SSL Zertifikat für WordPress Website ganz einfach einrichten

SSL Zertifikat für WordPress Website ganz einfach einrichten

Vermutlich hast du es beim Surfen auch schonmal gesehen, dass oben in der Adressleiste Not Secure oder Nicht Gesichert steht. Das liegt daran, dass auf der entsprechenden Website keine SSL Verschlüsselung aktiviert ist: 

SSL Zertifikat fehlt - not secure

Die ist allerdings wichtig und laut der DSGVO auch Pflicht, damit die Daten gesichert übertragen werden, falls du z.b. ein Kontaktformular ausfüllst, eine Bestellung tätigst oder sonstige Daten von dir übertragen werden.

Eine nicht mit SSL verschlüsselte Seite ist über eine Adresse mit http:// vorne aufrufbar, also z.B. http://stefaniemotiwal.de.
Wenn die Seite mit SSL verschlüsselt ist, steht nicht mehr http:// da sondern https:// – https://stefaniemotiwal.de 

Wenn du WordPress nutzt und deine Seite mit SSL verschlüsseln möchtest, gehst du wie folgt vor:

 

  • Du loggst dich bei deinem Webhoster ein und prüfst, ob du schon ein SSL Zertifikat für deine Domain (Webadresse hast) –  bei All-inkl kannst du im KAS System prüfen, ob sich neben deiner Domain ein Schloßsymbol befindet:
SSL Zertifikat
  • Ist dies nicht der Fall, müsstest du eine SSL Verschlüsselung aktivieren oder beantragen. Je nach Webhoster kostet dies evtl. auch eine monatliche Gebühr. Bei All-Inkl sind ab dem Privat Plus Tarif alle SSL Zertifikate für beliebig viele Adressen kostenlos mit dabei (sonst 1€ pro Monat), bei Strato und Ionos sind es pro Domain ca. 4 Euro monatlich, die extra anfallen. Prüfe also hier einmal, wie die Konditionen bei dir sind.
  • Wenn du auf den Bearbeiten Button neben deiner Domain klickst, kannst du hier ein SSL Zertifikat beantragen:
SSL Schutz bearbeiten

Klicke auf „deaktiviert, bearbeiten“ um ein SSL Zertifikat zu erzeugen.

Lets Encrypt Zertifikat beziehen

Wähle Haftungsausschluss akzeptieren und klicke auf den Button.

SSL erzwingen

Es gibt noch die Option „SSL erzwingen“, damit alle alten Aufrufe der http:// Adresse automatisch an https:// weitergeleitet werden. Dies solltest du aktivieren. 

Wenn alles geklappt hat, loggst du dich als Administrator in WordPress ein und öffnest das Dashboard. 

Nun rufe die Einstellungen -> Allgemein auf und ersetze die WordPress-Adresse (URL) und die Website-Adresse (URL) mit der https Adresse: 

Neue Adresse eingeben 1

Vorher – die Adressen stehen noch mit http eingetragen

Neue Adresse eingeben 2

Nachher – die Adressen stehen jetzt mit https eingetragen

Danach musst du dich nochmal neu einloggen. 

Wenn du Glück hast, ist jetzt schon alles korrekt verschlüsselt, was du im Browser am Schloßsymbol erkennst: 

Korrekte Verschlüsselung

Im folgenden Video zeige ich dir die Schritte noch einmal: 

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Better Search Replace

Falls du im Browser neben der Adresse dann trotzdem auf einer Unterseite noch Info or Not Secure angezeigt bekommst:

Info or not secure
sind noch einige Ressourcen – vermutlich Bilder – über http statt https eingebunden. Entweder kannst du deine Bilder nochmal neu hochladen und auf der jeweiligen Seite mit der Fehlermeldung neu einbinden, oder du nutzt das kostenlose WordPress Plugin Better Search Replace dafür.

Wie du hier vorgehst, zeige ich dir im folgenden Video:

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Ich hoffe, dass deine Website nun korrekt verschlüsselt ist und alles gut geklappt hat. Falls nicht, schreib mir gern und wir schauen uns das Ganze einmal zusammen an! 

Theme Customizer (in WordPress) übernimmt die Einstellungen nicht – was tun?

