Jahresrückblick 2022 – Die Hochs, die Tiefs, die Hoffnung

Es ist das dritte Jahr, in dem ich mit Spannung die Jahresrückblicke anderer Blogger*innen und Online Unternehmer*innen verfolge. In diesem Jahr bin ich auch dabei – es ist einfach unfassbar viel in meinem Business passiert und es ist erwiesenermaßen eine großartige Idee, Dinge zu reflektieren und abzuschließen, bevor man etwas Neues beginnt.

Mein Jahr war im Außen betrachtet recht ruhig – wenn man von meiner Kündigung mal absieht – aber es hat sich so viel im Innen getan. Ich habe mich verändert, viel gelernt, viel ausprobiert, einiges geschafft, bin mit einigem gescheitert, habe so ziemlich alle Gefühle durchlebt und habe auch hin und wieder überlegt, ob ich es mir nicht doch einfacher machen und einen neuen Angestelltenjob suchen soll (beim Bäcker um die Ecke).

Lass uns doch mal schauen, welche Themen mein Jahr 2022 geprägt haben, angefangen bei den beruflichen Themen …

Wichtiges Learning aus meiner Arbeit: Grenzen setzen

Was mir erst wie eine grandiose Idee vorkam, entpuppte sich nach und nach als Überforderung: Meine Kund*innen konnten mir auf allen Wegen Nachrichten zukommen lassen. So erhielt ich täglich Nachrichten zu jeder Uhrzeit, häufig auch Sprachnachrichten in WhatsApp, Facebook Messenger, Signal, Telegram und per Mail. Gelegentlich wurde ich sogar am Wochenende angerufen (obwohl ich so einen Support als Dienstleistung nicht anbiete). Anfangs versuchte ich noch, alles irgendwie ordnungsgemäß abzuarbeiten, aber irgendwann war ich nur noch gestresst, wusste gar nicht mehr, wo ich was jetzt nachgucken konnte (hatte mir die Kundin das jetzt per Facebook Messenger geschickt? In welcher Minute der Sprachnachricht war der Hinweis auf den Hostnamen?) und ich musste zum ersten Mal klare Grenzen setzen: So ging es nicht mehr weiter! So sehr ich Sprachnachrichten an Freundinnen im Alltag mit 2 Kindern auch manchmal schätze, für meine Arbeit war das so nicht mehr praktikabel. Ich habe also alle Kund*innen gebeten, mir nur noch per E-Mail an meine Hauptmailadresse alle Anliegen zu schicken. Die Bitte fühlte sich unangenehm an, aber wow, was hat mir das meine Arbeit erleichtert. Ich wusste immer sofort, wo ich was nachgucken konnte und wurde nicht regelmäßig bei meinen Aufgaben unterbrochen. Private Nachrichten mischten sich nicht mehr mit beruflichen. Alle haben verständnisvoll reagiert und ich war froh, meine allererste Grenze für mich gezogen zu haben (das fällt mir nämlich nicht immer leicht).

Insgesamt habe ich in diesem Jahr mehr und mehr gemerkt, wie wichtig generell klare Regeln bei der Arbeit als Dienstleister*in sind. Nur weil ich mir selbst etwas denke („ist doch klar, dass das so und so gilt“), ist das noch längst nicht für beide Parteien so klar und vereinbart. Im nächsten Jahr feile ich auf jeden Fall noch weiter an optimalen Prozessen und Vereinbarungen.

Kakao statt Stress. Damit ich mir auch Auszeiten gönnen kann, muss ich meine Arbeit noch besser organisieren.

Investitionen

Meiner Meinung nach brauchst du beim Wachstum deines Business vor allem 2 Dinge: Zeit und Geld. Zeit, um Dinge zu lernen, auszuprobieren und zu verbessern. Geld, um diesen Weg nicht alleine zu gehen und dir vor allem auch Zeit zu sparen. Denn mit Geld kannst du dir auf jeden Fall einige Abkürzungen (und natürlich auch richtig gute Tools) kaufen. Und meiner Meinung nach profitiert jeder davon, Mentoren an seiner Seite zu haben.

