst:

  • Jede Änderung passiert im Code. Ein neuer Preis, ein anderes Foto, ein einzelnes Wort: Ohne HTML-Kenntnisse findest du die richtige Stelle kaum, ohne dabei etwas anderes zu verschieben. Deshalb bitten viele in der Praxis für jede Kleinigkeit die KI um eine neue Version und laden dann die Datei neu hoch - echt viel Aufwand für Mini-Änderungen.
  • Menü und Footer stecken in jeder Datei. Kommt eine neue Unterseite dazu, passt du das Menü auf jeder einzelnen Seite an. Auch Farben und Schriften sind oft über viele Dateien verteilt. Und selbst wenn die KI sie sauber in einer eigenen Datei bündelt, hast du noch keine Oberfläche, in der du deine Inhalte bequem pflegst. Genau dafür wurden ja vor über 20 Jahren Content-Management-Systeme wie WordPress entwickelt - damit man eben nicht mehr einzeln in Dateien rumpfuschen muss 😉
  • Neue Funktionen müssen programmiert werden. Ein Kontaktformular braucht zum Beispiel einen Teil, der auf dem Server läuft und die Nachricht verschickt. In WordPress greifst du auf ein großes Verzeichnis an getesteten, etablierten Plugins zu, oft inklusive Support und Updates. Bei einer KI-Website lässt du dir jede Funktion neu programmieren oder bindest einen externen Dienst ein. Dann müsstest du jede der neu programmierten Funktionen ausgiebig testen - und als jemand, der im Software-Testing gearbeitet hat kann ich dir sagen: Der Aufwand davon wird in der Praxis oft unterschätzt.
  • Ein Blog wird mühsam. Jeder Artikel ist eine neue Datei, und die Übersichtsseite pflegst du von Hand.
  • Das Hochladen will gelernt sein. Du findest heraus, wie die Dateien zu deinem Webhoster kommen, zum Beispiel per FTP, über den Dateimanager deines Hosters oder Anbieter wie Netlify.

Von WordPress bist du damit unabhängig - dafür hängst du bei jeder Änderung an der KI, solange du den Code nicht selbst im Detail verstehst.

Mein Fazit 👎: Für Selbstständige ohne Programmierkenntnisse empfehle ich diesen Weg nicht. Als schneller Entwurf, um eine Designrichtung auszuprobieren oder Ideen visualisiert zu sehen, kann er dir trotzdem helfen.

Weg 2: WordPress mit KI verknüpfen

Seit WordPress 7.0 (Mai 2026) steckt im Kern von WordPress eine Grundlage für KI. In einem zentralen Bereich verbindest du deine Website mit einem KI-Anbieter wie OpenAI, Anthropic oder Google, und Plugins können diese Verbindung anschließend nutzen. Du kannst dir das wie eine Steckdose vorstellen: WordPress liefert den Anschluss, die Funktionen selbst kommen über Plugins.

Das offizielle KI-Plugin erstellt zum Beispiel Titel, Auszüge, Alternativtexte und Bilder. Im Block-Editor erscheint die Möglichkeit, Inhalte mit KI erstellen zu lassen - allerdings brauchst du dafür separates Guthaben beim jeweiligen KI-Anbieter, unabhängig vom normalen monatlichen Abo, was du evtl. schon bezahlst.

WordPress spricht über die Schnittstelle (API) mit dem Anbieter, und die rechnet er separat nach Verbrauch ab. Du legst dir dafür ein eigenes API-Konto an und lädst Guthaben auf. Bedenke außerdem: Alles, was du über das Plugin an die KI schickst, landet beim Anbieter.

Für Technik-Interessierte: Über die neue Abilities API können KI-Assistenten mit passenden Zusatz-Tools auch Aktionen auf deiner Website ausführen, zum Beispiel Entwürfe anlegen. Das richtet sich bisher vor allem an Entwickler*innen.

Mein Fazit 👎: Beim Seitenbauen bringt dir die KI-Integration in WordPress aktuell noch wenig. Das Fundament an sich klingt aber trotzdem schon ganz gut: Du arbeitest auf einem stabilen System mit Benutzerverwaltung, Sicherheitsplugins und vernünftigem Datenschutz und setzt KI gezielt dort ein, wo sie dir hilft.

Weg 3: Unterseiten mit Divi AI erstellen lassen

Arbeitest du mit dem Divi Theme, erstellt dir Divi AI eine Unterseite nach deiner Beschreibung. Die Seiten an sich haben mich aber in der Vergangenheit überhaupt nicht überzeugt und auch die Prompts werden anders als in normalen KI-Tools nicht korrekt berücksichtigt.

Hier ein Video aus meinem Praxistest von 2025:

Eine wesentlich bessere Alternative ist der - leider kostenpflichtige - Divi KI Agent, siehe nächster Punkt.

Mein Fazit👎: Als Rohbau höchstens ein bisschen brauchbar - in der Praxis geht es aber oft schneller und vor allem viel besser, wenn du die Unterseite mit Divi selbst erstellst.

Weg 4: Den Divi KI Agenten nutzen

Seit Divi 5.12 (September 2026) gibt es einen KI-Agenten direkt im Divi Builder, und er geht deutlich weiter als Divi AI. Im Build Mode beschreibst du, was passieren soll, und der Agent setzt es direkt auf deiner Seite um: Er legt Layouts an, bearbeitet Module, ändert Design-Einstellungen und verwaltet Menüs. Im Ask Mode stellst du Fragen zu deiner Seite, ohne dass sich etwas verändert. Ganz fehlerfrei arbeitet er noch nicht, und leider brauchst du für ihn ein Divi-AI-Abo plus Guthaben.

Wie der Agent funktioniert und was er im Praxistest kann, zeige ich dir in meinem Artikel Divi KI Agent: So funktioniert er & was er kann, inklusive Video.

Mein Fazit 👍: Sieht ganz vielversprechend aus, vor allem wenn er bei den kleinen Einstellungsproblemen in Divi helfen kann oder Seiten anhand von Screenshots nachbauen kann - in der Praxis funktioniert aber noch nicht alles so super.

Weg 5: Divi-Layouts mit Claude & Co. erstellen.

Du kannst dir von der KI JSON-Dateien erstellen lassen und diese als Layout in Divi importieren. So verbindest du die Gestaltungsfreiheit der KI mit dem stabilen Fundament von WordPress. Du kannst diese erstellte Seite dann zum Glück vollständig mit dem Divi Builder weiter bearbeiten und musst nicht - wie bei der reinen HTML Datei, siehe Weg 1 - eine neue Datei erstellen für jede Änderung.

Bevor die Seite erstellt werden kann musst du der KI (ich habe es mit Claude getestet) eine Beispiel JSON Datei mitgeben, damit sie das Format korrekt auslesen und nachbauen kann. Das ist nicht immer ganz einfach und braucht manchmal mehrere Anläufe. Wie das geht, zeige ich im Divi 5 Powerkurs.

Mein Fazit 👎: Relativ viel Aufwand für ein Ergebnis, dass du mit ein bisschen Divi Kenntnissen vermutlich schneller und schöner selbst gemacht hättest. Aber wenn du weder Zeit noch Nerven hast, das selbst nachzubauen, ist das ggf. ein Weg für dich.

Mein Fazit: KI beim Website-Erstellen? Jein, wenn dann nur mit Vorarbeit

KI kann dir beim Website-Erstellen viel Zeit sparen. Allerdings nur, wenn du die Grundlagen geklärt hast und weißt, wie ein gutes Ergebnis aussieht. Mein Test hat genau das bestätigt: Eine KI-Website lohnt sich erst, wenn die ganze Vorarbeit erledigt ist (Und ganz ehrlich? Selbst dann mache ich es noch schneller und besser per Hand).

Ja zur KI, wenn du

  • genau weißt, wer deine Zielgruppe ist, was du anbietest und was dich ausmacht,
  • der KI alles mitgibst, was sie für die Aufgabe wissen muss, inklusive Hintergrundwissen und deiner Erfahrungen,
  • beurteilen kannst, ob das Ergebnis richtig gut ist oder nur an der Oberfläche kratzt.

Nein zur KI, wenn du auf gut Glück Zeit sparen willst und am Ende eine hübsch aussehende, nett klingende, aber austauschbare Website hast.

Meine Empfehlung: WordPress als stabile Basis, dazu KI als Sparringspartnerin. Arbeitest du mit Divi, beschleunigen der KI-Agent und importierte JSON-Layouts das Bauen. Abraten würde ich dir davon, deine Business-Website komplett als Code von Claude oder ChatGPT erstellen zu lassen, solange du diesen Code nicht selbst verstehst.