Theme Customizer (in WordPress) übernimmt die Einstellungen nicht – was tun?

Wenn du regelmäßig mit WordPress arbeitest und mehr machst als einfach nur Texte und Bilder einzustellen, triffst du früher oder später auf Fehler, Bugs, Probleme, Herausforderungen. (Oder wie auch immer du es nennen magst, wenn etwas nicht so funktioniert wie du es möchtest.)

Ein unglaublich nerviger Fehler, der mir erst kürzlich untergekommen ist:

Wenn der Theme Customizer, in dem du Einstellungen wie Schriftart, Farben, Logo etc. für dein WordPress Theme vornimmst, deine Änderungen zwar anzeigt, aber sie dann beim Speichern nicht übernommen werden.

 

Einstellung für das Veröffentlichen prüfen

Nachdem ich alles was mir einfiel ausprobiert und das halbe Internet leergesucht habe (auf deutsch und englisch wohlgemerkt) fand ich durch Zufall die wohl einfachste Lösung:

Neben dem Veröffentlichen Button für die Einstellungen gibt es ein Zahnrad. Und hinter diesem unscheinbaren Zahnrad verbirgt sich die Möglichkeit, umzustellen, dass die Änderungen nicht direkt veröffentlicht, sondern erstmal nur als Entwurf gespeichert werden. Quasi genau wie sich dies auch bei WordPress Seiten und Beiträgen machen lässt: 

Falls dies aus Versehen auf Speichern umgeschaltet wurde, werden die Änderungen nicht veröffentlicht, egal, wie oft du den Veröffentlichen Button drückst. 

Plugins deaktivieren

Falls dies bei dir nicht der Fall war, ist es an der Zeit, auf ausführliche Fehlersuche zu gehen. Als erstes empfehle ich immer, ein Backup zu erstellen (z.B. mit dem Plugin Updraft Plus), damit du zur Not alles wieder rückgängig machen kannst, was du jetzt anstellst. 

Danach deaktivierst du am besten einmal alle Plugins und prüfst, ob der Fehler immer noch auftritt. Ist das nicht der Fall? Okay super, dann verursacht scheinbar eins der Plugins den Fehler. Dann kannst du ein Plugin nach dem anderen wieder aktivieren und jeweils testen, ob sich die Customizer Änderungen speichern lassen oder nicht. Sobald es nicht mehr funktioniert, hast du das schuldige Plugin gefunden und kannst dich nach einer Alternative dafür umschauen. 

Theme prüfen

Falls deine Plugins nicht für den Fehler verantwortlich sind, könntest du als nächstes ein anderes Theme aktivieren. Hierfür nutzt du am besten eins der standardmäßig mitinstallierten, schlanken Themes, z.B. Twenty Twenty. Lassen sich. die Theme Customizer Änderungen jetzt speichern? Dann liegt der Fehler in deinem Theme und du müsstest dich ggf. an die Entwickler wenden, wenn du für dein Theme einen Supportvertrag hast. 

Notlösung

Weitere Hinweise habe ich auf mögliche Datenbankfehler gefunden. Dass man z.B. in der wp_options Tabelle den Primärschlüssel nochmal neu setzen müsste in einigen Fällen. Diese und viele weitere „Bastellösungen“ würde ich dir an dieser Stelle jedoch nicht empfehlen.

Wenn also die vorher vorgeschlagenen Aktionen nicht geholfen haben gibt es noch die Möglichkeit, WordPress komplett neu zu installieren und deine alten Einstellungen, Seiten und Beiträge zu exportieren und zu importieren. Über Werkzeuge -> Daten exportieren lassen sich deine Beiträge, Seiten und Bilder exportieren. Über Plugins wie z.B. Customizer export/import kannst du auch die Einstellungen aus deinem Theme Customizer exportieren.