Da wir mit der Kita-Eingewöhnung meines Sohnes erst im September begonnen haben, hatte ich eins wesentlich weniger als viele andere: Nämlich Zeit. Mit knapp 1,5 Stunden – seine Mittagsschlafzeit – habe ich versucht, neben der 1:1 Arbeit auch AM Business zu arbeiten und zu sehen, wo ich hinwill, was mich weiterbringt, wie ich besser werden kann. Damit ich diese knappe Zeit möglichst gut nutzen konnte, habe ich daher vor allem recht Geld investiert in diesem Jahr – unter anderem in einige unfassbar gute Programme (z. B. Funnel Besties von Michelle Karnolz), Workshops (z. B. Marketing Planung von Marlis Schorcht) und in Masterminds (siehe nächster Punkt). Auch im nächsten Jahr nehme ich an einem begleiteten Online-Business Aufbauprogramm teil (von Katharina Lewald) und finde es sehr wertvoll, andere um Rat fragen zu können, die schon wesentlich weiter sind als ich. So spare ich mir die ein oder andere Fehlerschleife 🙂 und kann hoffentlich durch bessere Qualität und Zeitersparnis auch meine Kund*innen glücklicher machen.

Masterminds

Auch wenn ich es sehr schätze, alleine in Ruhe vor mich hinzuarbeiten, liebe ich Masterminds! Das Jahr 2022 begann mit einer Mastermind mit 3 anderen wunderbaren Frauen, die jedoch alle ein ganz anderes Business Modell hatten als ich (vor allem virtuelle Assistenz). Ich glaube, hier ist es auch wichtig zu schauen, dass man ungefähr vor ähnlichen Herausforderungen steht und ungefähr auf einem gleichen Business-Stand ist, damit es bestmöglich passt. Bei den Treffen, die wir vormittags versucht haben, war mein Sohn immer wach und so konnte ich nicht wirklich teilnehmen und habe mich vorläufig wieder „abgemeldet“.

Im März nahm ich an einer 3-monatigen Mastermind mit Michaela Dyck teil. Sie ist Mentorin für Webdesigner*innen und hat so viel Klarheit und Struktur in mein Business gebracht, dass ich jetzt noch mit offenem Mund dasitze und staune – das hätte ich in 5 Jahren alleine nicht geschafft. Der Austausch mit den anderen war sehr wertschätzend und ich ging jedes Mal mit neuem Mut, neuen Ideen und konkreten Plänen aus unseren Sessions.

Anschließend folgte die 6-monatige Mastermind mit Jane von Klee. Hier lag mein Fokus vor allem auf dem ersten Launch meines großen Programms „Website Ready„. Auch hier habe ich von den anderen Teilnehmerinnen unheimlich viel gelernt und mehr als einmal sind auch Tränen in dem geschützten Raum geflossen. Jane macht nach einigen Runden Mastermind jetzt erstmal eine Pause und da zum Programm mit Katharina Lewald (Januar bis Juni) auch viel Austausch dazugehört, ist das für mich zeitlich und inhaltlich genug.

Aber falls du bisher noch an keiner Mastermind teilgenommen hast: Unbedingt ausprobieren!

Vorbilder statt Vergleich

Als Marlis Schorcht in ihrem Planungsworkshop nochmal betonte, dass sie nur 3 Tage die Woche arbeitete (und sie hat echt ein gut laufendes Business), war mir wieder klar: Ich darf mir mein Business so gestalten, wie es mir gefällt! Ich darf auch einfach NUR Dinge anbieten, die ich liebend gerne tue! Ich darf entscheiden, dass ich abends und an den Wochenenden nicht (oder echt nur in absoluten Ausnahmefällen) arbeite.