So nutze ich KI selbst: Claude und ChatGPT sind für mich Sparringspartner. Ich lasse sie größere Datenmengen auswerten, Muster erkennen, Texte korrekturlesen und Ideen ordnen. Meine Texte schreibe ich selbst und lasse sie gegenchecken: Habe ich etwas doppelt? Komme ich schnell genug zum Punkt? Gibt es einen roten Faden? Die Grundidee kommt von mir, und auch die Antwort der KI ist für mich eine Meinung und nie der Weisheit letzter Schluss. Das Denken sollten wir weiterhin selbst übernehmen.

Häufige Fragen zum Website-Erstellen mit KI

Kann KI eine Website erstellen?

Ja. Claude oder ChatGPT schreiben dir den Code für eine komplette Website, und in Divi baut der KI-Agent Seiten nach deiner Beschreibung. Ob diese Website Kund*innen gewinnt, hängt von deiner Vorarbeit ab: Zielgruppe, Angebot, Positionierung und Inhalte, die nach dir klingen.

Ist eine KI-Website gut für SEO?

Nur weil sie oft schneller geladen wird, ist sie nicht automatisch besser für Suchmaschinen. Ganz im Gegenteil: Ob du gefunden wirst, entscheidet vor allem, ob deine Inhalte die Fragen deiner Zielgruppe beantworten. Dazu kommen technische Grundlagen wie Seitentitel, Meta-Beschreibungen und eine Sitemap, an die die KI nicht zuverlässig von selbst denkt.

Lohnt sich eine Website mit KI?

Als alleiniges Bauwerkzeug: Nein. Als Unterstützung: Ja, wenn du die Grundlagen geklärt hast und das Ergebnis beurteilen kannst. In diesem Fall spart dir KI Zeit beim Strukturieren, Formulieren und Bauen einzelner Abschnitte, wenn du das nicht selbst erledigen möchtest. Ohne diese Vorarbeit bekommst du eine austauschbare Website, und die kostet dich am Ende mehr Zeit (und Umsatz!!), als sie dir spart.

Brauche ich für die KI-Funktionen in WordPress ein Claude- oder ChatGPT-Abo?

Ein normales Abo reicht dafür nicht. WordPress verbindet sich über die Schnittstelle (API) mit dem KI-Anbieter, und die rechnet der Anbieter separat nach Verbrauch ab. Du brauchst ein eigenes API-Konto mit Guthaben.

Mit Vorlagen und strategisch eingesetzter KI zu mehr Sichtbarkeit und Umsatz: Rock your Website

In meinen Gruppenprogrammen arbeiten wir mit händisch erstellten, kuratierten Vorlagen für deine Unterseiten. Sie enthalten Textplatzhalter und sind auf den deutschsprachigen Markt zugeschnitten, denn der tickt anders als der US-Markt. Dazu bekommst du KI-Prompts mit einer detaillierten Beschreibung, damit die KI dich insbesondere bei der Recherche (für Suchmaschinen, für Kooperationspartner etc.) beim Texten unterstützt, statt alles für dich zu schreiben. So kommst du schneller zu einem richtig guten Ergebnis, das zu dir und deinem Business passt, und stichst mit deiner Persönlichkeit heraus.

In Rock your Website, meinem 4-monatigen Mentoring für mehr Sichtbarkeit, Umsatz und Reichweite, machen wir genau die Vorarbeit, ohne die keine KI ein gutes Ergebnis liefert. Die nächste Runde startet Ende Januar 2027.

Hier kommst du auf die Warteliste für Rock your Website

Vom IT-Support zum eigenen Online-Business: Warum Umwege manchmal genau der richtige Weg sind

Vom IT-Support zum eigenen Online-Business: Warum Umwege manchmal genau der richtige Weg sind

Vor kurzem war ich bei Silke Fernández zu Gast und durfte mit ihr über meinen beruflichen Weg, meine Selbstständigkeit und darüber sprechen, wie und warum ich heute eigentlich das mache, was ich mache.

Silke Fernández ist Coach und Mentorin für Frauen mit Berufserfahrung, die sich danach sehnen, auf einem sinnvollen Weg zu sein. Sie begleitet sie dabei, ihre Richtung zu finden, ohne dafür alles hinzuwerfen oder ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf stellen zu müssen.

Im Gespräch haben wir nicht nur über Business und Websites gesprochen, sondern auch darüber, was ich früher einmal werden wollte, warum ich mich selbständig gemacht habe und was Erfolg, Sicherheit und Berufung für mich bedeuten.

Schau dir gern direkt das Video-Interview an, oder lies unter dem Video eine Zusammenfassung:

Einen ganz geradlinigen Weg nach dem Motto „Ich wusste schon mit 18, was ich einmal machen möchte“ hatte ich definitiv nicht. Mein erster Berufswunsch, an den ich mich erinnern kann, war zum Beispiel Synchronsprecherin. Mich hat das Erzählen ohne sich zeigen zu müssen total fasziniert - bis ich herausgefunden habe, dass man für den Beruf eine Schauspielausbildung braucht ... und damit war das Thema für mich ziemlich schnell erledigt. 😉 Nach diversen anderen Ideen - unter anderem Hotelfachfrau und Fotografin - bin ich schließlich in der IT gelandet.

Von der Fachinformatikerin über Bioinformatik zum eigenen Business

Mit 20 habe ich (nach einem Auslandsjahr als Au Pair in Spanien) eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration gemacht und danach einige Jahre im IT-Support gearbeitet.

Das hat mir richtig viel Spaß gemacht. Ich mochte dieses schnelle Umfeld und die Technik sowieso. Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, dass ich eigentlich immer nur „Brände lösche“ und mir etwas Tiefe fehlt.

Also habe ich Bioinformatik studiert, unter anderem in den Niederlanden und Spanien.

Ich hatte vorher eine ziemlich tolle Vorstellung von Forschung, unter anderem durch Serien wie „Bones“. In der Realität habe ich dann festgestellt: Hm, irgendwie doch nicht meins. Also das Fachgebiet Bioinformatik ist absolut fantastisch - aber die Ausübung vom Beruf in der Praxis dann doch nicht so, wie ich dachte.

Und so war das bei mir tatsächlich häufiger: Ich fand etwas spannend, habe es ausprobiert und dann im Alltag festgestellt, dass es doch nicht so gut zu mir passt wie gedacht - aber das ist für mich überhaupt kein Problem. Ich hatte nie das Gefühl, dass deshalb alles umsonst war. Auch ein Studium in einem Bereich, in dem ich heute nicht mehr arbeite, hat mich weitergebracht. Ohne viele dieser Erfahrungen könnte ich Einiges von dem, was ich heute mache, gar nicht machen.

Nach dem Studium bin ich schließlich im Technical Writing gelandet und habe unter anderem Software-Dokumentationen geschrieben, Video-Tutorials aufgenommen und Software systematisch getestet. Also im Grunde schon einiges von dem, was heute wieder Teil meiner Arbeit ist.

Websites waren ursprünglich einfach ein Hobby

Dass ich irgendwann einmal mit Websites mein Geld verdienen würde, war überhaupt nicht geplant.

Als ich mit 19 als Au-pair in Spanien war, habe ich eine eigene Au-pair-Website aufgebaut, um mich mit anderen Au-pairs auszutauschen. Wie das technisch funktioniert, habe ich mir einfach selbst beigebracht.

Und weil Menschen offenbar davon ausgehen, dass jemand, der „irgendwas mit Computern“ macht, automatisch alles rund um Computer, Handys, Druckern etc. kann, kamen später immer wieder Bekannte auf mich zu, die eine Website brauchten - so entstanden Websites für eine Hundezüchterin, eine Pferdetherapeutin, eine Druckereifirma, eine Studentenvereinigung und auch für einige meiner eigenen Hobbyprojekte.

Als meine Tochter ungefähr ein Jahr alt war und wir gerade mit der Kita-Eingewöhnung angefangen hatten, begann Corona. Die Vereinbarkeit mit meinem damaligen Job und geschlossenen Kitas wurde zunehmend schwierig. Nach kurzer Zeit dachte ich:

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Also habe ich mich selbstständig gemacht und zunächst vor allem WordPress-Support angeboten. Aus etwas, das vorher jahrelang eher ein Hobby und ein Nebenskill gewesen war, ist so nach und nach mein Business entstanden.

Warum mein Business heute so gut zu mir passt

Was ich an meiner heutigen Arbeit besonders mag: Sie verbindet unglaublich viele unterschiedliche Dinge, die mir Spaß machen.

Da ist natürlich die Technik. Ich liebe es tatsächlich, mich in neue Tools einzuarbeiten und herauszufinden, wie etwas funktioniert. Und gerade durch die ganzen Entwicklungen rund um KI gibt es ständig etwas Neues zu lernen.