Wie genau du für den kompletten Export und Import deines WordPress am besten vorgehst, erfährst du in der nächsten Anleitung 🙂 

Wie du ein Logo in WordPress einfügst und anpasst (mit und ohne Divi Theme)

Wie du ein Logo in WordPress einfügst und anpasst (mit und ohne Divi Theme)

Ein ganz wichtiger Teil deines Online Auftritts ist natürlich dein einzigartiges Logo. Es sorgt neben deinen Markenfarben und -schriften für den Wiedererkennungswert und gibt – im Idealfall – gleich auf den ersten Blick Preis, wer du bist und was du anbietest. Oder vermittelt ein Gefühl und eine Persönlichkeit und wirkt ansprechend auf deine Zielgruppe.
Trotzdem ist es nicht notwendig, dass du gleich beim Start deines Business schon ein perfektes Logo für viel Geld erstellen lässt. Gerade in der Findungsphase ändert sich ja auch häufig noch die Zielgruppe und die Richtung deines Business, während du dich weiterentwickelst. Es spricht also nichts dagegen, dein Logo zunächst selbst zu erstellen (Canva ist hierfür sehr anfängerfreundlich), z.B. in Form eines Schriftzugs.

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, worauf es bei deinem Logo ankommt und auf welche Weise du dein Logo auf deiner WordPress Website einbinden kannst.

 

Welches Format soll das Logo haben?

Idealerweise speicherst du dein Logo als .png Datei mit transparentem Hintergrund ab, damit es sich nahtlos in die Leiste deines Website Menüs einfügt. Ansonsten ist es natürlich auch möglich, die Hintergrundfarbe deines Menüs als Hintergrundfarbe bei deinem Logo einzustellen. Dein Logo sollte, da es auf jeder Unterseite erscheint und auch als Erstes geladen wird, eine möglichst kleine Dateigröße haben, idealerweise unter 50 KB. Die Maße sind bei WordPress von Theme zu Theme unterschiedlich und mit einem Seitenverhältnis von 4:3 oder 16:9 liegst du meist richtig. Das Querformat macht beim Logo Sinn, damit es sich vom Platz her besser in ein Website Menü einfügt und noch gut lesbar ist.

Breiter als 300 Pixel braucht dein Logo meist nicht zu sein, und eher noch schmaler, wenn es sich ohne große Platzverschwendung in die Menüleiste einfügen soll. Bedenke auch, dass ein sehr hohes Logo, wenn es in die Menüleiste am oberen Rand eingebaut wird, die Menüleiste entweder sehr hoch macht, oder sehr stark verkleinert wird und evtl. nicht so gut lesbar ist. Teste die Darstellung unbedingt auch auf Mobilgeräten – hier wird dein am Desktop gut erkennbares Logo vielleicht zu klein und unleserlich dargestellt.   

 

Wo positioniere ich das Logo?

Du kannst dein Logo bei vielen (nicht allen!) Themes an verschiedenen Positionen anzeigen lassen.

Beim Divi Theme sind die möglichen Positionen zum Beispiel: links neben dem Menü (so ist es bei den meisten Websites),  mittig über dem Menü, mittig im Menü, oder auch in einem vertikalen Menü an der linken oder rechten Seite. Um das Ganze mal grafisch zu verdeutlichen:

 

Logo links (Bei den meisten Websites zu finden): 

Logo links

mittig über dem Menü:

Logo zentriert über Menü

Logo zentriert im Menü:

Logo zentriert im Menü

Vertikales Menü mit zentriertem Logo:

Vertikales Menü mit zentriertem Logo

Jede Position hat ihre Vor- und Nachteile:
Ein zentriertes Logo über dem Menü kommt z.B. sehr gut zur Geltung, macht allerdings die Menüleiste auch recht hoch, sodass ein Teil des wichtigen oberen Platzes deiner Website, wo du normalerweise ein Titelbild und deinen Vorstelltext zeigst, „verschenkt“ wird.

Für ein Logo in der Mitte des Menüs macht es Sinn, dass du auf beiden Seiten gleich viele Menüpunkte hast, damit es symmetrisch bleibt. Außerdem wird das Menü dadurch ein wenig zerrissen und der Besucher hat es etwas schwerer, alle Punkte auf einen Blick zu erfassen.

Ein Logo links vom Menü ist der Standard, und gerade beim Menü solltest du keine großen Experimente wagen, da sich hier Besucher einfach nur schnell zurechtfinden wollen. Allerdings kann dein Logo an der Stelle etwas mehr untergehen, und der Fokus wird stärker auf die Menüpunkte als auf das Logo gelenkt – was aber auch gut sein kann.