Ich gebe zu: Es hat mich immer wieder verunsichert zu sehen, wie viel höher, schneller und weitere andere Webdesigner*innen im gleichen Zeitraum wie ich gekommen sind. Es sieht alles so unfassbar professionell und glänzend aus! Viele davon haben zwar ein Team und keine Kinder, aber es gibt bestimmt auch welche in ähnlichen Situationen wie ich, die in Elternzeit so richtig rangeklotzt haben. Ich muss mir dann immer wieder sagen: Ich habe so viel gemacht, wie ich schaffen konnte und das reicht dann auch mal. Ich darf meinen Weg in meinem eigenen Tempo gehen. Und in meine eigene Richtung! Und klar wäre es wunderbar, wenn jetzt schon jeden Monat viele tausend Euro einfach automatisch im Schlaf auf mein Konto fließen würden – einfach nur, um den Druck rauszunehmen. Aber wenn das von heute auf morgen so wäre, kämen sicherlich ganz neue Herausforderungen auf mich zu. Vielleicht viele Supportanfragen, weil ein Kurslogin nicht klappt, eine Abrechnung falsch war, Fragen zu den Inhalten aufploppen, jemand nicht zufrieden ist? Also atme ich tief durch, gehe weiterhin meinen Weg in meinem Tempo und freue mich über jede begeisterte Kund*in, der ich weiterhelfen konnte. Denn das ist ja eigentlich der Grund, warum ich losgegangen bin – um anderen mit ihrer Website zu helfen und Spaß dabei zu helfen! In den Burnout arbeiten möchte ich mich damit nicht. Punkt.

Ich habe sehr viele neue Inhalte in diesem Jahr erstellt – Newsletter, Workbooks, Checklisten, Blogartikel, Kurse und einen Workshop.

Kündigung

Ende September lief meine (verlängerte) Elternzeit aus. Doch die Bedingungen meiner Rückkehr haben sich geändert – zum für mich Schlechteren. Also habe ich gekündigt und bin seit dem 1. Oktober nun komplett selbständig. Für mich ein großer Schritt – den ich ursprünglich nie gehen wollte (mein Vater ist mit seiner Selbständigkeit gescheitert und ich habe mir damals geschworen, mich nie selbständig zu machen) . Mittlerweile kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, in einen Angestelltenjob zurückzugehen (obwohl meine Kollegen echt sooo toll waren – ich werde sie sehr vermissen!). Aber die unfassbare Freiheit, die ich jeden Tag habe, ist unbezahlbar! Ich darf mir meine Tage selbst gestalten und größtenteils nur mit Dingen füllen, die ich liebend gerne mache (die Steuererklärung war noch nicht dran). Ich bin jetzt schon gespannt auf meinen nächsten Jahresrückblick (und ob ich dann doch beim Bäcker arbeite oder mir weiterhin selbst für den Schritt der Kündigung auf die Schulter klopfe).

Mein erster Launch

Und dann war er da: Mein erster richtiger Online-Kurs Launch! So ganz klassisch habe ich in einem Webinar mein Gruppenprogramm vorgestellt und mich sehr gefreut über 6 Teilnehmerinnen in der ersten Runde (bei einer noch recht kleinen E-Mail Liste). Woche für Woche habe ich die Inhalte erstellt, die technische Einrichtung der Website komplett übernommen und wir haben uns alle in den Co-Workings und Q&A Sessions richtig gut kennengelernt (sodass wir am Ende auch über andere Themen als nur über die Website geplaudert haben – ich fand die Unterstützung untereinander sooo schön!). Es macht mir unheimlich viel Spaß und ich finde die Kombination aus Lernmaterial, welches in eigenem Tempo durchgearbeitet werden kann und unseren Support-Sessions richtig genial! Außerdem habe ich durch das Feedback der Teilnehmerinnen schon ganz viel für die nächste Runde (die im April startet – hast du Lust?) mitgenommen. Unter anderem werden einige Inhalte noch weiter aufgeteilt auf mehrere Wochen (weil es doch recht viel war) und das Programm wird von 12 auf 16 Wochen verlängert, um im normalen Business-Alltag etwas mehr Puffer zu haben.

Business Zusammenfassung:

Was lief überraschend gut?

Netzwerken und Kooperationen mit anderen! Wenn ich von anderen im Newsletter erwähnt wurde (wie von Judith Peters und Jane von Klee), hat mir das immer viele neue Besucher*innen beschert, womit ich gar nicht gerechnet hätte! Überhaupt habe ich in diesem Jahr gaaaanz viele wunderbare Unternehmer*innen persönlich (online) kennengelernt und viele Kontakte geknüpft, was mir viel Spaß gemacht hat! Außerdem habe ich weiterhin bei Jane von Klee die SEO Schatzkarte betreut als WordPress-Supporterin und auch mal eine Technikstunde übernommen 🙂

Was lief überraschend schlecht?