Gleichzeitig arbeite ich sehr eng mit anderen Menschen zusammen, begleite sie, gebe Feedback und tausche mich mit ihnen aus.

Dazu kommen Schreiben, Texte und Kreativität.

Und: Management, Business, Planung und Organisation.

Eigentlich sind ziemlich viele Bereiche abgedeckt, die ich gerne mag.

Was natürlich fehlt, ist die klassische Sicherheit eines festen Gehalts.

Dafür habe ich die Freiheit, meine Zeit selbst einzuteilen, von verschiedenen Orten aus zu arbeiten und auch mein Business zu verändern, wenn etwas irgendwann nicht mehr zu mir passt.

Heute unterstütze ich vor allem Solo-Selbstständige dabei, über ihre Website Kund*innen zu gewinnen - und zwar möglichst, ohne dafür ständig auf Social Media präsent sein zu müssen.

Auch das hat viel mit meinem eigenen Leben zu tun.

Mit zwei Kindern hatte ich weder die Zeit noch besonders große Lust darauf, ständig neuen Social-Media-Content zu produzieren und irgendwelche Contentpläne zu befüllen - also habe ich für mich nach einem anderen Weg gesucht.

Über die Website können Menschen mich zum Beispiel über Suchmaschinen finden oder mittlerweile auch über KI auf mich aufmerksam werden. Von dort kommen sie im besten Fall in meinen Newsletter und ich kann regelmäßig mit ihnen in Kontakt bleiben und darüber meine Kurse oder meine 1:1-Angebote verkaufen.

Das ist die Art von Marketing, die wesentlich besser zu mir und meinem Alltag passt.

Der Weg in die Selbstständigkeit muss nicht von heute auf morgen passieren

Im Interview ging es natürlich auch darum, was ich Frauen raten würde, die gerade merken: So wie bisher möchte ich eigentlich nicht bis zur Rente weitermachen.

Und da finde ich einen Punkt besonders wichtig:

Man sollte nicht erwarten, dass man heute eine Entscheidung trifft und ab morgen plötzlich sein komplett neues Leben lebt.

Das Ganze ist ein (meist laaanger) Prozess.

Auch wenn sich mein Weg heute relativ leicht erzählen lässt, gab es auch bei mir Tage, an denen ich verzweifelt war. Mein Studium war zum Beispiel teilweise unfassbar schwierig und ich habe über Jahre sehr viel Zeit ins Lernen gesteckt und viele andere Bereiche vernachlässigt (dafür aber auch Cum Laude abgeschlossen 😎).

Genauso wenig würde ich jeder Person empfehlen, von heute auf morgen ihren Job zu kündigen und ab dem nächsten Monat von der Selbstständigkeit leben zu müssen. Vielleicht kann man erst einmal die Stunden reduzieren, oder abends oder am Wochenende anfangen, sich etwas aufzubauen.

Wenn ich sofort davon abhängig bin, dass mein neues Business genug Geld einbringt, entsteht natürlich auch ein enormer Druck.

Und bis eine Selbstständigkeit finanziell wirklich sicher auf eigenen Beinen steht, dauert es in den meisten Fällen einfach eine Weile.

Etwas gut zu können reicht nicht

Gleichzeitig glaube ich, dass es nicht reicht, sich nur zu fragen:

Was kann ich gut?

Wenn ich meinen Job aufgebe und etwas Eigenes aufbaue, würde ich immer auch schauen: Was erfüllt mich eigentlich? Was macht mir wirklich Spaß? Denn nur weil ich etwas gut kann, heißt das noch lange nicht, dass ich es jeden Tag machen möchte.

Ein großes Thema ist dabei für viele Frauen auch, überhaupt Geld für etwas zu verlangen, das ihnen vielleicht sogar leichtfällt oder Spaß macht... das kenne ich auch von mir selbst sehr gut.

Ganz am Anfang meiner Selbstständigkeit war ich eher an dem Punkt: Oh mein Gott, eigentlich müsste ich den Leuten wahrscheinlich noch Geld dafür geben, dass ich für sie arbeiten darf.

Mit der Zeit habe ich verstanden und erlebt, dass meine Arbeit natürlich einen Wert hat.

Meine Kund*innen sparen Zeit, bekommen eine Abkürzung und bessere Ergebnisse, weil ich weiß, was ich tue.

Aber auch das war bei mir ein Weg.

Genau deshalb ist mir heute auch wichtig, andere Frauen dabei zu unterstützen, finanziell unabhängig zu sein und sich selbst mehr zuzutrauen - gerade auch als Mutter.

Nicht einfach nur zu funktionieren, sondern sich zu fragen:

Wie möchte ich mein Leben eigentlich gestalten?

Und dann gibt es noch die Dinge, die einfach nur Spaß machen dürfen

Ein ziemlich wichtiger Teil meines Lebens ist das Schreiben.

Ich habe schon als Kind wahnsinnig gerne geschrieben, arbeite aktuell an einem Roman und erstelle außerdem ein Journal für Mütter. Gerade beim Schreiben merke ich gerade, wie schön es ist, auch etwas zu haben, an das erst einmal gar keine großen Erwartungen gestellt werden.

Es gibt mir Energie, Kraft und Freude und ich kann mich dabei einfach ausprobieren.

Vielleicht entsteht daraus irgendwann noch ein zweiter Einkommensstrom - vielleicht aber auch nicht. Ich bin kein Fan davon, dass alles, was wir in unserem Leben machen, unbedingt einen Nutzen haben, erfolgreich sein oder Geld bringen muss. Wir dürfen auch Dinge machen, weil sie uns einfach Spaß machen.

Gibt es einen roten Faden in meinem beruflichen Weg?

Im Interview wurde ich gefragt, ob ich rückblickend einen roten Faden in meinem Weg erkennen kann.

Und tatsächlich glaube ich, dass meine berufliche Entwicklung ziemlich gut dazu passt, wie ich mich selbst über die Jahre verändert habe.

Mit Anfang 20 war mir Sicherheit sehr wichtig.

Die IT war logisch und berechenbar. Ich musste mich nicht groß präsentieren oder besonders viel von mir persönlich zeigen. Ich konnte meine Arbeit machen und wusste, woran ich war.

Später habe ich angefangen, mich immer mehr zu trauen.

Auch in meiner Selbstständigkeit habe ich zunächst vor allem technische Anleitungen erstellt. Da konnte im schlimmsten Fall jemand sagen: „Das ist veraltet.“

Heute arbeite ich dagegen auch als Mentorin, gebe Feedback und sage ganz klar, wie ich bestimmte Dinge sehe.

Natürlich kann jemand darauf antworten: „Sehe ich komplett anders.“

Damit kann ich heute umgehen.

Vor einigen Jahren hätte ich das vom Selbstbewusstsein her wahrscheinlich noch nicht gekonnt.

Und vielleicht ist genau das der rote Faden: Meine Arbeit hat sich immer ein Stück weit mit mir weiterentwickelt.

Erfolg, Sicherheit und Berufung

Zum Abschluss des Interviews hat Silke mir verschiedene Begriffe genannt, zu denen ich spontan sagen sollte, was mir dazu einfällt.

Bei Berufung war meine erste Reaktion:

Ich glaube, Berufung darf sich über das Leben verändern. Ich glaube nicht daran, dass jeder Mensch mit genau einer Berufung geboren wird und wir diese nur finden müssen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die wir ausprobieren dürfen und die sich auch wieder verändern dürfen.

Bei Erfolg denke ich ähnlich. Erfolg muss nicht für jeden bedeuten, möglichst viel Geld zu verdienen. Für mich gehört dazu, zufrieden zu sein, tolle Menschen um mich herum zu haben, gut leben zu können und mein Leben so gestalten zu können, wie ich es möchte.

Und dann kam der Begriff Sicherheit. Meine ziemlich spontane Antwort darauf war: Sicherheit ist total überbewertet.

Denn komplette Sicherheit gibt es meiner Meinung nach sowieso nicht. Auch ein vermeintlich sicherer Job kann plötzlich weg sein. Das bedeutet für mich nicht, völlig unüberlegt irgendwelche Risiken einzugehen. Gerade bei einer Selbstständigkeit finde ich es wichtig, sich vorher über Finanzen, Steuern, Versicherungen und mögliche Unterstützung zu informieren und nicht einfach davon auszugehen, dass schon alles irgendwie funktionieren wird.

Aber ich frage mich bei vielen Entscheidungen:

Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Wenn eine Idee nicht funktioniert, kann ich etwas anderes ausprobieren. Wir könnten irgendwann wieder nach Deutschland ziehen. Ich könnte mir theoretisch wieder einen Angestelltenjob suchen.