Ein vertikales Menü mit Logo lenkt die Aufmerksamkeit auf sich und passt zum Trend, dass mehr und mehr Besucher deine Website mit einem mobilen Gerät besuchen (auf dem das Menü aber nochmal anders dargestellt wird, dazu später). Gerade wenn du mehr als 5, 6 Hauptmenüeinträge unterbringen willst, kann das vertikale Menü eine gute Lösung sein. Allerdings wird auch hier viel Platz von deiner Website verschenkt, wenn sich das Menü nicht automatisch einklappt.

 

Verlinkung beim Logo

Bei den meisten Websites wirst du auf die Startseite geleitet, wenn du auf das Logo klickst. Sofern du einen Link bei deinem Theme angeben kannst, solltest du diese Konvention auf jeden Fall beibehalten.

 

Wo kann ich ein Logo einfügen, ersetzen und anpassen?

Wie du dein Logo einfügen und anpassen kannst, hängt von deinem WordPress Theme ab. Ich werde hier auf einige gängige Themes eingehen:

Logo hochladen in kostenlosen WordPress Themes (Beispiele Astra, OceanWP, Twenty Twenty-One)

Bei den meisten kostenlosen WordPress Themes kannst du das Logo über den Theme Customizer hochladen. Ich beziehe mich hier als Beispiel (aus zig Tausend) nur auf die drei kostenlosen Themes Astra, OceanWP und das von WordPress automatisch mitinstallierte Theme Twenty Twenty-One. Bei den meisten anderen Themes ist es jedoch an ähnlicher Stelle zu finden und zu tauschen.

Den Theme Customizer kannst du über zwei verschiedene Wege erreichen, wenn du dich als Administrator im WordPress Dashboard eingeloggt hast:

1.) Im Dashboard unter Design -> Customizer.

2.) Wenn du schon im Dashboard auf der Design -> Themes Seite bist mit Klick auf den Customizer Button beim aktuell aktivierten Theme:

 

Customizer auswählen in OceanWP

 

Bei vielen Themes ist das Logo direkt im Theme Customizer unter dem ersten Punkt Website-Informationen zu finden:

Logo auswählen im Customizer

Bei Ocean WP findest du das Logo im Customizer unter Header -> Logo.
Du kannst dort neben dem Standard Logo auch zusätzlich ein Retina Logo in doppelter Größe hochladen, extra für Retina Displays mit ganz hoher Auflösung.

Beim Astra Theme kannst du das Logo entweder auch im Theme Customizer bearbeiten, unter Header Builder -> Logo. Oder du öffnest im Dashboard unter Design -> die Astra Optionen und klickst neben dem Header Builder auf Logo hochladen (was dich eigentlich auch nur zurück zum Theme Customizer befördert):

 

Astra Theme Optionen

Logo hochladen und anpassen mit dem kostenpflichtigen Divi Theme

Wenn du das Divi Theme nutzt und dein Logo einbauen möchtest, kannst du im WordPress Dashboard unter Divi -> Theme-Optionen gleich an erster Stelle dein Logo hochladen. 

divi logo hochladen

Weitere Anpassungen kannst du dann wieder über den Theme Customizer vornehmen. Bei Header & Navigation lässt sich bei Headerformat die Position des Logos festlegen und bei Primäre Menüleiste die Größe des Menüs und des Logos:

divi logo settings 1

Einstellungen unter Headerformat

divi logo settings 2

Einstellungen unter Primäre Menüleiste

Logo individuell anpassen mit dem Divi Theme Builder

Wem die Standard Positionen nicht ausreichen, der kann sich die Logo-Menüleiste komplett selber bauen. Hierzu kann man unter Divi -> Theme Builder eine Globale Kopfzeile hinzufügen und diese so gestalten, wie man auch sonst die Unterseiten mit dem Divi Builder gestaltet. 