Das Divi-Theme (mein absolutes Lieblingstheme für WordPress) kann man ja nur für 249$ kaufen, aber nicht vorher testen – und schon gar nicht, ohne seine bestehenden Inhalte kaputt zu machen, oder eben WordPress ganz neu einzurichten falls man noch keine Website hat. Ich hielt es also für eine spitzenmäßige Idee dafür ein Angebot zu machen: Ich installiere dir WordPress mit dem Divi Theme auf einer Unterseite und du kannst dort 3 Monate lang alles fix und fertig eingerichtet total risikolos ausprobieren für nur 39 Euro, sogar inklusive einem Anleitungsvideo für WordPress und einem für Divi (wie du damit die vorgefertigte Seite bearbeiten kannst). Kein Stress, kein Frust mit der Technik, keine Angst, irgendwas aus Versehen zu löschen oder kaputt zu machen und eben die Möglichkeit, alles auszuprobieren um zu entscheiden, ob man damit gut klarkommt. Ich war also begeistert! Aber scheinbar außer mir fast keiner, denn außer einem sporadischen Verkauf hier und da interessierte mein Angebot niemanden (obwohl ich von den wenigen, die es getestet haben, nur positives Feedback bekommen habe).

Und was lief außerhalb vom Business so?

Gesundheit

Eigentlich hatte ich ja vor, in diesem Jahr SO RICHTIG für meine Gesundheit zu sorgen. Viel Sport zu machen, zuckerfrei und mega gesund zu essen und so. Stattdessen hat meine Tochter aus dem Kindergarten wirklich jedes Keimchen mit nach Hause geschleppt und wir waren insgesamt bestimmt häufiger krank als nicht krank. Die Nächte waren dementsprechend meistens fürchterlich und ich hätte nie im Leben gedacht, dass man so viele Jahre am Stück so besch* schlafen kann (und trotzdem noch halbwegs am Leben ist).

Im Frühjahr haben wir uns dann auch noch alle mit Corona angesteckt. Aufgrund von Schlafmangel, überhaupt gar keiner Energie und teilweise blankliegenden Nerven gab es dann auch viel häufiger Fast Food und Kuchen statt Sport. Ähm…. wird im nächsten Jahr besser, ganz ganz bestimmt!

Zwischendurch gab es aber doch immer mal wieder gesündere Phasen, ich hab sogar 3 Tage Kaffee-Detox gemacht (das war schlimm, aber eine spannende Erfahrung):

3 Wochen Indien

Mitte Oktober ging es wieder einmal nach Neu Delhi für 3 Wochen. Ursprünglich hatten wir auch geplant, noch nach Goa zu reisen oder zumindest in die näherliegende Umgebung, aber mein Mann hatte so viele Termine, mit den Kindern war reisen einfach noch unfassbar stressig und so blieben wir wieder mal nur in Neu Delhi (haben zumindest aber diesmal einige Parks besucht).

Streets of New Delhi

Die Kühe fressen den Müll

Nach einer der vielen Zeremonien

Noch ein Straßenbild

Der Gemüseverkäufer mit seinem Pferd – da wird man gleich mal ein Jahrhundert in die Vergangenheit versetzt

Über den Wolken – das war der schönste Teil des Rückflugs (der Rest war unfassbar stressig mit den Kindern, mein Sohn wollte das ganze Flugzeug auseinandernehmen)

Kita Eingewöhnung & Familienzeit

Der meiste Teil meines Jahres bestand noch aus Care-Arbeit (inkl. leider auch viel zu viel Haushalt). Ab dem September ging es dann los mit der Eingewöhnung meines Sohnes in die Kita (er war da knapp 2). Komischerweise hat sich die neu gewonnene „Freizeit“ am vormittag sofort wieder gefüllt mit vor allem Business-Aufgaben. Da werde ich im neuen Jahr auf jeden Fall noch eine bessere Balance finden und mir definitiv auch Pausen für mich fest in den Kalender eintragen.

Wer schon länger bei mir mitliest weiß auch, dass ich ein großer Fan des Minimalismus bin. In diesem Jahr habe ich auch nochmal radikal versucht (die Betonung liegt auf versucht), weiter auszumisten. Sowohl in unserer Wohnung flogen einige Dinge weg, als auch in meinem Kalender wurden diverse Dinge einfach gar nicht mehr mit aufgenommen. Gerade so Sachen, die „man halt so macht“ tue ich echt nur noch, wenn ich auch Energie und Lust dazu habe. In diesem Jahr habe ich z. B. einfach nur einen Schokoladenkalender für meine Kinder gekauft, weil ich es nicht mehr geschafft habe (oder nur mit viel Stress geschafft hätte), einen selbst zu basteln. Regelmäßige Termine wie z. B. Instrument lernen und Sportverein hebe ich mir für die Kinder für später auf und setze lieber auf spontane Verabredungen mit anderen Freundinnen mit Kindern.