Nicht jede Entscheidung muss für immer sein.

Und wahrscheinlich gilt genau das auch für die Berufung.

Vielleicht müssen wir gar nicht diesen einen perfekten Weg finden... vielleicht dürfen wir einfach ausprobieren, feststellen, dass etwas doch nicht passt, uns weiterentwickeln und dann den nächsten Schritt gehen.

Genau so ist zumindest mein eigener Weg bisher entstanden.

Wenn du Lust hast, mit mir zusammenzuarbeiten, trag dich gern auf die unverbindliche Warteliste für mein Mentoring-Programm "Rock your Website" ein.


Divi KI Agent: So funktioniert er & was er kann (Anleitung & Test)

Divi KI Agent: So funktioniert er & was er kann (Anleitung & Test)

Divi KI Agent: Die neue KI-Funktion in Divi 5.12 im Überblick

Seit Divi 5.12 (erschienen Anfang September 2026) hat Divi einen eigenen KI Agenten direkt im Builder. In diesem Blogartikel erfährst du, wie der Divi KI Agent funktioniert, was er schon kann und was (noch) nicht, und was du brauchst, um ihn nutzen zu können (Spoiler: Die normale lebenslange Lizenz reicht nicht aus).

Ganz unten habe ich dir auch ein Video eingefügt, bei dem du den Divi KI Agenten im Praxistest anschauen kannst.

Was die neue Funktion mit sich bringt: Statt dass du selbst Einstellungen suchen musst kannst du den KI-Agenten genau fragen, wie etwas geht (goodbye umständliches Googeln oder chatGT fragen). Und - noch krasser - statt dass du etwas auf deiner Seite selbst ändern musst, kannst du einfach den Agenten damit beauftragen: Du beschreibst, was passieren soll, und der Agent setzt es für dich in deiner Divi Seite um!

Elegant Themes nennt es selbst das größte Divi Update des Jahres und es kann viel mehr als ein einfacher Chatbot und (zum Glück) auch viel mehr als die alte Divi KI Funktion, die einem (eher schlechte) Unterseiten erstellt hat.

Wie kann ich den KI Agenten nutzen?

Erst einmal empfehle ich dir wie immer, ein Backup zu machen und dann - falls noch nicht geschehen - auf die neueste Divi 5 Version zu aktualisieren (ab Divi 5.12 ist die KI Funktion da).

Dann öffnest du links im Bearbeitungsmodus das neue KI-Agent Symbol:

und bekommst einen neuen Panel angezeigt mit einem Chatfenster unten.

Hier siehst du unten links "Ask" und kannst dies auch zu "Build" umstellen.

Build Mode vs. Ask Mode: der Unterschied

Der Agent kennt zwei Modi, die du unten links im Chatfenster umschaltest.

Im Build Mode greift der Agent aktiv in deine Seite ein. Du gibst einen Prompt wie „Erstelle mir eine Hero-Section mit Headline, Unterzeile und zwei Buttons" ein, und der Agent baut das direkt in der aktuell geöffneten Seite. Du kannst dazu sogar Screenshots hochladen, die er als Vorlage verwenden kann (wie gut das funktioniert - oder auch nicht - siehst du unten im Video).

Der Builder Mode kann Layouts anlegen, Module bearbeiten, Design-Einstellungen ändern, Seiten erstellen, Menüs verwalten und mit Theme-Builder-Vorlagen arbeiten.

Im Ask Mode stellst du gezielte Fragen zur Seite, ohne dass etwas verändert wird. „Wie ändere ich die Schriftgröße meiner Headline nur auf Mobile?" oder „Warum ist mein Button nicht zentriert?" - der Agent schaut sich deine aktuelle Seite an und erklärt dir den Weg dorthin (auch hier liegt er leider noch manchmal falsch).

Der Unterschied in einem Satz: Build Mode handelt direkt, Ask Mode berät dich "nur" und du musst selbst handeln.

Das brauchst du, um den Agenten zu nutzen

Drei Dinge musst du mitbringen, bevor der Agent überhaupt startet.

1.) Du brauchst deinen eigenen Elegant-Themes-Account mit einer aktiven Divi-Lizenz.

2.) Zusätzlich brauchst du ein eigenes Divi-AI-Abo, das separat kostet und nicht in der normalen Divi-Lizenz enthalten ist. Und du brauchst Token beziehungsweise AI-Wallet-Guthaben: Ist das monatliche Kontingent aufgebraucht, kaufst du neues Guthaben nach. Aktuell zahlst du rund 10 Dollar pro Monat für das Divi AI Abo (falls du kein Divi Pro hast) und dein Guthaben wird monatlich mit 5 Dollar automatisch aufgeladen, die in den meisten Fällen ausreichen sollten, wenn du nur an deiner eigenen Website arbeitest (als Webdesigner mit vielen Kundenwebsites könnte das anders aussehen).

Wenn du dir eine eigene Divi-Lizenz zulegen möchtest, sparst du über diesen Link 10 %*.

So aktivierst du den Divi KI Agenten

  1. Öffne eine Seite im Divi-Bearbeitungsmodus.
  2. Klicke links auf das neue KI Agent-Symbol.
  3. Melde dich mit deinem Elegant-Themes-Account an, falls du das noch nicht getan hast.
  4. Wähle unten links zwischen Build Mode und Ask Mode.
  5. Stelle bei Bedarf das Modell um: Leistungsfähigere Modelle liefern ggf. bessere Ergebnisse, verbrauchen aber auch mehr Token.
  6. Schreib deinen Prompt in das Chatfenster und schick ihn ab.

Die Modelle, die du aktuell wählen kannst:

Die Bedienelemente im Chatfenster erklärt

Im Chatfenster siehst du unten rechts 7 Bedienelemente:

Die Kontextnutzung (1) zeigt dir, wie viel Prozent des verfügbaren Kontextfensters im aktuellen Chat schon belegt sind. Bei 100 % startest du am besten einen neuen Chat, sonst verliert der Agent den Überblick.

Über Befehle (2) definierst und speicherst du eigene Kurzbefehle, die du später blitzschnell wieder aufrufst, statt denselben Prompt jedes Mal neu zu tippen.

Mit Regeln (3) legst du fest, was der Agent immer beachten soll oder nur dann, wenn du die Regel gezielt aufrufst. Praktisch, wenn du zum Beispiel immer in deiner Markenfarbe arbeiten willst.

Unter Tools (4) liegen gängige Funktionen wie Mediathek durchsuchen, Wissensartikel durchsuchen, Stock-Bilder von Unsplash suchen oder Bilder generieren. Der Agent ruft sie automatisch dann ab, wenn er sie für deinen Prompt braucht.

Der Kontext-Bereich (5) zeigt alle WordPress-Elemente, auf die der Agent zugreifen kann: Seiten, Blogartikel, Layouts, Variablen, Canvas, Voreinstellungen und mehr.

Über Datei anhängen (6) lädst du Bilder oder andere Dateien hoch, etwa um zu sagen: „Nutze dieses Bild als Vorlage" oder „Füg diesen Text ein."

Und mit Nachricht senden (7) schickst du deinen Befehl / deine Frage ab.

Praxisbeispiel: Der Agent in Aktion (Video)

Häufige Fragen zum Divi KI Agenten (FAQ)

Ist der Divi KI Agent im normalen Divi-Preis enthalten?

Nein. Du brauchst zusätzlich ein Divi-AI-Abo mit eigenem Guthaben.

Was ist der Unterschied zwischen Divi AI und dem Divi KI Agenten?

Divi AI generiert Text, Bilder und Code auf Zuruf innerhalb eines Moduls oder kann dir eine neue (Basis-) Seite erstellen. Der Divi KI Agent geht viel viel weiter: Er kann eigenständig über mehrere Module und Einstellungen hinweg arbeiten und auch außerhalb der aktuellen Seite Aufgaben übernehmen, etwa Menüs oder Theme-Builder-Vorlagen verwalten. Er kann direkt Dinge verändern, umstellen, reparieren und dir weiterhelfen, wenn du nicht weißt, wie etwas geht.

Brauche ich Programmierkenntnisse, um den Agenten zu nutzen?

Zum Glück nicht -du beschreibst in normaler Sprache, was du willst.

Divi lernen: Divi 5 Powerkurs

Im Divi 5 Powerkurs zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Divi 5 von Grund auf sicher bedienst, Zeit sparst und deine Website wirklich professionell aufbaust. Von Basis-Wissen hin zu Profi-Einstellungen ist alles mit dabei - so kannst du deine Divi 5 Website souverän bearbeiten.