Dies kann z.B. nützlich sein, wenn du noch weitere Elemente in deine Headerleiste einfügen möchtest (Social Icons, weitere Bilder, Text), oder wenn du spezielle Anpassungen für Mobilgeräte vornehmen möchtest. 

divi globale kopfzeile hinzufügen
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Logo hochladen in anderen kostenpflichtigen Themes (Beispiele Bridge und soledad)

Bridge

Das Bridge Theme ist eins der meistgekauften Themes auf Themeforest – einer großen Plattform für WordPress Themes und Website Templates. Nach der Installation des Themes und eines zugehörigen Bridge Plugins findest du zahlreiche Logo Bearbeitungsmöglichkeiten im Dashboard unter Qode Options -> Logo:

 

Soledad

Bei vielen kostenpflichtigen Themes wie z.B. soledad, einem hübschen Blog Theme, findest du die Logo Einstellungen im Theme Customizer. Die Einstellungen sind teilweise so umfangreich, dass man hier entweder ausprobieren muss, was die Einstellung genau macht, oder sich durch die Dokumentation lesen sollte:

 

Du siehst schon: Viele Wege führen nach Rom und da sich die Logo Bearbeitung je nach Theme stark unterscheiden kann, schau im Zweifelsfall in der Dokumentation des jeweiligen Themes nach. Meist wirst du aber direkt im Theme Customizer fündig werden.

Schreib mir doch gern in den Kommentaren, ob dir dieser Beitrag geholfen hat und wie du dein Logo eingebunden hast! Hast du dir dein Logo selbst erstellt, oder es erstellen lassen?

13 Fehler, die du unbedingt auf deiner Website vermeiden solltest

13 Fehler, die du unbedingt auf deiner Website vermeiden solltest

Du hast bestimmt auch schon die ein oder andere Website mit Grauen wieder verlassen, oder? Natürlich kann es passieren, dass die Website einfach vom Angebot her nicht zu dir gepasst hat oder dich vom Inhalt her nicht angesprochen hat. Aber leider passiert es genauso häufig, dass die Informationen oder das Angebot genau das Richtige für dich wären, du es aber nie erfahren wirst – weil die Website einfach schlecht, unübersichtlich, unklar oder einfach fehlerhaft ist.

Damit dir das mit deiner Website nicht passiert, habe ich dir hier einmal die 13 No-Gos zusammengefasst, die du unbedingt vermeiden solltest:

Es ist nicht sofort klar, worum es bei dir und deinem Angebot geht.

Das Allerwichtigste auf deiner Website ist der Bereich ganz oben, der direkt geladen und ohne Scrollen angezeigt wird (der sogenannte Staging oder „Above the fold“ Bereich). Verschwende diesen am besten nicht mit „Herzlich Willkommen auf meiner Website“ und weiteren Texten und Bildern, die dem Besucher nichts sagen.
Klarheit ist hier wirklich King.

Sind die folgenden Fragen direkt auf den ersten Blick zu beantworten?

  • Wer schreibt hier? (Dein Logo/Name und ggf. Slogan)
  • Worum geht es? (Möglichst in einem Satz)
  • Wo finde ich mehr Infos? (Menüleiste)
  • Was soll ich als nächstes tun? (Button mit einer Handlungsaufforderung, z.B. in den Newsletter eintragen oder Beratungsgespräch vereinbaren) 

 Die Website ist auf dem Handy oder Tablet nicht schön oder nicht nutzbar

Vermutlich hast du es schon unzählige Male gehört, aber es ist wirklich wichtig, dass deine Website auch auf dem Handy oder Tablet optimal dargestellt wird. Dazu brauchst du ein WordPress Theme (Design), das „responsive“ ist, sich also je nach Gerät hübsch anpasst und z.B. die Zeilen und Spalten anders umbricht. Prüfe deine Website unbedingt am Handy oder Tablet auf „Herz und Nieren“ und versuche, die Buttons auch anzuklicken und Formulare auszufüllen und abzuschicken.

Hast du z.B. kein Tablet zu Hause, kannst du dies auch ganz einfach am Browser simulieren. Beim Google Chrome z.B. klickst du im Hauptmenü je nach Sprache auf View (oder Ansicht) -> Developer (Entwickler) -> Developer Toolbar und dann auf das kleine Handy- Tabletsymbol.

Lange Ladezeit

Studien zeigen: Bei mehr als 3 Sekunden werden viele Besucher schon sehr nervös 🙂 Dauert es noch länger, verlierst du die meisten Besucher schon, bevor sie sich deine Website überhaupt angeschaut haben!