Bei Wind und Wetter waren wir draußen

Ein Highlight: Das Pony einer Freundin pflegen und reiten

Frankreich liegt direkt um die Ecke – hier einer der schönen Ausflüge dorthin.

Ausflug zu einem Park in Mannheim

Persönliche Weiterentwicklung

Ich habe mal gehört, dass Kinder und ein eigenes Business die beiden größten Antreiber für persönliche Weiterentwicklung sind – tja, da hab ich wohl den Jackpot geknackt. Auf jeden Fall habe ich – vor allem durch meine wunderbare Coachin Henriette Mathieu – ganz viele alte Verstrickungen auflösen können und merke, wie ich immer gefestigter werde. Ich habe in diesem Jahr auch endlich wunderbare Bücher gelesen, die schon ewig auf meiner Liste standen, wie z.B. „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“.

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen – sollte jeder gelesen haben.

Lagerfeuer der Mütter

Mit meiner Business-Freundin Henriette Mathieu zusammen habe ich in 10 von 12 Monaten ein kostenloses monatliches Lagerfeuer der Mütter organisiert. Hier haben wir uns mit anderen Müttern ausgetauscht zu Themen wie z.B. Glaubenssätze, mehr Unterstützung im Alltag, Bedürfnisse, Mental Load, mehr Energie, Wut und mehr. Meine Plattform Mamas Dorf habe ich dagegen in diesem Jahr nur sehr wenig weiterentwickelt – dafür blieb dann neben allem anderen einfach keine Zeit mehr.

Ja oder Nein sagen

Obwohl ich – siehe oben – viel über meine Grenzen gelernt und vieles ausgemistet habe, habe ich mich doch noch zu sehr vom Außen beeinflussen lassen. Habe an zu vielen (vor allem kostenlosen) Dingen teilgenommen aus Angst, sonst etwas verpassen zu können. Habe Ja zu Dingen gesagt, zu denen ich lieber Nein gesagt hätte. Aber so habe ich ja immerhin noch etwas, was ich im nächsten Jahr auch angehen kann! 🙂

Einer der wenigen Auszeiten nur für mich – beim Friseur.

 

Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres:

 

Was 2022 sonst noch los war

Meine Website hat sich komplett gewandelt!

 

Meine Ziele für 2023

Stabiler Monatsumsatz ohne Hussle

Die Überschrift spricht ja schon für sich: Ich möchte als allererstes dafür sorgen, dass ich einen stabilen monatlichen Umsatz habe und gleichzeitig weiterhin so viel Zeit mit meiner Familie verbringen kann.

Meine Angebote optimieren

Hier möchte ich nochmal von Grund auf ran und nicht nur Angebote entwickeln, die ich ganz toll finde, sondern vor allem welche, die meine Kund*innen auch wirklich brauchen 🙂 Der Fokus wird vor allem auf Websites für das Online-Business liegen und wie man über die Website auch seine Angebote verkaufen kann. Aber wie genau das alles im Detail aussehen wird, werde ich noch erarbeiten. Klar ist, dass jeglicher Notfall-WordPress Support wegfällt. Diesen Nervenkitzel möchte ich nicht mehr. Auch werde ich zukünftig nur noch Websites mit Divi betreuen – goodbye an die anderen Pagebuilder.

Website Ready 1-2x launchen

Mein großes Gruppenprogramm zur Website-Erstellung wird mindestens im April, vielleicht auch nochmal im Oktober gelauncht. Alles, was ich in der aktuellen Runde an Feedback bekommen habe, wird dabei berücksichtigt. So wird z. B. die Zeit der Umsetzung von 12 auf 16 Wochen verlängert. Die Installation werde ich weiterhin übernehmen und auch die Support-Sessions werden so beibehalten – das war einfach großartig!