GEO statt SEO? So machst du deine Website sichtbar für ChatGPT & KI-Suchmaschinen

GEO statt SEO? So machst du deine Website sichtbar für ChatGPT & KI-Suchmaschinen

Statt bei Google zu suchen, tippen immer mehr Menschen ihre Fragen direkt in ChatGPT, Claude oder Perplexity ein. Und während du vielleicht noch überlegst, ob du die die Meta-Beschreibung für eine Unterseite optimieren sollst (für besseres Ranking in Google), hat sich durch die KI schon sehr viel verändert.

Die Frage ist nicht mehr nur „Wie ranke ich bei Google?", sondern „Wie sorge ich dafür, dass die KI MICH nennt, wenn jemand nach Lösungen in meinem Bereich fragt?"

Willkommen bei GEO = Generative Engine Optimization. Oder auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung für KI-Systeme.

In diesem Artikel zeige ich dir, was GEO eigentlich ist, warum du JETZT damit anfangen solltest (bevor es alle machen) und wie du als Solo-Selbständige deine Website so aufstellst, dass du nicht nur bei Google gefunden wirst, sondern auch von ChatGPT & Co. empfohlen wirst.


Was ist GEO überhaupt und warum sollte es dich interessieren?

Stell dir vor, jemand fragt ChatGPT: „Wer kann mir helfen, meine Website zu optimieren?" und ChatGPT antwortet mit drei Empfehlungen, aber du bist nicht dabei. Stattdessen werden deine Mitbewerber*innen genannt, mit Link, mit Beschreibung, mit allem Drum und Dran.

Das könnte leider passieren, wenn du dich nicht um GEO kümmerst.

GEO (Generative Engine Optimization) bedeutet:
Du optimierst deine Inhalte so, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Google Gemini, Claude oder Perplexity dich als vertrauenswürdige Quelle erkennen, deine Inhalte verstehen und dich in ihren generierten Antworten zitieren oder empfehlen.

Anders als bei klassischem SEO, wo es darum geht, auf Seite 1 von Google zu ranken, geht es bei GEO darum, IN der Antwort zu sein. Die KI soll nicht nur auf dich verlinken, sie soll dich direkt nennen, zitieren, empfehlen.

In 2025 ist GEO zum Standard-Teil digitaler Marketingstrategien geworden, aber die meisten Solo-Selbständigen haben davon noch gar nichts gehört. Das heißt: Wenn DU jetzt anfängst, hast du noch einen enormen Vorteil!


Der große Unterschied: SEO vs. GEO - Was ändert sich?

Eine kurze Gegenüberstellung:

SEO (Search Engine Optimization) = Suchmaschinenoptimierung

  • Ziel: Auf Seite 1 (am besten noch Platz 1) von Google ranken
  • Du optimierst für Keywords, Backlinks, technische Faktoren
  • Erfolgsmessung: Rankings, Klicks, Traffic
  • User bekommt: Eine Liste mit Links (und Meta-Titel und Meta-Beschreibung):
Google Ergebnis mit Meta-Titel und Meta-Beschreibung

Was für deine Suchmaschinenoptimierung wichtig ist, erkläre ich übrigens im Blogartikel "Website sichtbar machen: So wirst du besser bei Google gefunden."

GEO (Generative Engine Optimization) = Optimierung für KI-Antworten

  • Ziel: In der KI-generierten Antwort genannt/zitiert werden
  • Du optimierst für Kontext, Autorität, strukturierte Fakten
  • Erfolgsmessung: Wie oft du von KI genannt wirst (Citation Rate)
  • User bekommt: Eine fertige Antwort (mit dir als Quelle) - das könnte dann so aussehen:

Hier ein Beispiel, damit es plastischer wird:

Traditionelle Google-Suche (SEO): User googelt „Wie erstelle ich eine Newsletter-Sequenz?" → Google zeigt 10 blaue Links → User klickt auf Link 1, 2 oder 3 (wenn du Glück hast, bist du dabei)

KI-gestützte Suche (GEO): User fragt ChatGPT „Wie erstelle ich eine Newsletter-Sequenz?" → ChatGPT generiert eine komplette Antwort mit Schritten, Tipps, Beispielen → Vielleicht zitiert ChatGPT 2-3 Quellen (wenn du Glück hast, bist du dabei) → User klickt nirgendwo hin, hat ja schon die Antwort

Bei GEO geht es also nicht in erster Linie darum, dass Besucher*innen auf deine Website kommen – sondern dass die KI dich als Autorität in deinem Bereich anerkennt und weiterempfiehlt.

GEO ersetzt SEO (noch) nicht, sondern ergänzt es, aber es verschiebt den Fokus massiv.


Warum deine perfekt optimierte Website bald unsichtbar sein könnte

Bis zum Jahr 2026 rechnet Gartner (Marketing- und Beratungsfirma) mit einem Rückgang des Traffics über traditionelle Suchmaschinen um etwa 25 % (Quelle).

Das würde konkret bedeuten: Die Menschen googeln nicht mehr (so oft), sie fragen stattdessen viel häufiger die KI.

Und wenn die KI dich nicht kennt, nicht zitiert, nicht empfiehlt? Dann existierst du in dieser neuen Welt einfach nicht.

Stell dir vor, du hättest vor 20 Jahren gesagt: „Nee, ich brauche keine Website, meine Visitenkarte reicht." Genau so wird es sich anfühlen, wenn du heute sagst: „Nee, ich brauche kein GEO, mein Google-Ranking reicht."

Aber du musst jetzt nicht in Panik verfallen, sondern lass uns lieber in kleinen Schritten handeln!


Wie KI-Systeme entscheiden, wen sie empfehlen (und wen nicht)

Okay, lass uns mal prüfen, wie die KI überhaupt entscheidet, wen sie zitiert und empfiehlt. Denn wenn du verstehst, wie das System funktioniert, kannst du es auch für dich nutzen.

Im Kern von Systemen wie ChatGPT steht eine mehrstufige "Retrieval"-Pipeline. Das klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz logisch:

Schritt 1: Suchen & Sammeln Die KI durchsucht verschiedene Quellen und sammelt erstmal alles, was zu der Frage passen könnte. Wie ein riesiger Staubsauger, der erstmal alles einsaugt.

Schritt 2: Bewerten & Sortieren (das ist der wichtige Teil!) Ein Reranking-Modell ordnet die Quellen neu - basierend auf Qualitäts- und Autoritätssignalen, bevor die Antwort generiert wird. Die KI fragt sich also: Welche Quelle ist am vertrauenswürdigsten? Welche hat die besten Fakten? Welche ist am relevantesten?

Schritt 3: Antwort generieren Erst DANN schreibt die KI die Antwort und entscheidet dabei, wen sie zitiert.

Das bedeutet für dich: Gefunden werden reicht nicht. Du musst auch als hochwertig, vertrauenswürdig und relevant eingestuft werden.

Und genau hier setzen die GEO-Strategien an, die ich weiter unten beschreibe.


Quick-Check: Ist deine Website schon GEO-ready?

Bevor wir zu den Strategien kommen, mach doch mal schnell diesen kleinen Check. Gehe für dich einmal durch:

✓ Ist dein Content so geschrieben, dass er Fragen beantwortet?
(Nicht nur „Ich biete XY an", sondern „So löst du Problem Z", noch besser mit Frage in den Überschriften, die dann im Text beantwortet wird)

✓ Hast du konkrete Fakten, Zahlen, Beispiele in deinen Texten?
(Nicht nur „Ich helfe dir", sondern „Meine Kund*innen steigern ihre XY-Rate um durchschnittlich 15%")

✓ Ist deine Expertise erkennbar und belegbar?
(Case Studies, Testimonials, Beispiele aus der Praxis, Verlinkungen, Proven Expert Banner o.Ä.)

✓ Benutzt du strukturierte Daten und klare Überschriften?
(Damit die KI versteht, worum es geht)

✓ Beantwortest du die Fragen, die deine Zielgruppe wirklich stellt?
(Nicht nur die, die du gerne beantworten würdest)

Falls es dir aufgefallen ist: Eigentlich sind all diese Punkte auch für SEO wichtig!

Und wenn du bei mindestens 3 von 5 Punkten mit „Nein" oder „Naja, so lala" geantwortet hast, dann wird es Zeit, deine Website GEO-fit zu machen.


Die 7 wichtigsten GEO-Strategien für Solo-Selbständige

Hier sind die 7 wichtigsten Dinge, die du tun kannst, um deine GEO-Sichtbarkeit zu verbessern:

1. Werde zur Antwortgeberin, nicht zur Verkäuferin

KI-Systeme lieben Content, der Fragen beantwortet - ausführlich, konkret und mit Beispielen.

Statt:
„Ich biete Website-Optimierung für Selbständige an."