Du kannst die Ladezeiten auf viele Wege optimieren; am besten schaust du dir deine Seite einmal über die Google PageSpeed Insights an, auf der dir schon viele gute Hinweise gegeben werden. Häufig hilft es schon, die Bilder zu verkleinern (siehe auch Punkt 9) und ein Plugin wie z.B. Autoptimize zu installieren. Mehr Infos hierzu findest du auch in meinem Blogartikel 5 Tipps, um deine Website schneller zu machen.

Unlesbare Kombination von Text und Hintergrund

Achte unbedingt darauf, dass der Text auf dem gewählten Hintergrund auch gut lesbar ist. Bei Farben ist dies oft einfach zu bewerkstelligen (hellgrau auf weiß geht halt nicht), bei Fotos kann dies etwas schwieriger sein. Ein häufig genutzter Trick ist es, den Text dann entweder auf eine farbige Box zu legen oder die Transparenz des Hintergrundbildes zu erhöhen.

Prüfe auch, wenn möglich, ob die Texte auf unterschiedlichen Bildschirmen gut lesbar sind, da die Farben und Kontraste je nach Gerät anders dargestellt werden.

Zu viele und zu unklare Texte

Am besten ist es, pro Seite ein klares Ziel vor Augen zu haben. Auf der Seite für deine Newsletter Anmeldung (auch Landingpage genannt) macht es keinen Sinn, noch andere tolle Produkte und Blogartikel von dir vorzustellen – der Besucher wird dadurch leicht abgelenkt und ist eher dazu geneigt, weiterzuklicken, statt sich einzutragen.

Falls du auch WordPress mit dem DIVI Theme nutzt, kannst du bei den Seiten-Attributen ganz einfach von „Standard-Template“ auf „Blank“ umschalten und hast damit das Menü und andere ablenkende Elemente deaktiviert. Falls nicht, kannst du dir z.B. das Landing Page Builder Plugin kostenlos installieren.

Geh deine Seiten nochmal gezielt danach durch, was du auf der jeweiligen Seite vermitteln (Information) und erreichen (Aktion) möchtest und optimiere dies ggf. nochmal.

Unvorteilhafte (Stock-) Fotos

Gute Fotos sind unheimlich wichtig. Sie transportieren Emotionen und verstärken, worum es auf der Website gehen soll.

Stockfotos, die jeder schon kennt und noch schlimmer, wo der Text gar nicht zum Bild passt, solltest du unbedingt vermeiden. Aber auch von dir selbst solltest du am besten Fotos verwenden, auf und mit denen du dich auch wohlfühlst, denn das wird auch ausgestrahlt.

Wenn du es dir zutraust, versuche, Fotos von Kaffeetassen und Computern doch einfach selbst zu machen 🙂 Es gibt mittlerweile auch tolle Fotografen, die individuelle Fotos (Stillleben & Co.) für einen erstellen und auch in Portraitfotos von dir solltest du unbedingt einmal etwas Geld investieren, denn es lohnt sich wirklich.

Bilder sind nicht optimiert

Wenn du nun ein paar schöne Fotos und Infografiken für deine Website hast, solltest du noch die Extrameile gehen und die Fotos fürs Web optimieren. Dies spart viel Ladezeit, ohne, dass sichtbare Qualitätsverluste auftreten.

Für Fotos solltest du immer JPGs nehmen, die wesentlich kleiner sind als PNGs. PNGs dagegen bieten sich vor allem für Logos, Vektor- und Infografiken mit transparenten Hintergründen an. Die Bilder sollten genau die Größe haben, die auch für die Website benötigt werden: Wenn du z.B. einen Bereich hast, in den ein 800×600 Pixel großes Bild passt, sollte dein Bild schon vor dem Hochladen auch auf 800×600 Pixel zugeschnitten oder verkleinert werden und nicht ultra-hochauflösend hochgeladen und einfach nur kleiner dargestellt werden, da sonst das sehr große Bild trotzdem geladen werden und dann noch verkleinert werden muss (doppelter Zeitverlust). 