Reichweite und Netzwerken

Auch das tollste Business in der Theorie nützt wenig, wenn es noch größtenteils unbekannt ist. Und da ich in 2022 festgestellt habe, dass ich sehr gerne netzwerke und mich mit anderen austausche, möchte ich in 2023 vor allem wachsen und bekannter werden. Dabei wird der Fokus auf jeden Fall auf meinem Newsletter und Blog (inkl. gelegentlicher Youtube Videos) liegen, Instagram werde ich höchstens sporadisch nutzen.

Kundenstimmen auch zeigen!

Okay, das ist jetzt kein Ziel. Aber ich habe erst vor Kurzem festgestellt, dass ich so gut wie nie zeige, was meine zufriedenen Kund*innen (ca. 50 dieses Jahr!) mir schreiben und was wir überhaupt gemeinsam erschaffen haben! Oder bei welchem Problem ich ihnen weitergeholfen habe! Dabei ist das bestimmt für viele ganz wichtig zu sehen, bevor sie sich für eine Zusammenarbeit mit einer Webdesignerin entscheiden.

Motto 2023: Slow

Mein neues Jahresmotto soll weniger Langsamkeit an sich ausdrücken, als viel mehr das im Moment präsent sein, weniger Dinge insgesamt machen und diese dafür gründlicher und mit mehr Ruhe und tief zu verinnerlichen, auch für den ist-Zustand dankbar zu sein. Ich darf im Innen und Außen noch vieeeeel mehr loslassen und noch viel mehr meinen eigenen Weg gehen.

Im Nachhinein würde ich übrigens sagen, dass mein Motto 2022 vor allem Klarheit war. Ich musste erst einmal für mich herausfinden, was genau ich wollte, wie ich weitermachen wollte (auch in Hinblick auf das Angestelltenverhältnis), für wen genau ich was anbieten will.


Das war jetzt ein kleiner Jahresrückblick von 2022 mit Ausblick auf 2023, den ich ggf. in den kommenden Wochen noch etwas erweitern werde. Lass mir gern einen Kommentar da und verlinke deinen Jahresrückblick falls du bei der Challenge von Judith Peters mitgemacht hast.

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12 Kommentare

  1. Danke für den kleinen Einblick in deine Eingewöhnung aus Sicht der Mama.

    Gab es etwas in dieser Zeit, was du dir von den Pädagogen gewünscht hättest?

    Antworten
    • Hey Maria,
      hmm da fällt mir ein, dass ich gar nicht wirklich was über meine Gefühlswelt in Bezug auf die Eingewöhnung geschrieben habe… aber es war auf jeden Fall ein Wechselbad der Gefühle aus Erleichterung und Abschied für mich 🙂 Wir hatten die Eingewöhnung ja extra nochmal fast ein ganzes Jahr nach hinten geschoben, weil mein Sohn vorher definitiv noch nicht so weit war. Ab im September war es dann für alle an der Zeit und die Erzieherinnen haben unfassbar tolle, einfühlsame Arbeit geleistet, alles lief super flexibel ab und wir machen einfach eine super langsame Eingewöhnung. Es ist eine kleine Kita mit hohem „Personalschlüssel“ wie es immer so schön heißt und es ist immer jemand da zum Trösten und Kümmern, also alles gut. Durch Krankheitsfälle und unseren Indienbesuch hat sich die Eingewöhnung sehr lang hin gezogen, aber ich hab ja in dem Sinne keine Eile.
      liebe Grüße, Stefanie

      Antworten
  2. Huhu Steffi,

    eben gelesen und mega. 🤩 Du kannst so stolz auf dich sein und das mein ich vollkommen ernst! Du hast soviel Tolles geschaffen und soviele schöne Learnings gehabt. Habe mich in Vielem wiedererkannt. 😅

    2023 wird, davon bin ich fest von überzeugt.

    Alles Liebe,
    Jenny

    Antworten
    • Hey Jenny,
      vielen lieben Dank! Es kommt mir selbst so vor, als hätte ich in Schneckentempo in diesem Jahr echt wenig geschafft…. aber wenn du es so sagst 😀
      Danke für deine wiederkehrende Unterstützung, das ist soo schön 🙂
      Liebe Grüße,
      Steffi

      Antworten
  3. Liebe Stefanie,

    es war spannend, deinen Rückblick zu lesen. Dein Motto für 2023 finde ich toll. Mir selbst hat es so viel in 2022 gebracht, öfter innezuhalten und nicht so zu hetzen.