Besser:
„Wenn deine Website keine Kund*innen bringt, liegt es meist an einem von drei Problemen: 1) Deine Positionierung ist zu schwammig, 2) Du hast keinen Newsletter-Funnel oder 3) Dir fehlt die Reichweite. Hier erfährst du, wie du das konkret änderst: [...]"

Die Gegenüberstellung zeigt deutlich: Der zweite Text gibt Mehrwert, beantwortet konkrete Fragen und zeigt Expertise. Genau das will die KI sehen (und später zitieren).

Content mit hoher semantischer Dichte, wie z.B. Leitfäden, FAQs und tiefgehende Informationsressourcen performt aktuell am besten. Also: Blogge, schreibe ausführliche Anleitungen, beantworte häufige Fragen!

2. Packe Fakten, Zahlen und Beispiele in deine Texte

KI-Systeme sind Daten-Junkies. Je mehr konkrete Fakten du lieferst, desto besser (ohne zu langweilen natürlich).

Statt:
„Meine Kund*innen sind sehr zufrieden."

Schreib z.B. (wenn es stimmt):
„Meine Kund*innen steigern ihre Newsletter-Öffnungsrate durchschnittlich von 18% auf 34% innerhalb von 8 Wochen. Bei einem Launch mit 500 Abonnent*innen bedeutet das 80 statt 90 potentielle zusätzliche Käufer*innen."

Die KI kann mit der zweiten Version viel mehr anfangen: Sie kann besser zitiert werden, ist belegbar und konkret.

Wenn du also Case Studies hast, Erfolgsgeschichten, Zahlen aus deiner Arbeit: Pack sie rein! Genau das macht dich zur zitierwürdigen Quelle.

3. Strukturiere deine Inhalte klar und logisch

Formate wie Listicles (also Auflistungen), Guides (ausführliche Anleitungen und Einweisungen) und FAQs (häufig gestellte Fragen und Antworten) decken breite Themencluster ab und bieten strukturierte Abschnitte, die KI-Systeme leicht extrahieren und zitieren können.

Das bedeutet konkret:

  • Benutze klare Überschriften (H2, H3) - die KI versteht so die Struktur besser
  • Arbeite mit Listen und Aufzählungen, da diese leichter erfassbar sind
  • Erstelle FAQ-Bereiche - perfekt für Frage-Antwort-Formate (wenn jemand daraus etwas fragt, hast du bessere Chancen, in der Antwort zu landen)
  • Nutze ggf. Schema-Markup (z.B. mit einem SEO Plugin wie RankMath in der Pro Version), damit die KI deine Inhalte und deren Struktur besser versteht.

Je strukturierter dein Content, desto leichter kann die KI ihn verarbeiten und verwenden.

4. Zeige deine Expertise überall

Bei GEO geht es nicht nur um einzelne Texte, sondern um Autorität und Glaubwürdigkeit.

Die KI muss dich also als Expert*in wahrnehmen. Dafür brauchst du:

Backlinks von vertrauenswürdigen Seiten
Gastbeiträge, Interviews, Erwähnungen auf anderen Websites helfen dabei sehr.

Testimonials und Case Studies
Konkrete Beweise zeigen, dass du auch wirklich Ergebnisse lieferst.

Konsistente Präsenz
Blog, Newsletter, Social Media - je mehr hochwertiger Content von dir im Netz ist, desto besser (nur, wenn er eben auch wirklich gut ist = bitte Qualität vor Quantität).

Klarheit über dein Thema
Wenn du über alles schreibst, bist du in nichts Expert*in. Bleib also lieber bei deinem Spezialgebiet (erinnert dich das an die spitze Positionierung? Genau!).

Die Marken, die in KI-generierten Antworten auftauchen, sind meist dieselben, die auch die organische Suche dominieren. Das heißt: Wenn du schon bei Google gut rankst, hast du einen zwar Vorsprung, aber solltest trotzdem an deinen GEO-Signalen arbeiten.

5. Schreibe für Menschen UND für KI

Ein großer Hebel, der für uns wichtig werden kann: Du darfst nicht mehr nur für Menschen schreiben, sondern du musst auch an die KI denken.

Was die KI liebt:

  • Klare Antworten auf konkrete Fragen
  • Fakten, Zahlen, belegbare Aussagen
  • Strukturierte Texte mit Überschriften
  • Beispiele und Anwendungsfälle
  • Zitate aus vertrauenswürdigen Quellen

Was Menschen lieben:

  • Emotionale Ansprache
  • Geschichten und Persönlichkeit
  • Authentische Stimme
  • Humor und Leichtigkeit
  • Direkte Ansprache

Die Kunst ist, beides zu verbinden. Und ja, das ist möglich! Du kannst authentisch, menschlich und gleichzeitig strukturiert und faktenreich schreiben.

Wenn du zum Beispiel schreibst „Meine Kund*innen steigern ihre Conversion von 1-2% auf 15-20%" (Fakt für die KI), dann schreibst du danach als Ergänzung: „Stell dir vor, was das für deinen Launch bedeutet: Statt 10 verkaufter Plätze hast du plötzlich 150!" (Emotion für den Menschen).

6. Beantworte die Fragen, die deine Zielgruppe WIRKLICH stellt

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt: Du musst rausfinden, welche Fragen deine Zielgruppe hat und genau die beantworten.

Wie findest du die richtigen Fragen?

  • Kundengespräche: Was fragen deine Kund*innen immer wieder?
  • E-Mails: Welche Fragen erreichen dich regelmäßig per Mail?
  • Social Media: Was wird in den Kommentaren gefragt?
  • Google: „Weitere Fragen"-Boxen zeigen häufige gestellte Fragen
  • KI selbst: Frag ChatGPT: „Was sind die 10 häufigsten Fragen zum Thema XY?"

Und dann machst du daraus Content. Blogposts, FAQ-Seiten, Videos - hauptsache, du beantwortest die wirklichen Fragen und nicht nur die, die du gern beantworten möchtest, weil du darüber so viel weißt.

Die wirkungsvollsten GEO-Strategien lassen sich in drei Bereiche einteilen: Eine größere thematische Abdeckung, mehr überprüfbare Informationen und klarer aufgebaute Seiten/Artikel.

7. Bleib am Ball - GEO ist (wie SEO) ein Marathon, kein Sprint

Du kannst es dir sicherlich schon denken: Sichtbarkeit in der KI-Suche ist nicht statisch; sie verändert sich Woche für Woche, wenn Modelle aktualisiert und neue Daten trainiert werden.

Das bedeutet: Du kannst nicht einmal optimieren und dann drei Jahre chillen. Du musst dranbleiben, regelmäßig neuen Content produzieren und alten überarbeiten, deine Expertise zeigen.

ABER: Das ist eigentlich auch nichts anderes als gutes Marketing. Wenn du sowieso schon bloggst, Newsletter schreibst, die Blogartikel vielleicht noch für andere Kanäle recycelst - dann machst du schon einen großen Teil richtig. Du musst jetzt nur noch die GEO-Brille aufsetzen und schauen: Passt das auch für KI?


Content, der KI-Systeme lieben: Was funktioniert wirklich?

Lass uns mal konkret werden: Welche Content-Formate funktionieren besonders gut für GEO?

1. Ausführliche Guides & How-to-Artikel
KI liebt lange, strukturierte Artikel, die ein Thema umfassend behandeln.

2. FAQ-Seiten
Frage-Antwort-Format = genau das, was KI braucht.

3. Listicles (Listen-Artikel)
„Die 7 besten Strategien für..." - strukturiert, klar, leicht zu verarbeiten.

4. Case Studies mit konkreten Zahlen
„Wie Kundin X ihre Conversion von A nach B gesteigert hat" - faktenreich und glaubwürdig.

5. Glossare & Definitionen
Wenn du Fachbegriffe erklärst, wirst du zur zitierfähigen Quelle.

6. Vergleiche & Gegenüberstellungen
„WordPress.com vs. WordPress.org - Was ist der Unterschied?" - hilft der KI, Zusammenhänge zu verstehen.

Was eher NICHT funktioniert:

  • Sehr kurze Texte ohne Mehrwert
  • Reine Verkaufstexte ohne Infos
  • Unstrukturierte Textwüsten
  • Content ohne konkrete Aussagen
  • Texte ohne Überschriften und Struktur

Also eigentlich relativ logisch, oder?


GEO-Metriken: Wie du misst, ob es funktioniert

Bei klassischem SEO schaust du auf Rankings (auf welcher Position bist du bei Google & Co. zu finden für einen Suchbegriff), Klicks (wie viele Besucher*innen bringt dir ein konkretes Keyword), Traffic (wie viele Besucher*innen bekommst du insgesamt durch Suchmaschinen in einem bestimmten Zeitraum).