Wenn du mit Photoshop arbeitest, ist eine Funktion fürs Komprimieren von Bildern bereits enthalten. Ansonsten kannst du deine Bilder einfach noch über den kostenlosen (bis 5 MB) Webdienst TinyPNG verlustfrei verkleinern. WordPress Plugins wie z.B. EWWW Image Optimizer helfen ebenfalls dabei, deine Bilder noch weiter zu komprimieren, ohne, dass sie schlechter aussehen. 
Schau dir für mehr Infos dazu auch meinen Blogartikel an: Wie optimiere ich meine Bilder für meine Website?

Automatisch laute Musik spielen

Es ist fast nie eine gute Idee, Musik oder ein Video ungefragt beim Besuch einer Website loszuspielen. Der Besucher könnte die Seite z.B. im Büro ohne Kopfhörer öffnen (peinlich), oder Kopfhörer auf sehr laut gestellt haben (aua), oder viele viele Tabs geöffnet haben und muss dann erst einmal auf die Suche gehen (oh, wo kommt denn der Sound jetzt her?). Es ist einfach sehr benutzerunfreundlich und wird heutzutage echt nicht mehr gemacht. Binde gern ein Video von deiner Arbeit oder deiner Katze ein, dann lass es aber bitte nur dann abspielen, wenn der Besucher gezielt auf den Play Button klickt.

Werbung auf Businessseiten

Werbung in Form von Bannern und vor allem Popups nervt eigentlich jeden und wirkt gerade auf Businessseiten unprofessionell. Ich würde sie komplett weglassen und rate auch von Newsletter Popups ab. Wenn du unbedingt Werbung schalten musst, dann frage dich: Welche Art und Form von Werbung würde mich selbst am wenigsten stören?

Ein schlechtes Menü

Das Menü ist der Wegweiser auf deiner Website. Auch wenn du deine Seiten und Unterseiten in- und auswendig kennst – auf deine Besucher trifft dies höchstwahrscheinlich nicht zu. Damit sie sich schnell und unkompliziert zurechtfinden können, solltest du dein Menü unbedingt klein und übersichtlich halten. Nicht mehr als 7 (besser 5) Hauptmenüpunkte und nicht mehr als 1 Untermenülevel sind empfohlen.

Achte außerdem auf eine klare Schrift und überlass Schnörkelschriften lieber andere Plätze auf deiner Website. Auch die Namensgebung sollte sich an gängige Konventionen halten; wenn du die Seite statt „Über mich“ (oder sowas in der Art) einfach „Wer hat an der Uhr gedreht“ nennst, ist das vielleicht lustig, aber niemand weiß, was sich dahinter verbirgt. Und das wollen wir beim Hauptmenü definitiv nicht.

Datenschutz ignorieren

Hast du schon mal jemanden getroffen, der zu dir gesagt hat „Mensch, die DSGVO finde ich großartig“? Ich nicht. Trotzdem benötigst du auf deiner Website eine Impressumseite, eine Datenschutzerklärung (beides kostenlos über e-recht24.de zu generieren) und ein Cookie Banner (z.B. von Borlabs Cookies).

Für den Newsletter darfst du in der Regel nur die E-Mail-Adresse abfragen, restliche Felder (z.B. Vorname) müssen freiwillige Felder bleiben. Ein Hinweis darauf, welche Inhalte und wie häufig der Newsletter erscheint, müssen bei der Anmeldung sichtbar sein. Und natürlich muss man beim Einbinden von Bildern darauf achten, dass das Urheberrecht nicht verletzt wurde. Einen ganz tollen kostenlosen Datenschutzkurs findest du auf digistore24.

Texte, die nur für dich geschrieben sind

Es ist sehr schön, wenn du auf deiner Website über dich und deine Arbeit erzählst. Aber mach dies immer unter dem Gesichtspunkt, ob dies überhaupt relevant für deinen Besucher ist. Schreibe die Texte am besten so, als würdest du mit deinem Wunschkunden gerade beim Kaffee trinken sitzen und ihm etwas erzählen.