    Ich wünsche dir, dass 2023 für dich ein Jahr voller Zufriedenheit, Erfolg und Freude wird.

    Herzensgrüße
    Mascha

    Antworten
    • Liebe Mascha,
      ohhhh herzlichen Dank für deine lieben Worte, das freut mich sehr 🙂
      Ich bin gespannt, inwiefern ich den Slow-Ansatz wirklich in 2023 umsetzen kann. ich darf mich sicherlich immer wieder daran erinnern 🙂
      Liebe Grüße,
      Stefanie

      Antworten
  4. Liebe Stefanie,
    in deinem Businessjahr finde ich mich in vielen Punkten wieder. Ich war auch oft im „So viel wie möglich im kleinen Zeitfenster schaffen“ – Modus und will das für 2023 auch entschleunigen.

    Auch die ständigen Virenwellen aus dem Kindergarten kommen mir bekannt vor.

    Deine Learnings finde ich klasse!

    Liebe Grüße
    Wiebke.

    Antworten
    • Liebe Wiebke,

      wie schön, von dir zu lesen 🙂 und vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, das entschleunigen wird glaube ich echt gut tun. Und wer weiß, vielleicht funktioniert das Business ja trotzdem richtig gut oder sogar besser?
      Hach diese Kindergartenviren … waren gerade wieder beim Kinderarzt wegen Streptokokken. Dir dann auch schonmal gute Besserung für all die kommenden Krankheiten, im Frühling wird es ja oft wieder besser (schwacher Trost).

      Ganz liebe Grüße und von Herzen alles Gute für dich!
      Stefanie

      Antworten
  5. Liebe Stefanie,

    so ein sympathischer Rückblick. Viel von dem, was du schreibst, kann ich total nachfühlen. Und ja, auch ich liebäugle manchmal mit der Bäckerei nebenan – aber der Zustand hält zum Glück nie lange an. 😄
    Die Balance wird für mich 2023 auch ein Thema sein. Und das Ausmisten!

    Ich wünsche dir, deiner Familie und deinem Business nur das Beste.

    Alles Liebe
    Anett

    Antworten
    • Liebe Anett,

      haha, jaja die Bäckerei 🙂 Ich habe bei mir heute wieder festgestellt, dass es bei mir viel mit dem Schlaf zu tun hat. Wenn ich super geschlafen habe, denke ich im Traum nicht daran, aber wenn (z. B. wegen krankem Kind oder so) die Nacht vieeeeel zu kurz war, wäre der „einfache“ Weg manchmal vielleicht schön. Aber stell dir mal vor, du würdest echt in der Bäckerei arbeiten.
      Da würde bestimmt was fehlen nach wenigen Tagen oder Wochen … und dann wird heimlich der nächste Businessplan geschmiedet beim Brezel falten 😅

      Hey schön mit dem Ausmisten und der Balance! Ich kann nur sagen, dass mit jedem Teil und jeder Aufgabe weniger das Leben sooo viel leichter wird. Ich glaube ich starte mal eine Minimalismus-Challenge im Januar 😀 (vielleicht ja sogar eine Website-Minimalismus-Challenge, das wäre doch mal was).

      Ganz liebe Grüße,
      Stefanie

      Antworten
  6. Hallo Stefanie,
    Vielen Dank für den Einblick in dein Jahr.
    Die ganze Geschichte mit dem „Grenzen setzen“ und „möglichst viel in wenig verfügbare Zeit packen“ kenne ich auch ziemlich gut und konnte mich da wieder finden – leider auch in der Frage nach „Gesundheit wollen“ und „Krankheiten bekommen“ …

    Wünsche Dir viel Erfolg für 2023 und ganz viel slow sein können.
    Heiko

    Antworten
    • Hey Heiko,

      vielen herzlichen Dank 🙂
      Nachdem ich deine Geschichte gelesen habe, kann ich gut verstehen, wie du das meinst 🙁
      Dir wünsche ich daher auch auf jeden Fall ein schöneres 2023 und dass es bei euch vor allem gesundheitlich und stresstechnisch stark bergauf geht!

      Viele Grüße,
      Stefanie

      Antworten

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