Bei GEO brauchst du andere Metriken, die so richtig schön kompliziert klingen:

Generative Appearance Score (Häufigkeit einer Quelle in KI-Antworten), Share of AI Voice (Anteil der KI-Antworten, in denen eine Marke erwähnt wird) und AI Citation Tracking (Monitoring von Erwähnungen in KI-generiertem Text).

Konkret kannst du tracken:

  1. Citation Rate: Wie oft wirst du von KI-Systemen zitiert?
  2. Brand Visibility: Taucht dein Name/deine Marke in KI-Antworten auf?
  3. Topic Authority: Wirst du als Expert*in zu bestimmten Themen genannt?

Wie findest du das raus?

Ehrlich gesagt: Das ist noch nicht so einfach wie bei Google Analytics. Aber du kannst:

  • Selbst testen: Gib relevante Fragen in ChatGPT, Perplexity, Claude ein und schau, ob du auftauchst
  • Tools nutzen: Es gibt mittlerweile spezialisierte GEO-Tools wie AthenaHQ, Goodie AI oder Rankscale, die Markenerwähnungen tracken und AI-Sichtbarkeit messen (ich hab sie selbst noch nicht getestet, werde aber berichten, sobald ich das tue!)
  • Indirekte Signale: Mehr Anfragen über ungewöhnliche Wege (z.B. „Ich habe ChatGPT nach XY gefragt und du wurdest empfohlen"

Der Realitätscheck: Was du ab heute anders machen kannst

Okay, du bist jetzt überzeugt, dass GEO wichtig ist. Aber wo fängst du an, ohne die nächsten 6 Monate nur daran zu arbeiten?

Hier mal ein beispielhafter Schritt-für-Schritt-Plan:

Woche 1-2: Bestandsaufnahme

  • Welche Inhalte hast du schon? (Blog, Website-Texte, etc.)
  • Welche davon sind schon GEO-tauglich? (strukturiert, faktenreich, Fragen beantwortend)
  • Welche müsstest du überarbeiten?

Woche 3-4: Schnelle kleine Erfolge erzielen

  • Füge strukturierte Überschriften zu bestehenden Texten hinzu
  • Ergänze Fakten, Zahlen, Beispiele wo möglich
  • Erstelle eine einfache FAQ-Seite mit den 10 häufigsten Fragen deiner Zielgruppe

Woche 5-8: Neuen Content erstellen

  • Schreibe 1-2 ausführliche Guide-Artikel zu deinen Kernthemen
  • Beantworte dabei konkret die Fragen, die deine Zielgruppe stellt
  • Strukturiere klar mit Überschriften, Listen, Absätzen

Woche 9-12: Autorität aufbauen

  • Sammle Testimonials und Case Studies mit konkreten Zahlen
  • Suche nach Gastbeitrag-Möglichkeiten oder Interviews
  • Vernetze dich mit anderen Expert*innen in deinem Bereich

Ab Woche 13: Dranbleiben

  • Regelmäßig neuen, wertvollen Content erstellen
  • Bestehende Inhalte aktualisieren und verbessern
  • Testen, ob du in KI-Antworten auftauchst

Warum du trotzdem nicht in Panik verfallen musst

Ich weiß, dieser Artikel klingt vielleicht nach: „Oh Gott, noch was Neues, das ich lernen muss!"

Aber zum Glück gilt: Wenn du schon gutes Content-Marketing machst, machst du wahrscheinlich schon vieles richtig (und wenn nicht, lohnt es sich jetzt umso mehr, damit zu starten).

Die Grundprinzipien bleiben gleich:

  • Sei hilfreich
  • Zeige deine Expertise
  • Beantworte echte Fragen
  • Bleib authentisch
  • Liefere Mehrwert

Du musst jetzt „nur noch" darauf achten, dass dein Content auch für KI-Systeme gut verständlich und verarbeitbar ist. Das heißt: etwas strukturierter, etwas faktenreicher, etwas konkreter.


Mach deine Website zukunftssicher

GEO ist kein neuer Trend, sondern die logische Weiterentwicklung von SEO in einer Welt, in der immer mehr Menschen KI-Tools nutzen, statt zu googeln.

Die wichtigsten Punkte nochmal zusammengefasst:

✓ GEO ergänzt SEO und wird zunehmend wichtiger
✓ KI-Systeme zitieren dich nur, wenn du als Autorität wahrgenommen wirst
✓ Strukturierter, faktenreicher Content funktioniert am besten
✓ Du musst Fragen beantworten, nicht nur verkaufen
✓ Jetzt starten = Vorsprung vor der Konkurrenz

Wenn du merkst, dass du bei diesem Thema Unterstützung brauchst, dann trag dich gern auf die Warteliste ein für mein Gruppenprogramm „Rock your Website" - darin ist GEO auch ein Bestandteil und wir sorgen dafür, dass deine Website nicht nur heute, sondern auch morgen noch Kund*innen bringt.

Wie stehst du dazu? Siehst du das ganze Thema GEO als neue, großartige Chance? Oder schüchtert es dich eher noch sehr ein?

Anleitung: Divi 4 auf Divi 5 aktualisieren

Anleitung: Divi 4 auf Divi 5 aktualisieren

Seit dem 26.2.2026 ist es soweit: Divi 5 ist offiziell erschienen - vorbei die Zeit der Beta-Phase!

Bevor du dich jetzt euphorisch ins Update stürzt, solltest du Einiges beachten, damit du noch lange Freude an deiner Website hast und beim Aktualisieren alles gut verläuft!

In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeige ich dir genau, wie du das Update auf Divi 5 sicher durchführst.

Dabei testen wir das Ganze zuerst in einer Staging-Umgebung, bevor wir live gehen. Klingt nach mehr Aufwand, spart dir aber im Zweifel eine Menge Stress (und schlaflose Nächte 😅).

Warum du das Update auf Divi 5 nicht einfach so machen solltest

Kurz vorab, damit du verstehst, warum ich diesen etwas ausführlicheren Weg empfehle:

Divi 5 ist kein normales kleines Update. Es ist eine komplett neu aufgebaute Version – mit neuer Architektur, neuem visuellen Builder und ohne das alte Shortcode-System. Das bedeutet: Der visuelle Builder sieht komplett anders aus, Elemente sind an anderen Stellen, und manche Drittanbieter-Plugins, die bisher mit Divi zusammengearbeitet haben, könnten noch nicht vollständig kompatibel sein.

Das ist eigentlich alles super – Divi 5 ist schneller, stabiler und macht wirklich Spaß. Aber du willst halt sichergehen, dass deine spezifische Website nach dem Update noch so aussieht wie vorher. Und genau dafür ist die Staging-Umgebung da.

Schritt 1: Backup erstellen

Bevor du irgendetwas anfasst, erstell ein vollständiges Backup deiner Website. Ich meine damit wirklich alles: Datenbank, alle Dateien, Themes, Plugins. Alles.

Das klingt selbstverständlich, aber du glaubst nicht, wie viele Leute diesen Schritt überspringen – und es dann bereuen.

Für das Backup empfehle ich dir ein Plugin wie UpdraftPlus (hier eine Anleitung, wie du mit Updraft Plus ein Backup deiner Website erstellst) oder All-in-One WP Migration. Beide sind kostenlos in der Basisversion und wirklich einfach zu bedienen:

  • Geh in deinem WordPress-Dashboard auf Plugins → Neues Plugin hinzufügen
  • Suche nach deinem gewünschten Backup-Plugin und installiere es
  • Erstelle ein vollständiges Backup und speichere es an einem sicheren Ort (am besten außerhalb deines Servers, z. B. in Google Drive oder Dropbox)

Erst wenn das Backup erfolgreich erstellt und gespeichert ist, geht's weiter!

Schritt 2: Staging-Plugin einrichten

Eine Staging-Umgebung ist quasi eine exakte Kopie deiner Website, auf der du in Ruhe herumexperimentieren kannst – ohne dass irgendwas an deiner echten, live geschalteten Website passiert. Perfekt für genau so einen Fall wie diesen.

Es gibt verschiedene Wege, eine Staging-Umgebung einzurichten. Die einfachste Methode: Ein Plugin namens WP Staging.

So geht's:

  1. Geh auf Plugins → Neues Plugin hinzufügen und suche nach „WP Staging"
  2. Installiere und aktiviere das Plugin
  3. Geh im Dashboard auf WP Staging → Start und erstelle eine neue Staging-Site
  4. Das Plugin kopiert jetzt deine gesamte Website auf einen separaten Bereich deines Servers

Je nach Größe deiner Website dauert das ein paar Minuten. Danach hast du eine komplette, unabhängige Kopie deiner Site.