Und noch ein kleiner Verkaufstipp: Verkaufe nicht den Bohrer (das Coaching, die Dienstleistung x), sondern verkaufe das Ergebnis – das Loch in der Wand oder noch besser das hübsche Bild, dass dein ganzes Wohnzimmer zum Strahlen bringt. Habe dabei immer im Hinterkopf, dass du nicht einfach jeder x-beliebigen Person etwas aufschwatzen willst, was sie nicht braucht, sondern dass du von deinem Produkt überzeugt bist (wenn nicht: Arbeite daran!) und damit auch wirklich Menschen helfen kannst.

Seite nicht aktuell halten

Auch wenn Suchmaschinen es lieben: Als Mama von zwei kleinen Kindern schaffe ich es selbst nicht immer, regelmäßig neue Blogbeiträge zu erstellen. Trotzdem ist es wichtig, die Seiten zumindest so aktuell zu halten, dass dort keine veralteten Informationen stehen.

Onepage Website oder doch lieber mehrere Seiten?

Onepage Website oder doch lieber mehrere Seiten?

Onepager, oder Onepage Websites, bei denen sich alle Inhalte direkt auf einer Seite befinden, haben in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen.

Hier ein Beispiel:

 

Doch sind sie besser verglichen mit herkömmlichen Websites mit verschiedenen Unterseiten?

Vorteile von Onepage Websites:

  • auf dem Handy und Tablet scrollt der Besucher einfach nur nach unten und muss sich nicht über das (kleine) Menü zurechtfinden
  • die Seite wird einmal aufgerufen und geladen und gut ist. Der Lesefluss wird nicht dadurch gestört, dass man immer wieder auf einer neuen Seite weiterlesen muss, wenn man nach weiteren Informationen sucht.
  • du kannst das Onepager Format gut nutzen, um eine Geschichte von oben nach unten, also von Anfang nach Ende, zu erzählen und damit auch steuern, in welcher Reihenfolge der Besucher deine Informationen aufnimmt.

Nachteile von Onepage Websites:

  • Möchte man viele verschiedene Informationen und Angebote auf seiner Website zeigen, wirkt das auf Onepagern schnell viel zu überladen und lässt sich nicht so gut strukturieren.
  • Man hat nicht mehrere Unterseiten, die man auf ein Keyword (Suchbegriff) optimieren kann, sondern nur die eine Seite. Eine gute Platzierung ganz vorn in den Suchmaschinen ist daher schwieriger.
  • Bei Onepagern muss man noch mehr als auf anderen Websites auf eine klare Struktur und Bereiche, die sich voneinander abgrenzen, achten – sonst weiß der Besucher beim Scrollen nicht genau, was er da gerade liest. Wenn er dahingegen eine „Über mich“ Seite geöffnet hat ist es dagegen klar: Die ganze Seite von oben bis unten dreht sich um den „Über mich“ Punkt.

Tipps für die Verwendung von Onepagern

Wenn du trotzdem eine Onepage Website erstellen willst:

  • Optimiere die Seite für den wichtigsten Suchbegriff, für den du gefunden werden möchtest
  • Nutze am Besten noch einen Unterbereich für Inhalte, die du regelmäßig aktualisierst – einen Podcast, Videos oder ganz klassisch einen Blog. Dadurch hast du dann wieder bessere Chancen, auch über Google & Co. gefunden zu werden.
  • Mit einem Menü, welches zu den entsprechenden Bereichen auf der einen Seite springt, hilfst du Besuchern auch an Desktop Geräten, besser navigieren zu können.
  • Außerdem solltest du ein LazyLoad Plugin verwenden – z.B. das kostenlose A3 Lazy Load – sodass immer nur der Bereich geladen werden muss, zu dem der Besucher gerade scrollt und nicht gleich die ganze Website von oben bis unten beim ersten Aufruf. Das steigert die Nutzerfreundlichkeit und ist ebenfalls wichtig für die Suchmaschine.

Fazit: Für kurze Websites mit wenigen, klaren Angeboten können Onepage Websites, solange sie noch einen Bereich für Inhalte wie z.B. Blog verlinken, eine klassische Website ersetzen. In den meisten Fällen empfehle ich weiterhin, Unterseiten wie „Start/Home“, „Angebot“, „Über mich“, „Kontakt“ etc. zu erstellen, um das Angebot besser zu strukturieren und bei den Suchmaschinen zu punkten.