Alternativ: Viele Hosting-Anbieter (z. B. Raidboxes, SiteGround, Kinsta) bieten Staging-Umgebungen direkt in ihrem Dashboard an – das ist oft sogar noch einfacher und einen Blick wert, falls dein Hoster das anbietet.

Schritt 3: Divi 5 in der Staging-Umgebung installieren

Jetzt wechselst du in deine Staging-Umgebung (nicht deine Live-Site!) und installierst dort Divi 5.

Dazu loggst du dich in deine Staging-Site ein – WP Staging gibt dir den entsprechenden Link direkt nach dem Erstellen der Kopie. Dann:

  1. Geh auf Divi → Armaturenbrett
  2. Falls das Update noch nicht vorgeschlagen wird (das ist der Normalfall), schaltest du hier ein:
Upgrade im Divi 5 aktivieren
  1. Gehe auf "Aktualisierungen" - das Divi 5 Update sollte jetzt hier erscheinen
  2. Aktualisiere deine Divi Version 🙂
  3. Gehe auf Divi -> Divi 5 Migrator und folge den Anweisungen, um deine Divi 4 Inhalte auf Divi 5 Inhalte umzuwandeln

Sobald das Update durch ist: Herzlichen Glückwunsch, deine Staging-Site läuft jetzt auf Divi 5! 🎉

Schritt 4: Prüfen, ob alles funktioniert

Das ist der wichtigste Schritt – nimm dir hier wirklich die Zeit, die du brauchst.

Geh auf deine Staging-Site und schau dir alle wichtigen Seiten an:

  • Startseite – sieht alles noch aus wie vorher?
  • Unterseiten – navigiere durch die Seiten, die du regelmäßig nutzt oder die für deine Besucher wichtig sind
  • Blog/Beiträge – stimmt die Darstellung noch?
  • Kontaktformulare – funktionieren sie noch? Schick testhalber eine Anfrage ab
  • Menüs und Navigation – vollständig und korrekt?
  • Mobile Ansicht – auf jeden Fall auch auf dem Smartphone checken

Außerdem: Schau dir genau an, welche Plugins du nutzt, und teste ob diese in Kombination mit Divi 5 noch korrekt funktionieren. Gerade bei Plugins, die tief mit dem Builder interagieren (z. B. Divi-spezifische Erweiterungen), lohnt sich ein genauer Blick.

Was, wenn etwas nicht stimmt? Dann ist jetzt der Moment, das zu dokumentieren und zu schauen, ob es sich um ein bekanntes Kompatibilitätsproblem handelt oder ob du es lösen kannst. Elegant Themes hat für Divi 5 eine aktive Community und guten Support – da findest du meistens schnell Hilfe. Ansonsten wartest du einfach nochmal 1-2 Wochen und prüfst, ob das Problem schon behoben wurde.

Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist und alles so funktioniert wie du es dir vorstellst: Auf zum nächsten Schritt!

Schritt 5: Auf Divi 5 umsteigen (live)

Jetzt geht's ernst – du aktualisierst deine echte, live geschaltete Website.

Da du in Schritt 1 ein Backup erstellt hast und in Schritt 3 und 4 alles ausgiebig getestet hast, kannst du das jetzt guten Gewissens tun. Falls dazwischen etwas Zeit lang, mach ruhig nochmal ein neues Backup!

  1. Logge dich in dein echtes WordPress-Dashboard ein (nicht die Staging-Umgebung!)
  2. Führe das Update genau so durch wie in Schritt 3 beschrieben, aber diesmal in deiner Live-Umgebung
  3. Warte, bis das Update abgeschlossen ist und migriere auch hier die Inhalte

Sobald das Update durch ist, check direkt die wichtigsten Seiten deiner Live-Website – genau wie in Schritt 4. In der Regel sollte alles problemlos laufen, da du es ja bereits in der Staging-Umgebung getestet hast.

Tipp: Plane das Update am besten zu einem Zeitpunkt, an dem wenige Besucher auf deiner Website unterwegs sind – zum Beispiel früh morgens oder nachts.

Schritt 6: Staging-Plugin deinstallieren

Jetzt, wo deine Live-Website erfolgreich auf Divi 5 läuft, brauchst du die Staging-Umgebung nicht mehr.

Geh in deinem Dashboard auf Plugins → Installierte Plugins, suche WP Staging und deinstalliere es – oder lösche zunächst die Staging-Kopie innerhalb des Plugins, bevor du es deinstallierst.

Das spart dir Speicherplatz auf deinem Server (die Staging-Kopie kann je nach Website-Größe mehrere GB groß sein) und hält dein Dashboard aufgeräumt.

Falls du WP Staging auch zukünftig für andere Updates oder Experimente nutzen möchtest, kannst du das Plugin natürlich auch einfach behalten.

Schritt 7: Optional – Divi 5-Installation rückgängig machen

Was, wenn nach dem Live-Update doch etwas nicht stimmt, was du in der Staging-Umgebung nicht bemerkt hast?

Dann hast du 2 Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Du gehst auf Divi -> Divi 5 Migrator und wandelst die Divi 5 Inhalte wieder in Divi 4 Inhalte um. Danach lädst du über Design -> Themes die Divi 4 Datei hoch und überschreibst somit die Divi 5 Version. Es wird in der Regel ein kritischer Fehler angezeigt, es funktioniert aber trotzdem!

Möglichkeit 2: Dein Backup einspielen!

Mit einem guten Backup-Plugin wie UpdraftPlus kannst du deine Website jederzeit auf den Stand vor dem Update zurücksetzen:

  1. Geh auf UpdraftPlus → Vorhandene Backups
  2. Wähle das Backup aus, das du vor dem Update erstellt hast
  3. Klicke auf Wiederherstellen und wähle aus, was du wiederherstellen möchtest (Datenbank, Plugins, Themes, etc.)
  4. Bestätige die Wiederherstellung und warte, bis der Vorgang abgeschlossen ist

Danach läuft deine Website wieder auf Divi 4 – so als wäre nichts gewesen.

Wichtig: Dieses Szenario ist wirklich die Ausnahme, nicht die Regel. Wenn du die Schritte 1 bis 5 sorgfältig durchgeführt hast, sollte es kein Problem geben. Aber gut zu wissen, dass du im Notfall einen Plan B hast, oder? 😊

Fazit: Lohnt sich das Update auf Divi 5?

Ja – absolut! Divi 5 ist merklich schneller (sowohl beim Bearbeiten als auch für deine Besucher*innen), der Code im Hintergrund ist sauberer und die Zukunft des Page Builders steht auf einem viel stabileren Fundament. Divi 4 wird außerdem nur bis ca. Februar 2027 weiter supported - bis dahin solltest du also auf jeden Fall umsteigen.

Der neue visuelle Builder sieht zwar erstmal ungewohnt aus, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit wirst du ihn lieben – versprochen.

Und mit dieser Anleitung kannst du das Update entspannt angehen, ohne das Risiko, dass irgendetwas schiefgeht. Also: Backup erstellen, Staging aufsetzen, testen und dann ruhig und sicher den Schalter umlegen. Du schaffst das! 💪

Noch mehr Unterstützung beim Umstieg auf Divi 5

Falls du lieber nicht alles alleine durchklicken möchtest, habe ich zwei Angebote für dich:

Divi 5 Powerkurs - DER Online Kurs wenn du mit dem Divi-Theme für WordPress arbeitest

Egal ob du gerade erst mit deiner Website startest oder sie schon erstellt hast, aber mit Divi an deine Grenzen kommst - hier lernst du Schritt für Schritt wie du mit dem Divi Builder für WordPress schnell professionelle Webseiten erstellst und bearbeitest.

Warteliste & alle Infos Divi 5 Powerkurs.


Divi 5 Quickstart – der Minikurs mit Videoanleitungen (29 €)

Du möchtest jeden Schritt aus dieser Anleitung Klick für Klick gezeigt bekommen? Dann ist der Divi 5 Quickstart genau das Richtige für dich.

Im Kurs zeige ich dir mit konkreten Videoanleitungen:

  • Wie du ein sicheres Backup erstellst
  • Wie du das Staging-Plugin einrichtest und deine Website klonst
  • Wie du Divi 5 in der Staging-Umgebung installierst und mit einer Checkliste alles prüfst
  • Wie du dann sicher auf Divi 5 umsteigst
  • Und falls doch etwas schiefläuft: Wie du Divi 5 wieder rückgängig machst

Alles in einem übersichtlichen Minikurs – damit du nicht raten oder googeln musst, sondern einfach mitmachst.

👉 Zum Divi 5 Quickstart (29 €)

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